Einsamkeit
Viele Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden unter Einsamkeit, einem Phänomen, das alle Generationen und Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen betrifft. Die Folgen von Einsamkeit sind vielfältig, von Depressionen bis hin zu Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Schäden. Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema, zu wissenschaftlichen Definitionen und zum Fünf-Säulen-Modell, mit dem sich die Landesregierung der Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen entgegenstellt.
Initiativen und Angebote gegen Einsamkeit
Hier finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten und Initiativen in Nordrhein-Westfalen. Damit haben Sie eine Anlaufstelle auch in Ihrer Nähe.
| Angebot | Institution | Ort | PLZ | Straße und Hausnummer | Telefon-Nr. | Webseite | Zielgruppe | Kategorie | Beschreibung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Agenda Älterwerden in Emsdetten | Stadt Emsdetten | Emsdetten | 48282 | Am Markt 1 | 02572 922 251 | Webseite | - | - |
Die Agenda Älterwerden ist ein Beteiligungsprojekt für ältere Menschen mit vielen selbst organisierten Angeboten unterschiedlicher Arbeitsgruppen (Setz dich dazu, Geh nicht allein; Tanz mit; Probier‘s doch mal mit Philosophieren; Boule, Billard; Schach; Lass uns Wandern; Gemeinsam ins Digitale Netz; Was gibt es schon?). Ergänzt wird das Angebot der Gruppen mit zusätzlichen Projekten wie Männerkochkursen, einem Angebot in der Anlaufstelle an Heiligabend, Grillabenden, etc. Es gibt eine Anlaufstelle in zentraler Innenstadtlage. Der Agenda Prozess hat von Anfang an konsequent auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Weiter verfolgt werden nur Vorhaben, die von den Beteiligten eingebracht werden und bei denen sich eine oder mehrere Personen bereit erklären, an der Umsetzung mitzumachen bzw. diese zu organisieren. Das führt dazu, dass Motivation, Interesse am Prozess und aktive Beteiligung hoch bleiben. Die Stadt Emsdetten unterstützt den Prozess finanziell und personell. |
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| Diverse Kurse | Evgl. Familien- & Erwachsenenbildung | Oberhausen | 46045 | Marktstr.154 | 0208 85008431 | Webseite | - | - |
Wir bieten den Menschen unterschiedliche Möglichkeiten sich zu treffen. Es gibt Kurse mit vielen Treffen, wie Näh- und Malkurse oder auch einzelne Kochtreffs. Natürlich sind Bewegungsangebote dabei und auch das Gedächtnistraining. Einen genauen Überblick gibt unsere Webseite oder gerne beraten wir die Menschen gerne am Telefon. |
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| Aktiven Senioren Siegburg | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen | Siegburg | 53721 | Humperdinckstraße 44 | 02241 60931 | Webseite | - | - |
Die Aktiven Senioren aus Siegburg sind eine ehrenamtliche Initiative der Johanniter. Aktive Ruheständler mit Berufs- und Lebenserfahrung helfen anderen Senioren. |
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| Aktive Senioren Bad Honnef | Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen | Bad Honnef | 53604 | Bahnhofstraße 2B | 02224 97639400 | Webseite | - | - |
Die Aktiven Senioren aus Bad Honnef sind eine ehrenamtliche Initiative der Johanniter. Aktive Ruheständler mit Berufs- und Lebenserfahrung helfen anderen Senioren. |
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| Fit und Mobil 50+ | Integrationsagentur DRK Baesweiler | Baesweiler | 52499 | Emil-Mayrisch-Straße 20 | 02401 603 7238 | - | - |
„Fit und Mobil 50+“ wöchentlich nehmen 19 Personen an dem Angebot "Walkinggruppe" teil. |
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| Boule für Seniorinnen und Senioren | Integrationsagentur DRK Baesweiler | Baesweiler | 52499 | Emil-Mayrisch-Straße 20 | 02401 6037238 | - | - |
Wöchentliches Boule Angebot für über 20 Teilnehmende (60+ Jahren) mit und ohne Migrationshintergrund + Fluchterfahrung. |
