Ministerpräsident Hendrik Wüst verleiht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 16 Persönlichkeiten

24.08.2026
14:00
Düsseldorf
Der Landesverdienstorden von oben fotografiert

Anlässlich des 80. Landesgeburtstages wird Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag, 24. August 2026, den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen an 16 Persönlichkeiten verleihen. Traditionell ehrt die Landesregierung mit dem Landesverdienstorden gesellschaftlich besonders engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihre herausragenden Leistungen für das Land Nordrhein-Westfalen und seine Menschen.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein: 

Zeit:   Montag, 24. August 2026, 14.00 Uhr

Ort:    Staatskanzlei, Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf

Hinweis:

Wir bitten um Anmeldung bis Freitag, 21. August 2026, 12.00 Uhr, unter presse@stk.nrw.de.

Den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten folgende Persönlichkeiten:

Magdalene (Lena) Arndt

Lena Arndt hat 1980 gemeinsam mit Mitstreiterinnen den Trägerverein des Frauenhauses Paderborn gegründet und sich seitdem für den Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt eingesetzt. Als Diplom-Sozialarbeiterin hat sie bei der Aidshilfe Paderborn HIV-positive Frauen und ihre Angehörigen beraten und begleitet. Darüber hinaus hat sie sich im Vorstand der Aidshilfe, in der Landeskommission AIDS und für die Vernetzung von Selbsthilfegruppen engagiert.

Monika Bartsch

Monika Bartsch hat als Oberbürgermeisterin von Mönchengladbach von 1998 bis 2004 die Stadtentwicklung entscheidend mitgeprägt. Mit der Bewerbung der Stadt als Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 und der erfolgreichen Ausrichtung der Hockey-WM hat sie wichtige Impulse für den Sportstandort gesetzt. Seit rund 20 Jahren engagiert sie sich als Vorsitzende der Mönchengladbacher Tafel für die Versorgung von inzwischen rund eintausend Haushalten und für zahlreiche soziale Projekte.

Bernhard Conin

Bernhard Conin hat als ehemaliger Geschäftsführer der Koelncongress GmbH den Veranstaltungsstandort Köln gestärkt. Seit 1986 engagiert er sich für das Kölner Brauchtum und hat als Vorsitzender des „Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums e.V.“ die Schull- und Veedelszöch zukunftsfest aufgestellt. Zudem hat er mit neuen Formaten wie dem Weihnachtssingen im Rathaus neue Begegnungsräume geschaffen.

Monika Düker

Monika Düker hat als langjährige Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion die Landespolitik in Nordrhein-Westfalen geprägt. Fast 16 Jahre hat sie sich als flüchtlingspolitische Sprecherin für faire Asylverfahren, Sprachförderung und bessere Unterbringung eingesetzt. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Landtag engagiert sie sich für wohnungslose, alte und hilfsbedürftige Menschen im Kuratorium der Franziskanischen Stiftung Johannes Höver.

Veronica Ferres

Veronica Ferres hat als Schauspielerin den deutschen Film geprägt und Nordrhein-Westfalen als Kulturstandort international vertreten. Auch als Produzentin blieb sie ihrer Heimat verbunden. Wiederholt fanden Dreharbeiten für ihre Produktionen in Nordrhein-Westfalen statt. Seit vielen Jahren engagiert sie sich als Schirmherrin der Arche Kinderstiftung sowie des Bergischen Kinder- und Jugendhospizes Burgholz für benachteiligte und schwerkranke Kinder. Darüber hinaus setzt sie sich mit ihren Kinderbüchern für den Schutz und die Stärkung von Kindern ein.

Albert Gerding

Albert Gerding gehört seit mehr als 50 Jahren dem Sportverein „DJK BW Lavesum“ an. Als Vorsitzender hat er von 2004 bis 2026 die Entwicklung des Vereins geprägt, den Ausbau der Vereinsanlagen vorangetrieben und die Sanierung der Sportplätze ermöglicht. Mit seinem Engagement hat er den Verein zu einem wichtigen Treffpunkt für das Gemeindeleben gemacht.

Dr. Philipp Freiherr Heereman von Zuydtwyck

Dr. Philipp Freiherr Heereman von Zuydtwyck hat von 2009 bis 2025 als Vorsitzender des Waldbauernverbandes Nordrhein-Westfalen die Interessen der privaten Waldbesitzerinnen und -besitzer vertreten und den Verband durch die Folgen von Stürmen, Klimawandel und strukturellen Veränderungen geführt. Als Mitglied des Deutschen Forstwirtschaftsrates hat er den Austausch zwischen Forstwirtschaft, Politik und Verbänden mitgestaltet. Zudem engagiert er sich seit mehr als 20 Jahren im Rat der Stadt Hörstel.

