Minister Limbach würdigt einjähriges Bestehen der Zentralstelle zur Verfolgung von Finanzkriminalität

28. September 2026
Benjamin Limbach

Am Donnerstag, 24. September 2026, hat in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin am Abend die Fachveranstaltung zum Thema „Finanzkriminalität – Der Staat gegen die Milliarden-Betrüger“ stattgefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das einjährige Bestehen der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität in Nordrhein-Westfalen (ZeFin).

Justiz

Am Donnerstag, 24. September 2026, hat in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin am Abend die Fachveranstaltung zum Thema „Finanzkriminalität – Der Staat gegen die Milliarden-Betrüger“ stattgefunden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das einjährige Bestehen der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität in Nordrhein-Westfalen (ZeFin).

Vor etwas mehr als einem Jahr nahm die bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelte ZeFin ihre Arbeit auf und hat sich seitdem zu einem Erfolgsmodell bei der Bekämpfung der Finanzkriminalität entwickelt. In seiner Eröffnungsrede betonte Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach die gesellschaftliche Bedeutung einer konsequenten Strafverfolgung in diesem Bereich.

„Wer den Staat um Milliarden betrügt, gefährdet nicht nur den Haushalt, sondern stellt den Bestand unseres demokratischen, steuerfinanzierten Rechtsstaates in Frage“, erklärte Minister der Justiz Dr. Benjamin Limbach. „Die konsequente Verfolgung von Finanzkriminalität ist daher im Kern eine zutiefst soziale Frage und eine Frage der Gerechtigkeit“. Ein Rechtsstaat dürfe keine Doppelmoral kennen und müsse auch im Bereich der Wirtschaftskriminalität die Spielregeln für alle durchsetzen.

Mit der ZeFin hat die Landesregierung eine hochspezialisierte und personell stark ausgestattete Zentralstellte geschaffen, um gegen immer professioneller agierende Straftäter vorzugehen. Bereits im Gründungsjahr wurde in einer zweistelligen Anzahl an Ermittlungskomplexen ermittelt und erste Anklageerhebungen hatten mehrjährige Freiheitsstrafen zur Folge.

Um die unterschiedlichen Facetten der Finanzkriminalität zu beleuchten, diskutierten im Anschluss Expertinnen und Experten aus Politik und Praxis. Auf dem Podium nahmen unter der Moderation von Guido Schreiner, Leiter des Referats für Wirtschaftsstrafrecht im Ministerium der Justiz, die Bundestagsabgeordneten Tijen Ataoğlu (CDU/CSU-Fraktion) und Dr. Lena Gumnior (Bündnis 90/Die Grünen) Platz. Komplettiert wurde die Expertenrunde durch Mike Hegemann, stellvertretender Leiter der Abteilung Finanzkriminalität und Organisierte Kriminalität des Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität Nordrhein-Westfalen, und Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann, der als Leiter der Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Düsseldorf zugleich die Leitung der ZeFin innehat. 

Der Leiter der ZeFin, Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann, betonte die künftigen Anforderungen: „Wir dürfen nicht stillstehen. Die erfolgreiche Führung von Ermittlungen erfordert den unbedingten Willen, sich tief in hochkomplexe Verfahren einzuarbeiten. Mit der ZeFin haben wir dafür genau die richtige Einheit geschaffen. Der entscheidende Schlüssel zu unserem Erfolg ist das interdisziplinäre Zusammenspiel: Hier arbeiten Top-Juristen Hand in Hand mit erfahrenen Wirtschaftswissenschaftlern, kompetenten ITlern und akribischen Ermittlungsassistenten.“

Die hohe Bedeutung des nordrhein-westfälischen Prinzips der „zusammengeschobenen Schreibtische“ wurde einmal mehr deutlich. Mit der Spezialisierung der Staatsanwaltschaften und der ZeFin sowie den weiteren in der Legislaturperiode neu geschaffenen Zentralstellen ist Nordrhein-Westfalen auf dem richtigen Weg, um die Herausforderungen struktureller Kriminalität erfolgreich zu bewältigen.

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