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| MigrART | Jugendkunstschule Herne e.V. | Herne | 44653 | Dorstener Straße 476 | 02325 977141 oder 0176 41787759 | Webseite | - | - |
Jeden Dienstag von 15.00 – 16.30 Uhr haben Kinder und Jugendliche im Alter von 6‐16 Jahren die Möglichkeit bei uns kostenlos kreativ zu werden. Zwei Kunstschaffende stehen den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite. Ob Töpfern, Malen, Zeichnen, Graffiti, Basteln und Bauen oder auch Musik machen, hier ist alles möglich. |
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| HAGAR-Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende die im Raum Herne leben | HAGAR-Unterstützungsangebot für Alleinerziehende die im Raum Herne leben | Herne | 44625 | Lutherstraße 1 | 0152 567 900 09 | Webseite | - | - |
Die HAGAR-Selbsthilfegruppe trifft sich an jedem zweiten Freitag im Monat von 12-13:30 Uhr. |
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| HAGAR-Frauencafé für Frauen aus aller Welt | HAGAR Unterstützungsangebot für Alleinerziehende die im Raum Herne leben | Herne | 44625 | Lutherstraße 1 | 0152 567 900 09 | Webseite | - | - |
Das HAGAR-Frauencafé findet an jedem ersten Mittwoch im Monat von 9:30-11:30 Uhr statt. |
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| Erzählbänke | Seniorenbüro der Stadt Warendorf | Warendorf | 48231 | Lange Kesselstraße 4-6 | 02581 54 1506 | Webseite | - | - |
Mit der Aufforderung „Erzähl mir was!“, die gut sichtbar auf einem Kissen zu lesen ist, leihen geschulte Ehrenamtliche auf Sitzbänken im öffentlichen Raum fremden Menschen Ihr Ohr, um denjenigen Gehör zu verschaffen, die sonst nicht gehört werden. |
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10.12.2024
Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit
Am Dienstag, 10. Dezember 2024, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung den ersten Aktionsplan gegen Einsamkeit verabschiedet. Unter dem Titel „Du+Wir=Eins – Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“ bündelt der Aktionsplan Maßnahmen gegen Einsamkeit aller Ministerien der Landesregierung. Ministerpräsident Wüst hat den Aktionsplan gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Luhmann, Einsamkeitsforscherin an der Ruhr-Universität Bochum, vorgestellt. Mehr erfahren
03.04.2024
Rikscha fahren, wertvolle Gespräche führen, neue Beziehungen entstehen lassen: Das alles bietet das Projekt „Flaniermobil – Radeln ohne Alter“ der Caritas Aachen. Ehrenamtliche Piloten fahren Seniorinnen und Senioren sowie andere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können, an ihr Ziel. Gemeinsam sammeln Passagiere und Piloten im Flaniermobil schöne Stunden – da bleibt keine Zeit für Einsamkeit.
27.02.2024
Um ältere Menschen in Kontakt und in einen Austausch zu bringen und gleichzeitig bereits die Jüngsten in unserer Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren, engagiert sich das Malteser-Projekt „Alter Falter“ in Münster gegen Einsamkeit. Ein gelungenes Beispiel für Unterstützung, Aufklärung und Kontaktaufnahme und nur eine von vielen Initiativen gegen Einsamkeit in Nordrhein-Westfalen.
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„Einsam kann sich jeder fühlen, unabhängig von Alter und Einkommen, vom Geschlecht oder sogar davon, wie viele Menschen man um sich herum hat.
Die wenigsten reden darüber, einsam zu sein und darunter zu leiden. Es scheint, als haftet dem Thema ein Stigma an. Mit gravierenden Folgen.“
– Ministerpräsident Hendrik Wüst
Definition von Einsamkeit
Eine der renommiertesten Einsamkeitsforscherinnen, Frau Prof. Dr. Luhmann definiert Einsamkeit wie folgt: „Einsamkeit wird definiert als eine wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen.“
Man kann zum Beispiel allein sein, aber nicht einsam, aber auch unter Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen. Es kommt immer auf die Qualität der Verbindungen an.
