„Gemeinsam verbunden“: Nordrhein-Westfalen stellt Motto seiner Präsidentschaft im Bundesrat vor
Ministerpräsident Wüst: Unsere Verbundenheit gibt uns Kraft und Zuversicht für eine gute Zukunft
Nordrhein-Westfalen wird am 1. November 2026 turnusgemäß die Bundesratspräsidentschaft von der Freien Hansestadt Bremen übernehmen. Zuvor richtet Bremen als Höhepunkt und Abschluss seiner Bundesratspräsidentschaft das offizielle Fest zum Tag der Deutschen Einheit vom 2. bis 4. Oktober 2026 aus, an dem Ministerpräsident Hendrik Wüst teilnehmen wird.
Nordrhein-Westfalen wird am 1. November 2026 turnusgemäß die Bundesratspräsidentschaft von der Freien Hansestadt Bremen übernehmen. Zuvor richtet Bremen als Höhepunkt und Abschluss seiner Bundesratspräsidentschaft das offizielle Fest zum Tag der Deutschen Einheit vom 2. bis 4. Oktober 2026 aus, an dem Ministerpräsident Hendrik Wüst teilnehmen wird. Die offizielle Wahl von Ministerpräsident Hendrik Wüst zum neuen Bundesratspräsidenten steht am 16. Oktober 2026 auf der Tagesordnung der Plenarsitzung des Bundesrates in Berlin.
Schon beim Tag der Deutschen Einheit findet traditionell die symbolische Staffelstabübergabe statt: Ministerpräsident Hendrik Wüst erhält am Samstag, 3. Oktober 2026, den Staffelstab der Bundesratspräsidentschaft vom Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Bei der Übergabe im Pavillon des Bundesrates stellt Nordrhein-Westfalen sein Motto für die Bundesratspräsidentschaft vor. Das Motto „Gemeinsam verbunden“ soll verdeutlichen, dass Zusammenhalt wesentlich zur Stärke des Landes beiträgt.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist ein Land, das mit seinen 18 Millionen Menschen viele Traditionen, Mentalitäten und Kulturen verbindet. Wir alle zusammen machen unser Land aus – ein starkes, weltoffenes und solidarisches Land. Wir schreiben das Miteinander groß: zwischen Alt und Jung, Stadt und Land, Arbeitern und Akademikern sowie digitaler und analoger Welt. Mit dem Motto ‚Gemeinsam verbunden‘ wollen wir in unserer Bundesratspräsidentschaft und vor allem beim Tag der Deutschen Einheit 2027 in Düsseldorf zeigen: Unser Zusammenhalt lebt von Menschen, die füreinander einstehen, Verantwortung übernehmen und sich für Heimat und Demokratie engagieren. Unsere Verbundenheit gibt uns Kraft und Zuversicht für eine gute Zukunft.“
Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund und Leiter der Landesvertretung in Berlin Dr. Matthias Roßbach: „Das Motto ‚Gemeinsam verbunden‘ versinnbildlicht auch die Arbeit der Länder im Bundesrat: Die Länder eint das Ziel, gemeinsam im Bundesrat die besten Lösungen für unser Land zu finden. Der Bundesrat steht für Kompromissfähigkeit und Konstruktivität. Damit leistet er einen bedeutsamen Beitrag für die Handlungsfähigkeit unseres Staates. Ein handlungsfähiger Staat, der Probleme anpackt und löst, ist wichtig für die Stabilität unserer Demokratie.“
Im nächsten Jahr wird Nordrhein-Westfalen die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit vom 1. bis 3. Oktober 2027 in der Landeshauptstadt Düsseldorf ausrichten. Traditionell steht dabei das öffentlich zugängliche und kostenfreie Bürgerfest mit einer Mischung aus Information, Kultur, Unterhaltung und Gastronomie im Mittelpunkt. Es präsentieren sich zum 37. Jahrestag der Wiedervereinigung die Länder, die Verfassungsorgane des Bundes sowie weitere Ausstellende, zum Beispiel ehrenamtlich tätige Vereine, Stiftungen und Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Das protokollarische Programm am 3. Oktober beginnt mit einem Ökumenischen Festgottesdienst. Darauf folgt ein Festakt mit anschließendem Empfang der Verfassungsorgane für die Bürgerdelegationen aus den Ländern. Am Bürgerfest nehmen jedes Jahr mehrere hunderttausende Besucherinnen und Besucher teil.
Über die Bundesratspräsidentschaft
Die Bundesratspräsidentschaft wechselt jedes Jahr zum 1. November. Damit beginnt das neue Geschäftsjahr der Länderkammer. Der Turnus beginnt gemäß einer Vereinbarung von 1950 mit dem Regierungschef oder der Regierungschefin des Landes mit den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern. So soll die Besetzung des Amtes unabhängig von wechselnden Mehrheitsverhältnissen und parteipolitischen Erwägungen erfolgen. Der erste Präsident in der Geschichte des Bundesrates kam demzufolge aus Nordrhein-Westfalen – es war Ministerpräsident Karl Arnold zwischen September 1949 und September 1950.
Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen den Vorsitz in den Jahren 2010/2011 in Person von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft inne. Vom 1. November 2026 bis 31. Oktober 2027 wird das Land die Präsidentschaft des Bundesrates erneut ausfüllen. Turnusgemäß steht der nächste Vorsitz danach erst in den Jahren 2042/43 an. Von 1949 bis 2000 hatte der Bundesrat seinen Sitz in der Bundesstadt Bonn.
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