Ministerin Mona Neubaur händigt den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 14 Persönlichkeiten aus
Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur wird am Freitag, 6. November 2026, den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 14 Persönlichkeiten aushändigen. Mit dem Landesverdienstorden ehrt die Landesregierung traditionell gesellschaftlich besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihre herausragenden Verdienste am Gemeinwohl und am Land Nordrhein-Westfalen.
Hierzu laden wir Sie herzlich ein:
Zeit: Freitag, 6. November 2026, 14.30 Uhr
Ort: Staatskanzlei, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Hinweis:
Wir bitten um Anmeldung bis Donnerstag, 5. November 2026, 16.00 Uhr, unter presse@stk.nrw.de.
Den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten folgende Persönlichkeiten:
Wilfried Berger aus Kreuztal
Wilfried Berger hat seit den siebziger Jahren die musikalische Leitung der Jagdhornbläsergruppen Fürst-Pless-Horn in Kreuztal und Esshörner in Kreuztal und Hickengrund übernommen und erfolgreich zu zahlreichen musikalischen Höhepunkten geführt. Als Bläserchor-Richter trägt er dazu bei, die Leistungen der Jagdhornbläsergruppen zu beurteilen und zu fördern. Von 1998 bis 2009 hat Wilfried Berger zunächst die stellvertretende Leitung und später die Leitung des Hegerings Kreuztal übernommen. Sein jahrzehntelanges Wirken hat die Jagd und das Brauchtum in Kreuztal geprägt.
Heinz-Ludwig Bücking aus Dortmund
Seit 1987 ist Heinz-Ludwig Bücking Mitglied des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier. Mit großer Ausdauer und Sachkenntnis setzt er sich im Verein dafür ein, die Spuren des frühen Bergbaus zu sichern und historische Anlagen zu erhalten. Seit über 25 Jahren leitet er den Arbeitskreis Dortmund und engagiert sich im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Sein Ziel ist es, die Geschichte des Steinkohlenbergbaus lebendig zu halten und an kommende Generationen weiterzugeben.
Beatrice Bülter aus Köln
Beatrice Bülter setzt sich mit großem Engagement zunächst als Geschäftsführerin, später als geschäftsführender Vorstand für die Kölner Grün Stiftung ein. Die Stiftung hat den Zweck, Kölns Grünflächen zu bewahren und zu erweitern. Ein bemerkenswertes Projekt ist der „Grüngürtel Impuls Köln 2012“, mit dem ein bedeutender Erholungs-, Natur- und Klimaraum für die Zukunft gestärkt worden ist. Das Projekt „1000 Bäume für Köln“ der Stiftung ist 2018 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt worden.
Rüdiger Frohn aus Gevelsberg
Rüdiger Frohn hat als Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei die Arbeit der Ministerien koordiniert und Ministerpräsidenten beraten. Sein Name ist eng mit dem Strukturwandel im Ruhrgebiet verknüpft. Rüdiger Frohn war maßgeblich daran beteiligt, Strukturen aufzubauen und das Potential von Wissenschaft, Bildung, Wirtschaft und Kultur zu stärken. Unter Bundespräsident Rau war Rüdiger Frohn Chef des Bundespräsidialamtes. Von 2006 bis 2021 war er Vorsitzender des Beirates der Stiftung Mercator. Darüber hinaus war er in verschiedenen weiteren Stiftungen und Vereinen engagiert.
Hans-Joachim Hering aus Düsseldorf
Hans-Joachim Hering hat als Präsident des Unternehmerverbandes Handwerk NRW und als Vizepräsident des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstages das Handwerk in Nordrhein-Westfalen nachhaltig geprägt. Seit über einem Jahrzehnt bringt er seine Erfahrung im Vorstand der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen ein. Vor allem für junge Menschen hat er durch wichtige Impulse in der Ausbildung Perspektiven geschaffen, die das Handwerk attraktiv und zukunftsfähig gestalten.
Heinrich Kahlert aus Duisburg
Heinrich Kahlert engagiert sich seit 45 Jahren ehrenamtlich. Über viele Jahre hinweg war er, auch als Vorsitzender, im Pfarrgemeinderat seiner Heimatpfarrei St. Hildegard in Duisburg tätig und beteiligt sich bis heute aktiv an dessen Arbeit, unter anderem bei der Organisation des jährlichen Pfarrfestes. Besonders am Herzen liegen ihm Kinder und Jugendliche. Als Vorsitzender des Vereins „Die Arche – Raum für Kinder e. V.“ setzt er sich zudem für deren Wohl ein und unterstützt eine wichtige Anlaufstelle für Kinder und Familien in Duisburg.
Klaus Kaja aus Xanten
Als Verwaltungsangestellter der Stadt Xanten ist Klaus Kaja in verschiedenen Ämtern und als Vorsitzender des Personalrats tätig gewesen. Die St. Pantaleon Schützenbruderschaft Lüttingen 1721 e.V. kann seit 1994 als aktives Mitglied auf ihn zählen. Seit 2006 setzt er sich als stellvertretender Kompanieführer und Schriftführer für die Schützenbruderschaft ein. 2010 hat Klaus Kaja den Vorsitz des Heimat- und Bürgervereins übernommen. Untrennbar mit seinem Namen verbunden ist unter anderem die Ausgestaltung der Fischerhütte zu einem kleinen Dorfmuseum.