Risikofaktoren
Erst in jüngster Zeit werden in der Einsamkeitsforschung neben individuellen Faktoren, die Einsamkeit auslösen können, zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut, Migrationshintergrund, Partnerlosigkeit, einfache Bildung und gesundheitliche Einschränkungen, auch räumliche Faktoren (zum Beispiel Mangel an Grünflächen, Freizeitangeboten) in den Blick genommen. Einsamkeit ist ein Phänomen, das alle Menschen betreffen kann. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.
Als Beschleuniger der Entwicklung kann die Covid-19 Pandemie gesehen werden. Während des ersten Lockdowns kam es beispielsweise zu einem sprunghaften Anstieg der einsamen Menschen in Deutschland. Während dieses Zeitraums waren 40, 1 Prozent der Menschen in Deutschland manchmal einsam.
Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren weiter zu erforschen.
Von Einsamkeit besonders betroffene Gruppen
Die Landesregierung wird alle von Einsamkeit Betroffenen ansprechen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Schicht. Denn Einsamkeit ist keine reine Frage des Alters. Sie tritt in allen Altersgruppen auf. Vulnerable bzw. gefährdetste Gruppen sind unter anderem Jugendliche bzw. junge Erwachsene, ältere Menschen (älter als 75 Jahre), Alleinerziehende, Menschen in Umbruchsituationen und Menschen mit Migrationshintergrund.
Folgen von chronischer Einsamkeit
Im Abschlussbericht der Enquetekommission (PDF, 5 MB) heißt es, Einsamkeit könne genauso schädlich sein wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag, wie Alkoholmissbrauch oder Übergewicht. Das bedeutet, dass chronische Einsamkeit eine messbare Auswirkung auf die seelische und körperliche Gesundheit haben kann. Und Einsamkeit hat auch eine politische Dimension: Wer einsam ist, steht der Gesellschaft und auch unserer Demokratie distanzierter gegenüber. Deshalb ist es unserer aller Aufgabe, Einsamkeit zu begegnen.
Die Stabstelle I P 3 „Einsamkeit“ wurde im Oktober 2022 im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten geschaffen, um dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe – der Eindämmung von Einsamkeit – Rechnung zu tragen. Dem Kampf gegen Einsamkeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung damit erstmals Priorität auf der politischen Agenda eingeräumt. Damit ist Nordrhein-Westfalen bundesweit Vorreiter.
Fünf-Säulen-Modell
Mit einem Fünf-Säulen-Modell und unter Einbindung von Wissenschaft und anderen Akteuren begegnen wir Einsamkeit in unserem Land.
1. Säule: Phänomen Einsamkeit weiter erschließen
Die Zahl der Menschen in Nordrhein-Westfalen, die unter Einsamkeit leiden, hat während der Pandemie zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsene besonders betroffen sind. Neben der Gruppe der älteren Menschen sind Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig von erhöhtem Einsamkeitsempfinden betroffen. Über das Einsamkeitsempfinden, Risikofaktoren und Schutzmechanismen bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist hingegen noch wenig bekannt. In vielen Ländern, in denen Strategien gegen Einsamkeit entwickelt werden, stehen vor allem ältere Menschen als Zielgruppe im Fokus. Maßnahmen zur Einsamkeitsprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es bisher sehr wenig.
Deshalb braucht es insbesondere mehr wissenschaftliche Daten zum Anstieg von Einsamkeit bei der jungen Generation und ihren Ursachen. Die Landesregierung wird unter anderem eine Studie in Auftrag geben, die den Anstieg von Einsamkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen untersucht, um gezielt früh wirksame Strategien zur Prävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu entwickeln. Neben der neuen Fokussierung auf die junge Generation wird die Landesregierung die Zielgruppe der älteren Menschen und weiterer vulnerabler Gruppen parallel im Blick behalten. Im Fokus steht dabei die Einsamkeitsprävention. Die Landesregierung wird sich kontinuierlich weiter mit Expertinnen und Experten austauschen und auf dessen Grundlage zielgenaue Maßnahmen (weiter- )entwickeln.
