Ministerpräsident Wüst empfängt Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden

Ministerpräsident Wüst: Königin Silvia zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft gesellschaftliches Engagement entfalten kann

23. März 2026
Gruppenbild auf dem roten Teppich

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Montag, 23. März 2026, Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden zu einem Gespräch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen empfangen.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat am Montag, 23. März 2026, Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden zu einem Gespräch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen das soziale Engagement der Königin, insbesondere ihr Einsatz für den Schutz von Kindern, sowie die Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Schweden. Auch Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei, nahm an dem Gespräch teil. Es ist der erste offizielle Besuch der schwedischen Königin in der Staatskanzlei.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Königin Silvia hat über Jahrzehnte eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft gesellschaftliches Engagement entfalten kann. Mit großer Empathie, Führungsstärke und internationaler Strahlkraft setzt sie sich unermüdlich für die Schwächsten unserer Gesellschaft ein – insbesondere für Kinder, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Mit der World Childhood Foundation hat sie weltweit Strukturen geschaffen, die betroffenen Kindern Schutz, Gehör und neue Perspektiven geben. Auch in Nordrhein-Westfalen wirkt ihr Engagement ganz konkret: Das Childhood-Haus Düsseldorf steht beispielhaft dafür, wie ihre Initiative Menschen zusammenführt und Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Für uns in Nordrhein-Westfalen ist es eine besondere Ehre, dass Königin Silvia seit ihrer Schulzeit mit unserem Land und insbesondere der Stadt Düsseldorf verbunden ist. Ihr jahrzehntelanges Wirken ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Verantwortung, Menschlichkeit und Zusammenhalt konkrete Veränderungen bewirken können. Für dieses außergewöhnliche Lebenswerk gebührt ihr unser tiefster Respekt und unser herzlicher Dank.

Ihre Majestät Königin Silvia hat Nordrhein-Westfalen bereits mehrfach besucht und ist dem Land seit vielen Jahren verbunden. Unter anderem eröffnete sie 2009 am Kölner Hildegardis-Krankenhaus eine Demenzstation der Malteser nach dem von ihr initiierten „Silviahemmet“-Modell. 2016 wurde sie in Mönchengladbach mit dem Benediktpreis für ihr soziales Engagement ausgezeichnet und besuchte dabei auch den Landtag Nordrhein-Westfalen. Besonders eng ist ihre Verbindung zu Düsseldorf: Nachdem ihre Familie 1957 aus Brasilien in die Landeshauptstadt gezogen war, legte sie 1963 an der Luisenschule ihr Abitur ab.

Ein Schwerpunkt ihres internationalen Engagements ist der Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch. 1999 gründete Königin Silvia die World Childhood Foundation. Aus dieser Initiative ist auch das Modell der sogenannten Childhood-Häuser hervorgegangen. Das Childhood-House Düsseldorf wurde 2020 gegründet und wird inzwischen durch das Innenministerium Nordrhein-Westfalen gefördert. In diesen Einrichtungen arbeiten Polizei, Medizin, Psychologie und Justiz interdisziplinär zusammen, um betroffene Kinder möglichst schonend zu betreuen. Neben Düsseldorf orientiert sich auch das 2025 eröffnete Kinderschutzhaus Bonn an diesem Ansatz.

Hintergrund zum schwedischen Königshaus

2026 ist für das schwedische Königshaus ein besonderes Jubiläumsjahr: König Carl XVI. Gustaf begeht am 30. April seinen 80. Geburtstag. Im Juni feiern König und Königin ihre Goldene Hochzeit. Der 19. Juni markiert zugleich das 50-jährige Thronjubiläum von Königin Silvia; die offiziellen Feierlichkeiten werden auf den 13. Juni vorgezogen. 

Hintergrund Nordrhein-Westfalen und Schweden

Zwischen Nordrhein-Westfalen und Schweden bestehen vielfältige politische, wirtschaftliche und fachliche Kontakte. Schweden ist zudem ein wichtiger Wirtschaftspartner Nordrhein-Westfalens und liegt auf Platz 14 der Handelspartner des Landes. Rund 460 schwedische Unternehmen – darunter Ericsson, IKEA und Sandvik – sind in Nordrhein-Westfalen ansässig. Etwa 4.500 Schwedinnen und Schweden leben im Land, das ist etwa ein Drittel aller in Deutschland lebenden schwedischen Staatsangehörigen. Darüber hinaus verbinden acht Städtepartnerschaften sowie rund 30 Schulpartnerschaften Nordrhein-Westfalen mit Schweden.

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