Professor Karl Karst aus Köln
Professor Karl Karst gründete 1996 den Projektkreis Schule des Hörens. Aus dieser Initiative sind Projekte hervorgegangen, die Kindern das Hören auf spielerische Weise näherbringen. Durch die folgende Gründung der „Initiative Hören“ ist ein bundesweit bedeutender, branchenübergreifender Zusammenschluss entstanden, der das Thema Hören aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in die Öffentlichkeit trägt. 2011 gründete er die gemeinnützige Stiftung Hören. Mit dem Netzwerk der Kulturpartner NRW hat er dazu beigetragen, die kulturelle Vielfalt des Landes sichtbarer und für mehr Menschen zugänglich zu machen.
Alice Klein aus Monschau
Alice Klein engagiert sich seit jungen Jahren für bedürftige Menschen. Aus diesem Engagement heraus gründete sie den gemeinnützigen Verein „Hoffnung schenken“. Mit ihrem Verein unterstützt sie Menschen in Monschau und Umgebung sowie überregional und international. Die Hilfsangebote umfassen Kleiderspenden, Weihnachtsgeschenke für Seniorinnen und Senioren, Ferienfreizeiten, die Bereitstellung von Schulmaterialien und die Unterstützung von Menschen in finanziellen Notlagen. Darüber hinaus organisiert der Verein internationale Hilfstransporte.
Paul Kröfges aus Windeck
Paul Kröfges Lebenslauf ist durch langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik und im Umwelt- und Naturschutz geprägt. Dabei verband er beide Bereiche immer wieder miteinander. Er leitete die Dorfgemeinschaft Merten in Eitorf-Merten und brachte während seiner langjährigen Tätigkeit im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises wichtige Initiativen, insbesondere im Gewässerschutz, auf den Weg. Seit 1979 engagiert er sich im BUND. Dort ist er bis heute als Sprecher und Schatzmeister der BUND-Regionalgruppe Köln tätig. Von 2007 bis 2013 war er Landesvorsitzender des BUND Nordrhein-Westfalen.
Jutta Kruft-Lohrengel aus Oberhausen
2013 wurde Jutta Kruft-Lohrengel die erste weibliche Präsidentin der Industrie- und Handelskammer. Zwölf Jahre lang stand sie an der Spitze der IHK und setzte sich mit Nachdruck für die Unternehmen der Region und für bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein. Besonders am Herzen lag ihr die nächste Generation. Ihr Ziel war es, jungen Menschen Chancen zu eröffnen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu schaffen und dazu beizutragen, dass Beruf und Familie besser miteinander vereinbar sind. Sie war ebenfalls Vizepräsidentin im Vorstand der IHK NRW sowie im Vorstand und Präsidium des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Ihr Einsatz für den Wirtschaftsstandort war immer verbunden mit intensivem gesellschaftlichem Engagement.
Alfons Nagel aus Hamm
Mitte der siebziger Jahre hat Alfons Nagel Verantwortung für Eulen, Greifvögel und gefährdete Vogelarten übernommen. Es ist ihm im Laufe der Zeit mit der Schaffung von Brut- und Nistplätzen gelungen, in Hamm die Zahlen der Brutbestände von verschiedenen bedrohten Vogelarten deutlich anzuheben. Sein Engagement hat praktisches Handeln mit großer Sachkenntnis verbunden. Mit dem Kartieren, Beringen und dem systematischen Erfassen der Vogelbestände hat er eine wissenschaftliche Datengrundlage geschaffen, mit der Schutzmaßnahmen geplant und die Artenvielfalt überwacht werden können. Viele Jahre lang hat Alfons Nagel das Amt des Landschaftswächters engagiert ausgefüllt.
Hamidiye Ünal aus Köln
Hamidiye Ünal war Psychologin sowie Verhaltens- und Traumatherapeutin. Im Kölner Therapiezentrum für Menschen nach Flucht und Folter des Caritasverbandes behandelte und unterstützte sie traumatisierte Geflüchtete. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die kultursensible Psychotherapie, für die sie sich auch auf nationalen und internationalen Fachkongressen einsetzte. Sie war Gründungsmitglied der Vereinigung für türkischsprachige Psychotherapie und psychosoziale Beratung und engagierte sich in der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer. Bis heute setzt sie sich insbesondere für Frauen und Familien mit Fluchtgeschichte ein.
Augin Yalcin aus Rheda-Wiedenbrück
Augin Yalcin kam 1987 mit seiner Familie als Asylsuchender nach Deutschland. Heute unterrichtet er an öffentlichen Schulen in Rheda-Wiedenbrück syrisch-orthodoxe Religion. Bei der Einführung des syrisch-orthodoxen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000 wirkte er maßgeblich an der inhaltlichen Ausgestaltung mit und übernahm anschließend die Landeskoordination für den syrisch-orthodoxen Religionsunterricht. In der Kirchengemeinde St. Johannes Apostel in Rheda-Wiedenbrück unterrichtet er syrisch-orthodoxe Liturgie, Sprache und Gesänge und arbeitet eng mit dem Kirchenvorstand zusammen.
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