Lothar Hörning

Lothar Hörning hat im Jahr 2000 die KG Regenbogen e.V. mitgegründet und den Düsseldorfer Karneval um ein starkes Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz bereichert. Als Präsident der Prinzengarde Blau-Weiss und des Comitee Düsseldorfer Karnevals hat er das Brauchtum weiterentwickelt und neue Impulse gesetzt. Zudem unterstützt er mit großem Engagement die Düsseldorfer Aidshilfe und weitere soziale Projekte.

Arndt G. Kirchhoff

Arndt G. Kirchhoff hat die KIRCHHOFF-Unternehmensgruppe erfolgreich international ausgerichtet und zu einem führenden Unternehmen der Automobilzulieferindustrie weiterentwickelt. Als Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie sowie als Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen und des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen hat er die Wirtschaftspolitik in Nordrhein-Westfalen und Deutschland maßgeblich mitgestaltet. Darüber hinaus engagiert er sich für Wissenschaft, Bildung und den Wirtschaftsstandort Südwestfalen.

Ralf König

Ralf König hat als Autor und Comiczeichner mit seinen gesellschaftskritischen Cartoons Debatten über Sexualität, Religion, Politik und Rollenbilder angestoßen. Seit den 1980er Jahren hat er mit seinen Comics zur sexuellen Aufklärung beigetragen und Tabus aufgebrochen. Mit seinem Engagement für Kunstfreiheit und Menschenrechte hat er zudem gesellschaftliche Verantwortung übernommen.

Thomas Kutschaty

Thomas Kutschaty engagiert sich seit vier Jahrzehnten in der Kommunal- und Landespolitik, unter anderem als Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen sowie als Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Darüber hinaus setzt er sich als Vorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Nordrhein-Westfalen und für den Deutschen Kinderschutzbund in Essen, für Erinnerungskultur und den Schutz von Kindern und Familien ein.

Norbert Mering

Norbert Mering hat seit Ende der 1970er Jahre die Kommunalpolitik in Essen mitgestaltet und sich für die Gründung der Realschule Überruhr eingesetzt. Als Vorsitzender der Überruhrer Bürgergesellschaft hat er das Stadtteilleben geprägt. Als Imker vermittelt er bis heute die Bedeutung von Bienen für Artenvielfalt und Umwelt.

Franz Müntefering

Franz Müntefering hat über sechs Jahrzehnte die Politik in Nordrhein-Westfalen und Deutschland geprägt – unter anderem als Landes- und Bundesminister sowie in führenden Funktionen der SPD. Als Vorsitzender der BAGSO hat er die Interessen älterer Menschen gestärkt. Als Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes setzt er sich für soziale Projekte, Pflege und den Schutz von Einsatzkräften ein.

Susanne Saage

Susanne Saage hat nach der Leukämie-Erkrankung ihres Sohnes Moritz im Jahr 2004 die „Aktion Löwenmama“ gegründet. Mit ihrem Team erfüllt sie schwer erkrankten Kindern und ihren Geschwistern Weihnachtswünsche und unterstützt rund 80 Kliniken und Hospize in ganz Deutschland. Durch ihr Engagement schenkt sie betroffenen Familien Hoffnung und besondere Momente in schwierigen Zeiten.

Professor Dr. Dr. Thomas Sternberg

Professor Thomas Sternberg hat als Leiter des Franz-Hitze-Hauses, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Präsident der Kunststiftung NRW Bildung, kirchlichen Dialog und Kultur nachhaltig geprägt. Mit seinem Einsatz für den Synodalen Weg, die Erinnerung an jüdisches Leben in Deutschland sowie für Kunst und Kultur hat er das Gemeinwohl in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus in besonderer Weise gefördert. 

Anja Weber

Anja Weber hat als erste Frau an der Spitze des DGB Nordrhein-Westfalen die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten und die Gewerkschaften enger zusammengeführt. Von 2017 bis 2025 hat sie als Vorsitzende den Dialog mit Politik, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen gestärkt. Besonders hat sie sich für Mitbestimmung, ehrenamtliches Engagement und mehr Frauen in verantwortlichen Positionen eingesetzt.

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