Gesundheitsminister Laumann: Grippeimpfung schützt – besonders Menschen mit erhöhtem Risiko
Für Menschen aus den Risikogruppen kann eine Influenza lebensbedrohlich werden. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen. Die jährliche Grippeimpfung ist die wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer schweren Erkrankung zu senken.
Mit Beginn der Grippesaison steigt auch das Risiko für Influenza-Erkrankungen. Insbesondere bei bestimmten Risikogruppen kann die Erkrankung schwer verlaufen und zu Lungenentzündungen, Krankenhausaufenthalten oder sogar zum Tod führen.
Besonders gefährdet sind Menschen ab 60 Jahren, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie zum Beispiel des Herzens, der Lunge oder mit Diabetes. Auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
Für Menschen aus den Risikogruppen kann eine Influenza lebensbedrohlich werden. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen. Die jährliche Grippeimpfung ist die wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer schweren Erkrankung zu senken. Da sich die Influenzaviren kontinuierlich verändern, wird der Impfstoff jedes Jahr angepasst. Die Impfung sollte möglichst vor Beginn der Grippewelle erfolgen, kann aber auch während der Saison noch sinnvoll sein.
Influenza wird häufig mit einer Erkältung verwechselt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eine ernstzunehmende Viruserkrankung, die meist plötzlich beginnt und unter anderem hohes Fieber, starken Husten, Muskel- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägte Erschöpfung verursachen kann.
„Influenza ist weit mehr als eine starke Erkältung. Gerade bei älteren Menschen, chronisch kranken oder Schwangeren kann sie schwerwiegende Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen und sich impfen zu lassen“, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Auch Angehörige und enge Kontaktpersonen von Risikogruppen können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie sich selbst gegen Grippe impfen lassen. Ein wirksamer Schutz vor Influenza ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Rücksichtnahme im Alltag wie regelmäßiges Händewaschen, Husten und Niesen in die Armbeuge und das Vermeiden enger Kontakte bei Krankheitssymptomen kann dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen.
Dr. Dirk Spelmeyer und Anke Richter-Scheer, Dr. Frank Bergmann und Dr. Carsten König, Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe und Nordrhein: „Eine Impfung schützt nicht nur vor schweren Krankheitsverläufen, sondern entlastet auch die ambulante Versorgung in der kommenden Erkältungs- und Grippesaison. Wer sich impfen lässt, übernimmt Verantwortung für die eigene Gesundheit und trägt auch dazu bei, gefährdete Menschen zu schützen. Oktober und November bieten einen guten Zeitpunkt, um den Impfschutz für die kommenden Monate aufzubauen.“
Ingo Morell, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW): „Wer sich gegen Grippe impfen lässt, schützt nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch seine Mitmenschen, nicht zuletzt die eigene Familie, Kolleginnen und Kollegen. Aus diesem Grund unterstützen wir ausdrücklich die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und legen insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern nahe, ein betriebliches Impfangebot zu nutzen oder sich an anderer Stelle impfen zu lassen.“
Dr. Johannes Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Sven Dreyer, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen: „Wir empfehlen dringend, die Grippeimpfung rechtzeitig aufzufrischen. Die Praxen in Nordrhein und Westfalen-Lippe stehen bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Impfung kann gerade vulnerable Gruppen und pflegebedürftige Menschen vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Außerdem unterstützt sie maßgeblich dabei, das Gesundheitssystem zu entlasten. Ein konsequentes Durchführen von Impfungen ist nicht nur Selbstschutz, sondern verhindert auch das Übergreifen von gefährlichen Infektionskrankheiten auf andere. Nur eine hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung kann die Ausbreitung von Krankheiten effektiv verhindern. Es geht um den Schutz der Gesundheit für den Einzelnen und die Gesellschaft.“
Gabriele von Elsenau Overwiening, Präsidentin der Apotheker-kammer Westfalen-Lippe, Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein „Die Influenza-Impfung bietet doppelten Schutz: Sie senkt das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und reduziert die Gefahr, das Virus an andere weiterzugeben. Jede Impfung zählt. Deshalb bieten mittlerweile auch viele Apotheken vor Ort Grippeimpfungen an. Damit können und wollen sie mithelfen, die Impfquote in Deutschland zu erhöhen und Impflücken zu schließen.“
Hintergrund
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung aktuell insbesondere für folgende Risikogruppen:
Menschen ab 60 Jahre
Schwangere
Personen mit Vorerkrankungen wie z.B. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Diabetes
Menschen mit geschwächtem Immunsystem
Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie
alle, die im Gesundheitswesen arbeiten oder viel Kontakt zu anderen Menschen haben.
Grundsätzlich gilt: Jede Impfung hilft, die Ausbreitung des Grippevirus zu bremsen. Daher ist die Impfung auch für Personen möglich, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Viele Krankenkassen übernehmen die Impfung als freiwillige Zusatzleistung auch hier vollständig. Die Kostenübernahme sollte mit der jeweiligen Krankenkasse geklärt werden. Auch viele Arbeitgeber bieten die Impfung für ihre Beschäftigten an.
Da sich die Grippeviren jedes Jahr verändern, ist eine jährliche Impfung mit einem angepassten Impfstoff nötig. Die Impfempfehlung der STIKO und weitere Informationen finden Sie unter: https://www.mags.nrw/grippeschutzimpfung
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