Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Tod von Ingeborg Friebe
Ministerpräsident Wüst: Ingeborg Friebe war eine beeindruckende Persönlichkeit und immer nah an den Menschen
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Wir sind voller Trauer über den Verlust einer bedeutenden und wirkungsvollen Persönlichkeit in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Landespolitik. Ingeborg Friede war eine beeindruckende Persönlichkeit und immer nah an den Menschen."
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Wir sind voller Trauer über den Verlust einer bedeutenden und wirkungsvollen Persönlichkeit in der Geschichte der nordrhein-westfälischen Landespolitik. Ingeborg Friede war eine beeindruckende Persönlichkeit und immer nah an den Menschen. Mit unermüdlichem Einsatz und mit der ganzen Kraft ihres politischen Wirkens hat sie sich über viele Jahre insbesondere für die Selbstständigkeit der Stadt Monheim am Rhein eingesetzt. Sie hat Verantwortung übernommen und mit großer Beharrlichkeit politische Mehrheiten für die kommunale Selbstverwaltung organisiert. Ihr Engagement für die Menschen vor Ort prägte ihre Heimatstadt nachhaltig und wirkt bis heute fort.
Ingeborg Friebe ist den Menschen immer auf Augenhöhe und mit großer Offenheit begegnet. Sie hat mit ihrer ruhigen, freundlichen, aber auch immer bestimmten Art für viele Frauen in der Politik Türen geöffnet. Als erste Bürgermeisterin der Stadt Monheim am Rhein und als erste Präsidentin des Landtags war sie Wegbereiterin und Vorbild und hat unsere Landesgeschichte damit entscheidend geprägt.
Ingeborg Friebe hat dabei immer vorgelebt, was gute Politik ausmacht: Sie hat den Menschen zugehört, gemeinsam nach Lösungen gesucht und Ausgleich geschaffen. Exemplarisch dafür steht ihr Einsatz für eine enge Partnerschaft mit Israel, den sie vor allem als Bürgermeisterin, aber auch als Landtagspräsidentin entschlossen vorangetrieben hat. Wir sind in Gedanken bei ihrer Familie und gedenken einer der prägendsten Frauen in unserer Landesgeschichte.“
Ingeborg Friebe wurde 1931 geboren und gehörte seit 1950 der SPD an. Sie begann ihre politische Laufbahn auf kommunaler Ebene und wurde 1969 in den Rat der Stadt Monheim am Rhein sowie in den Kreistag gewählt. 1975 zog sie in den Landtag Nordrhein-Westfalen ein, dem sie 20 Jahre lang angehörte. Dort setzte sie sich maßgeblich für die Wiedererlangung der Selbstständigkeit der Stadt Monheim am Rhein ein.
1976 wurde sie als erste Frau zur Bürgermeisterin der Stadt Monheim am Rhein gewählt und übte dieses Amt bis 1997 aus. Später war sie Vizepräsidentin des Landtags und von 1990 bis 1995 erste Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen. Für ihre Verdienste wurde sie unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und zur Ehrenbürgermeisterin der Stadt Monheim am Rhein ernannt. Anlässlich ihres 90. Geburtstages wurde ein Teil des Rathausplatzes in Monheim am Rhein in Ingeborg-Friebe-Platz umbenannt.
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