Corona-Schutzimpfung
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Alle Informationen zur Corona-Schutzimpfung in Nordrhein-Westfalen

Zu den Vorbereitungen in Nordrhein-Westfalen, welche Aufgaben Bund, Länder und Kommunen dabei übernehmen und weitere Informationen

Das Land organisiert den Gesamtprozess des Impfens einschließlich der Logistik für die Impfstoffe im Land und die Bereitstellung des Impfzubehörs (Spritzen, Kanülen). Dazu gehört unter anderem die Verteilung der Impfstoffe bis hin zu den Impfzentren vor Ort. Auf dieser Seite sind alle Informationen zum Thema Corona-Schutzimpfung gebündelt.

Corona-Schutzimpfung

Die wichtigsten Fakten

Aktuelle

Meldungen

Informationen

Videos

Erläuterungen zum Ablauf im Impfzentrum von Prof. Dr. Marylyn Addo (Uni-Klinik HH-Eppendorf)

Videos in Gebärdensprache:

Liste

Landkarte | Liste der Impfzentren

Ennepe-Ruhr-Kreis
ehemaliger ALDI-Supermarkt
Kölner Str. 205
58256 Ennepetal

Hochsauerlandkreis
Impfzentrum HSK
Ruhrstraße 32
59939Olsberg
Infos zur Impfung vor Ort
Märkischer Kreis
Historische Schützenhalle Lüdenscheid
Reckenstraße 6
58511 Lüdenscheid
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Olpe
Kreis Olpe Impfzentrum
Heggener Weg 34
57439 Attendorn
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Siegen-Wittgenstein
ehemaliger Baumarkt
Eiserfelder Straße 236
57080 Siegen
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Soest
Impfzentrum Kreis Soest
Senator-Schwartz-Ring 26
59494 Soest
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Unna
Impfzentrum Kreis Unna
Platanenallee 20a
59425 Unna
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Bochum
RuhrCongress Bochum
Stadionring 20
44787 Bochum
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Dortmund
Warsteiner Music Hall
Am Phoenixplatz 4
44263 Dortmund
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Hagen
Stadthalle Hagen
Wasserloses Tal 2
58093 Hagen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Hamm
Sportzentrum Friedensschule
Marker Allee 20
59063 Hamm
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Herne
Sporthalle im Revierpark Gysenberg
Am Revierpark 22
44627 Herne
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Bielefeld
Stadthalle
Willy-Brandt-Platz 1
33602 Bielefeld
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Gütersloh
NAAFI-Shop (Flughafen Gütersloh)
Marienfelder Straße 351
33330 Gütersloh
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Herford
Impfzentrum Kreis Herford
Bustedter Weg 16
32130 Enger
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Höxter
Stadthalle Brakel
Am Schützenanger 4
33034 Brakel
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Lippe
Phoenix Contact-Arena
Bunsenstraße 39
32657 Lemgo
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Minden-Lübbecke
Mehrzweck-Sporthalle Unterlübbe
Schulstraße 18
32479 Hille
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Paderborn
Sälzerhalle
Upsprunger Str. 1
33154 Salzkotten
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Kleve
Messe Kalkar - "Hanse Halle Grieth“
Griether Str. 110-120
47546 Kalkar
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Mettmann
TimoCom GmbH, Gebäude B
Timocom-Platz 1
40699 Erkrath
Infos zur Impfung vor Ort
Rhein-Kreis Neuss
Sporthalle Berufskolleg für Technik und Informatik (BTI)
Hammfelddamm 2
41460 Neuss
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Viersen
ehem. Krankenhaus Cornelius
Heesstraße 2-10
41751 Viersen
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Wesel
Niederrheinhalle Wesel
An de Tent 1
46485 Wesel
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Düsseldorf
Merkur-Spiel-Arena
Arena-Straße 1
40474 Düsseldorf
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Duisburg
Theater am Marientor
Plessingstr. 20
47051 Duisburg
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Essen