2. Säule: Enttabuisieren und Sensibilisieren
Als zweite Säule soll durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit weiter sensibilisiert und enttabuisiert werden. Die Botschaft ist: Jede und Jeder kann etwas gegen Einsamkeit tun – schon mit kleinen Gesten. Die Landesregierung hat Ende 2022 die Stabstelle Einsamkeit in der Staatskanzlei eingesetzt. Die Stabstelle arbeitet ressortübergreifend und übernimmt zentrale Koordinationsaufgaben. Sie sorgt für weitere Vernetzung innerhalb der Landesregierung und außerhalb mit Initiativen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen, die sich der Eindämmung von Einsamkeit verschrieben haben. Im Dezember 2022 hatte sich der Ministerpräsident zum Auftakt der Arbeit der Stabstelle mit Expertinnen und Experten und Landtagsabgeordneten, die Teil der Enquete-Kommission waren, über das Thema und seine Herausforderungen ausgetauscht. Diesen Dialog mit Expertinnen und Experten wird der Ministerpräsident kontinuierlich fortsetzen.
Zum Sensibilisieren gehört auch der Besuch von Initiativen, um die öffentliche Wahrnehmung zum Thema Einsamkeit zu stärken und bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannter zu machen (Beispiel: Hospitanz des Ministerpräsidenten bei der Einsamkeitshotline für Ältere Menschen „Silbernetz“ am 2. Juni 2023 in dem zentrum-plus der AWO Düsseldorf).
3. Säule: Bündelung und Vernetzung
Die Landesregierung wird bestehende Projekte und Initiativen zur Einsamkeitsbekämpfung und Einsamkeitsprävention in Nordrhein-Westfalen auf einer Online-Plattform zusammenführen – für eine bessere Vernetzung und für bessere Zugänge für Betroffene, Beteiligte und Interessierte. Dabei sucht die Landesregierung den engen Dialog mit dem Bund, den anderen Ländern, Kommunen und der europäischen Ebene. Auch der Erfahrungsaustausch mit Japan, den Niederlanden, und Großbritannien steht im Vordergrund, die mit eigenen Ministerien bzw. Kampagnen Vorreiter bei der Eindämmung von Einsamkeit sind. So hat Ministerpräsident Hendrik Wüst im Juni 2023 während seiner Reise nach Japan gezielt Gespräche zum Thema Einsamkeit geführt und Initiativen, die Einsamkeit bekämpfen, besucht.
4. Säule: Ministeriumsübergreifende Aktivitäten
Die Landesregierung wird zudem die Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Initiativen stärken, eigene niedrigschwellige Maßnahmen weiterentwickeln und Neue anstoßen. Durch die Bündelung von bereits bestehenden Maßnahmen unter Einbindung aller Resorts will die Landesregierung erreichen, dass das Thema Einsamkeitsprävention stärker in den in Frage kommenden Förderprogrammen des Landes verankert und damit eine Weiterentwicklung der Hilfsinfrastruktur möglich wird. Der erste Aktionsplan ist da ein wichtiger Meilenstein und das Herzstück. Der Aktionsplan wird kontinuierlich weiterentwickelt.
5. Säule: Stärkung von Sport und Ehrenamt
Ehrenamtlich engagierte Menschen leisten in Nordrhein-Westfalen bereits einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Einsamkeit. Sie will die Landesregierung weiter stärken und fördern. Sport und Ehrenamt sind dabei wichtige Pfeiler, um ein starkes Bündnis gegen Einsamkeit zu schmieden.
Studie „Einsamkeit unter Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nach der Pandemie“
24.11.2023
Prof. Dr. Maike Luhmann et al. (2023)
Einsamkeit wurde lange Zeit vor allem als ein Problem des hohen Alters betrachtet. Doch mit der CO- VID-19-Pandemie wurde vielen bewusst, dass Einsamkeit Menschen jeden Alters treffen kann. Besonders stark scheinen die Auswirkungen der Pandemie für Jugendliche und junge Erwachsene zu sein. Mit dieser von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens (NRW) beauftragten Studie sollen einige Lücken im empirischen Forschungsstand zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschlossen werden, mit einem besonderen Fokus auf NRW.
