Land erhöht Förderung für kirchliche Büchereien auf zwei Millionen Euro

500.000 Euro zusätzlich für die Modernisierung von Medien – Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Kirchliche Büchereien spielen wichtige Rolle bei kultureller Versorgung

2. Dezember 2019

Um die Arbeit der ehrenamtlich betriebenen Büchereien in kirchlicher Trägerschaft zu unterstützen, hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft bereits im Jahr 2018 im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur ein dreijähriges Förderprogramm in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro aufgelegt.

Kultur und Wissenschaft

Um die Arbeit der ehrenamtlich betriebenen Büchereien in kirchlicher Trägerschaft zu unterstützen, hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft bereits im Jahr 2018 im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur ein dreijähriges Förderprogramm in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro aufgelegt. In bisher drei Ausschreibungsrunden konnten bereits 619 Anträge zur Aktualisierung von Medienbeständen von rund 450 der mehr als 1.200 kirchlichen Büchereien in Nordrhein-Westfalen bewilligt werden. Aufgrund des Erfolges und der weiterhin großen Nachfrage wird das Förderprogramm um zusätzliche 500.000 Euro aufgestockt und um ein weiteres Jahr verlängert. Das gab Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am Montag (2. Dezember 2019) in Essen bekannt. Bis 2021 wird das Land damit insgesamt zwei Millionen Euro für die kirchlichen Büchereien zur Verfügung gestellt haben.
 
„Die Resonanz auf das Programm zeigt den großen Förderbedarf bei den kirchlichen Büchereien. Ich freue mich, dass wir mit einer weiteren Förderrunde nun noch mehr Einrichtungen in die Lage versetzen, ihre Bestände zu modernisieren und so ihre wichtige Rolle bei der kulturellen Grundversorgung besser wahrzunehmen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. „Unser Ziel ist es, die kirchliche Büchereiarbeit im Land großflächig zu stärken und zugleich das ehrenamtliche Engagement der zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu würdigen. Denn vor allem dank ihres Einsatzes können kirchliche Büchereien einem breiten Publikum wohnortnah und niedrigschwellig Zugang zu Literatur ermöglichen.“
 
„Wir sind dem Land Nordrhein-Westfalen sehr dankbar für diese wirksame Unterstützung der von den Kirchen getragenen öffentlichen Büchereien“, sagte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. „Diese Förderung ist eine starke Ergänzung zur kirchlichen Finanzierung der Büchereiarbeit. Gerade im ländlichen Raum, aber auch in Stadtvierteln ohne eine kommunale Bücherei sind unsere kirchlichen Einrichtungen oft der einzige Anbieter von Büchern, Zeitschriften und modernen elektronischen Medien. Vor Ort stärken kirchliche Büchereien Chancengleichheit und eröffnen dadurch gerade Kindern und Jugendlichen wichtige Perspektiven für ihren Werdegang. Besonders förderlich ist dabei die persönliche Begegnung mit unseren Ehrenamtlichen.“
 
Das Förderprogramm des Landes zielt darauf ab, die Medienangebote der Büchereien zu erweitern und zu modernisieren. Im Zentrum der Förderung steht die Anschaffung sogenannter Medienboxen für die zielgruppenspezifische Zusammenarbeit, etwa mit Kitas, Grundschulen und Seniorenheimen sowie die Aktualisierung der Bestände durch neue Bücher, E-Books oder multimediale Bilderbücher. Die Mittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die seit 2018 in bisher drei Förderrunden zur Verfügung standen, sind restlos ausgeschöpft worden. Für die nun zusätzlich in 2021 zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 500.000 Euro können die kirchlichen Büchereien in Nordrhein-Westfalen bis Ende November 2020 erneut über die kirchlichen Büchereifachstellen Anträge stellen.
 
Hintergrund:
Zwei evangelische und fünf katholische Büchereifachstellen in Nordrhein-Westfalen beraten und begleiten die Arbeit von mehr als 1.200 kirchlichen Büchereien, die von rund 13.500 Ehrenamtlichen betrieben werden. Gemeinsam mit jenen in kommunaler Trägerschaft leisten die Büchereien in kirchlicher Trägerschaft einen wesentlichen Beitrag zur Lese- und Sprachförderung sowie für die kulturelle Bildung. Viele kooperieren etwa mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, organisieren Lesungen und unterstützen Zugewanderte beim Spracherwerb.
 

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