Kabinett beschließt Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen

Staatssekretärin Andrea Milz: Bürgerschaftliches Engagement wird nachhaltig gestärkt

02. Februar 2021

Die Landesregierung hat in der Kabinettsitzung die Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen. In Nordrhein-Westfalen sind sechs Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar und gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders wichtig.

Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung hat in der Kabinettsitzung am Dienstag, 2. Februar 2021, die Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen beschlossen. In Nordrhein-Westfalen sind sechs Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar und gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders wichtig. Die Landesregierung möchte mit der Engagementstrategie dem Ehrenamt im Land neue Impulse geben, Rahmenbedingungen verbessern und noch mehr Bürgerinnern und Bürger für ein Engagement begeistern.
 
Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt: „Mit dieser Strategie wird es uns gelingen, in Nordrhein-Westfalen bürgerschaftliches Engagement nachhaltig zu stärken. Die Landesregierung leistet dazu ihren Beitrag und stellt zusätzliche finanzielle Mittel von 24 Millionen Euro bereit.“

24 Millionen Euro zusätzlich zur Stärkung des Ehrenamts 

Für die nächsten vier Jahre werden zusätzliche Mittel in Höhe von 24 Millionen Euro zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements zur Verfügung gestellt. Allein in diesem Jahr (2021) sollen daraus bereits vier Millionen Euro in die Umsetzung von vier Hauptprojekten fließen:
  1. Die Einrichtung einer Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement.
  2. Die Finanzierung eines Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches Engagement.
  3. Die Umsetzung eines Förderprogrammes zur Kleinstförderung „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“.
  4. Die Förderung von Qualifizierungsangeboten für Engagierte.
In der Engagementstrategie sind insgesamt 56 Ziele in neun Handlungsfeldern formuliert. Dazu gehören die Teilhabe für alle ermöglichen, Organisationen weiterentwickeln, Engagement anerkennen, Engagementlandschaft koordinieren und vernetzen, digitales Engagement voranbringen, Engagement von Unternehmen sichtbar machen und unterstützen sowie finanzielle Förderung engagementfreundlich gestalten.
 
Dabei greift die Landesregierung die dringendsten Bedarfe zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in Nordrhein-Westfalen auf, welche sie über die verschiedenen Beteiligungsformate hinweg immer wieder erreicht haben. Wichtig ist dabei die Stärkung von Informations- und Beratungsstrukturen sowie die Verbesserung von Koordination und Vernetzung. Auch der Wunsch nach möglichst unbürokratischen Förderverfahren und ergänzenden Angeboten zur Aus- und Weiterbildung für Engagierte spielen dabei eine Rolle. Die Engagementstrategie ist das Ergebnis eines über zweijährigen, breit angelegten Beteiligungsprozesses.
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Staatsekretärin Andrea Milz: „Durch die gesammelten Informationen gibt es jetzt ein Bild davon, was die Menschen im Land zum Thema Engagement bewegt. Diese Erkenntnisse sind in die Engagementstrategie eingeflossen. Da sie dem aktuellen Diskussionsstand entsprechen, sollten sie sukzessive weiterentwickelt und immer wieder mit den gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen abgeglichen werden.“
 
Im Rahmen des breit angelegten Beteiligungsprozesses wurden an 110 Standorten in allen Kreisen und kreisfreien Städten des Landes Interviews und Gespräche mit Engagierten geführt. In den fünf Regierungsbezirken wurde zusätzlich in themenoffenen Veranstaltungen und online zum Austausch eingeladen. Eine Steuerungsgruppe, die aus Repräsentantinnen und Repräsentanten der Zivilgesellschaft, Wirtschaft sowie staatlichen Organisationen und Institutionen bestand, und eine interministerielle Arbeitsgruppe haben den Prozess begleitet. Beide Gremien haben die Informationen der Bestandsaufnahme ausgewertet, nach Themen sortiert und sich dazu ausgetauscht.
 
Staatssekretärin Milz: „Eine Vielzahl von Akteuren im bürgerschaftlichen Engagement, in den Kommunen, Vereinen und Verbänden oder in der Wirtschaft sollten sich jetzt mit den Vorschlägen auseinandersetzen und prüfen, wo auch von ihnen etwas zum Gelingen beigetragen werden kann. Gemeinsam werden wir auch weiterhin das bürgerschaftliche Engagement in Nordrhein-Westfalen lebendig und bunt zu gestalten.“
 
Die Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen finden Sie unter: www.engagiert-in-nrw.de
 

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