Impulspapier: „Jung und einsam – Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) / Leonie Schwichtenberg, Karenina Schröder, Michael Seberich
Aktuelle Studien zeigen, dass junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren eine der am stärksten von Einsamkeit betroffenen Gruppen weltweit sind. In dem Kooperationsprojekt von Liz Mohn Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Landesregierung wurde untersucht, wie andere Länder Jugendeinsamkeit bekämpfen. Die Publikation liefert zehn Handlungsempfehlungen für die Politik in Deutschland, die auf dem von Ministerpräsident Hendrik Wüst initiierten Einsamkeitskongress am 6. Juni 2024 in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen vorgestellt wurden. Weitere Informationen
„Menschen fehlt Gesellschaft
und der Gesellschaft fehlen Menschen.“
– Ministerpräsident Hendrik Wüst
Direkte Hilfs-Angebote
Hier finden Sie eine erste Übersicht über Hilfs-Angebote für Menschen, die sich einsam fühlen (wird fortgeführt):
Kommunale Aktivitäten gegen Einsamkeit
| Stadt Bielefeld | Städtische Internetseite „Koordinierungsstelle Begegnung und Zusammenhalt“ |
| Stadt Bocholt | Städtische Internetseite „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ |
| Stadt Dortmund | Städtische Internetseite „Koordinierungsstelle Einsamkeit“ |
| Stadt Düsseldorf | Städtische Internetseite „Einsamkeit“ |
| Stadt Iserlohn | Städtische Internetseite "Netzwerk gegen Einsamkeit in Iserlohn" |
| Stadt Köln | Wege aus der Einsamkeit |
| Rhein-Kreis-Neuss | Kommunale Internetseite „Einsamkeit“ |
| Stadt Schwerte | Fachtag „Einsamkeit im Alter“: Schwerte setzt Zeichen für Gemeinschaft |
| Stadt Willich | Städtische Internetseite „Willich gemeinsam - Aktionsjahr gegen Einsamkeit“ |
Aktuelle Förderprogramme
Aktuell noch laufende Förderprogramme:
- Miteinander und nicht allein (abgeschlossen)
- Miteinander – Digital
- Einsamkeit erkennen und handeln – Tipps für Unterstützerinnen und Unterstützer im Alltag
- Engagiert in NRW: Engagement-Portal der Landesregierung
Weitere vom Land geförderte Strukturen
- Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen e.V.
- Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros NRW
- Forum Seniorenarbeit NRW
- Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz
- Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe NRW
- Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW
NRW-Standorte von bundesgeförderten Programmen
- Die NRW-Standorte des bundesgeförderten Programms „Miteinander – Füreinander
- NRW-Standorte der Mehrgenerationenhäuser (Bundesprogramm)
- Ehrenamt
- Abschlussbericht der Enquetekommission des Landtags (PDF, 5 MB)
Schaffung von mehr Verbindungen
Kirchen
Kontaktdaten „Stabsstelle Einsamkeit“
Um dem wachsenden Phänomen der Einsamkeit besser begegnen zu können, hat die Landesregierung als erstes und einziges Bundesland die „Einsamkeit“ im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten eingerichtet. Damit setzen wir eine der zentralen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission um.
Sina Breitenbruch-Tiedtke
Referatsleiterin
Telefon: 0211 / 837-1302
E-Mail: Sina.Breitenbruch-Tiedtke@stk.nrw.de
Marc Zabel
Referent
Telefon: 0211 / 837-1675
E-Mail: Marc.Zabel@stk.nrw.de
Christina Schwan
Referentin
Telefon: 0211 / 837-1451
E-Mail: Christina.Schwan@stk.nrw.de
Postanschrift
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Stabsstelle Einsamkeit
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf