Bau-Turbo für die Verteidigung: Minister Dr. Optendrenk besucht NATO-Standort in Uedem

Das Volumen des militärischen Bundesbaus in Nordrhein-Westfalen steigt weiter: Für die Jahre 2026 bis 2029 plant die Bauverwaltung mit insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro

9. Oktober 2026
Generalmajor Michael Hogrebe, Minister Dr. Marcus Optendrenk und Oberst Siegfried Otto stehen umringt von den Flaggen der NATO-Mitgliedsstaaten vor der Kaserne Uedem

Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk hat die Kaserne am Freitag, 9. Oktober 2026, besucht.

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Nordrhein-Westfalen liegt im Herzen Europas und übernimmt damit eine besondere Rolle für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und des NATO-Bündnisses. Das gilt für Verkehrswege und Truppenbewegungen ebenso wie für militärische Führungs- und Verteidigungsinfrastruktur. Ein wichtiger Standort dafür ist Uedem am Niederrhein. Hier befinden sich unter anderem das Combined Air Operations Centre der NATO, das Nationale Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum und das Weltraumkommando der Bundeswehr.

Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk hat die Kaserne am Freitag, 9. Oktober 2026, besucht. „Unsere Sicherheit braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Uedem zeigt sehr konkret, was das bedeutet“, erklärt er. „Von hier aus wird der Luftraum über Europa überwacht – und sogar der Weltraum. Wer den Blick so weit nach oben richtet, braucht am Boden ein stabiles Fundament. Nordrhein-Westfalen trägt dazu bei, dass die notwendige Infrastruktur dafür bereitsteht. Das ist eine wichtige Aufgabe und eine große Verantwortung.“

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) baut im Auftrag des Bundes auf militärischen Liegenschaften. Und das im Rahmen der Zeitenwende in immer größerem Maßstab, denn das militärische Bauvolumen wächst erheblich: Für die Jahre 2026 bis 2029 sind im militärischen Bundesbau insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro vorgesehen. Gegenüber den realisierten rund 750 Millionen Euro der Jahre 2022 bis 2025 hat sich das geplante Volumen damit mehr als verdoppelt.

Ein Teil dieser Aufgaben betrifft unmittelbar die NATO. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen betreut derzeit 15 Liegenschaften, auf denen Bauvorhaben für die NATO gebaut werden und setzt dort insgesamt 235 Bauvorhaben um. Im Jahr 2026 entfallen rund 37 Millionen Euro und damit rund 15,5 Prozent des militärischen Bauvolumens unmittelbar auf Vorhaben der NATO. Bis 2029 könnte dieses jährliche Volumen nach derzeitiger Planung auf knapp 100 Millionen Euro steigen.

„Nordrhein-Westfalen ist für die NATO nicht nur geografisch von besonderer Bedeutung. Das Bündnis braucht hier leistungsfähige Standorte und eine moderne Infrastruktur. Genau daran arbeiten wir. Die steigenden Investitionen zeigen, dass die Anforderungen wachsen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen diese Vorhaben verlässlich und mit hohem Qualitätsanspruch sowie hohem Tempo voranbringen“, so Minister Dr. Optendrenk.

Wie konkret diese Aufgabe ist, zeigt Uedem. Allein auf der Luftverteidigungsanlage werden derzeit 20 Bauvorhaben betreut. Vier weitere Vorhaben der NATO sind bereits absehbar. Für das Jahr 2026 liegt das geschätzte Bauvolumen am Standort bei rund neun Millionen Euro. In den Jahren 2028 bis 2029 rechnet die Bauverwaltung mit jährlich 19 bis 23 Millionen Euro.

Zu den größten Vorhaben gehört der Neubau eines Gefechtsstands für NATO-Luftoperationen mit einem Gesamtbauvolumen von rund 92 Millionen Euro. Hinzu kommen unter anderem ein Bürogebäude einschließlich Anbau mit einem Gesamtvolumen von rund 51 Millionen Euro sowie ein neues Wirtschaftsgebäude für rund neun Millionen Euro.

Auch die nahe gelegene Radarstation Marienbaum ist Teil der militärischen Infrastruktur in Uedem. Dort wird der Radarturm für ein neues Radarsystem umgebaut und technisch ertüchtigt. Das Bauvolumen beträgt rund 21 Millionen Euro. Die Arbeiten betreffen unter anderem Elektrik, Brandschutz und technische Gebäudeausstattung und sollen nach derzeitiger Planung 2028 abgeschlossen werden.

Um das wachsende Bauprogramm zu bewältigen, hat Nordrhein-Westfalen seine Strukturen im Bundesbau neu ausgerichtet. Mit der Reform „Ein Bundesbau NRW“ hat das Land bislang verteilte Zuständigkeiten gebündelt. In der neuen Bundesbauniederlassung des BLB NRW arbeiten rund 450 Beschäftigte daran, die Vorhaben des Bundes voranzubringen. Eine Taskforce im Ministerium der Finanzen, bringt zudem Entscheidungsträger von Land und Bund zusammen, um Abstimmungen zu beschleunigen und Hindernisse schneller zu lösen. Auch die Landesbauordnung wurde angepasst, damit militärische Bauvorhaben einfacher genehmigt werden können.

Hinweis: Fotos vom Besucher Minister Dr. Optendrenks in der Kaserne in Uedem können Sie hier herunterladen: www.url.nrw/Uedem.

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