Messe Essen Halle 4,
Messeplatz 1
45131 Essen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Krefeld
Impfzentrum Stadt Krefeld
Sprödentalplatz
47799 Krefeld
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Mönchengladbach
Impfzentrum Stadt Mönchengladbach
Nordpark 260
41069 Mönchengladbach
Infos zur Impfung vor Ort
Mülheim an der Ruhr
Impfzentrum der Stadt Mülheim/Ruhr in der Parkstadt
Wissolstraße 5
45478 Mülheim an der Ruhr
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Oberhausen
Willy-Jürissen-Halle
Lothringer Str. 75
46045Oberhausen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Remscheid
Sporthalle West
Wallburgstraße 23
42857 Remscheid
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Solingen
Galeria Kaufhof Solingen
Hauptstr. 75-77
42651 Solingen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Wuppertal
Bergische Universität – Campus Freudenberg
Rainer-Gruenter-Straße
42119 Wuppertal
Infos zur Impfung vor Ort
Städteregion Aachen
Eissporthalle Aachen
Hubert-Wienen-Straße 8
52070 Aachen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Düren
ehemaliges Telekom-Gebäude
Am Ellernbusch
52355 Düren
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Euskirchen
Kreis-Krankenhilfeeinrichtung Marmagen (ehem. Eifelhöhenklinik Marmagen)
Dr. Konrad-Adenauer-Str. 1
53947 Nettersheim-Marmagen
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Heinsberg
Impfzentrum des Kreises Heinsberg
Brüsseler Allee 5
41812 Erkelenz
Infos zur Impfung vor Ort
Oberbergischer Kreis
Einkaufszentrum Bergischer Hof
Brückenstr. 1,
1. Obergeschoss
51643 Gummersbach
Infos zur Impfung vor Ort
Rheinisch-Bergischer Kreis
Rhein-Berg-Galerie
Hauptstraße 131
51465 Bergisch Gladbach
Infos zur Impfung vor Ort
Rhein-Erft-Kreis
Impfzentrum
Rhein-Erft-Kreis
Hürth Park 1
50354 Hürth
Infos zur Impfung vor Ort
Rhein-Sieg-Kreis
Asklepios-Kinderklinik Sankt Augustin
Arnold-Janssen-Straße 29
53757St. Augustin
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Bonn
World Conference Center Bonn
Platz der Vereinten Nationen 2
53113 Bonn
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Köln
Messe Köln, Halle 4 (über Eingang Ost)
Deutz-Mülheimer Straße 22-24
50679 Köln
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Leverkusen
Erholungshaus
Nobelstraße 37
51373 Leverkusen
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Steinfurt
Flughafen Münster-Osnabrück, Terminal 1
Airportallee 1
48268 Greven
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Borken
Interkommunaler Bauhof / Krisenzentrum
Schlatt 2
46342 Velen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Bottrop
Impfzentrum Stadt Bottrop
Südring 79
46242 Bottrop
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Coesfeld
Impfzentrum Kreis Coesfeld
An der Lehmkuhle 87
48249 Dülmen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Gelsenkirchen
Emscher-Lippe-Halle
Adenauerallee 118
45891 Gelsenkirchen
Infos zur Impfung vor Ort
Stadt Münster
Halle Münsterland
Albersloher Weg 32
48155 Münster
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Recklinghausen
Leichtbauhalle gegenüber des Kreishauses
Konrad-Adenauer-Platz
45657 Recklinghausen
Infos zur Impfung vor Ort
Kreis Warendorf
Impfzentrum Kreis Warendorf
Westring 10
59320 Ennigerloh
Infos zur Impfung vor Ort

Quelle: MAGS

CORONA-SCHUTZIMPFUNG UND IMPFZENTREN

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Fragen und Antworten

Aktuelles zur Impfung

Wie geht die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen voran?

Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen hat gute Fortschritte erzielt, gerade Personen über 60 Jahre und gesundheitlich besonders Gefährdete haben mittlerweile rund 86 Prozent einen vollen Impfschutz. Fast zwei Drittel der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen sind vollständig geimpft. Bei den Kindern und Jugendlichen ist das Impftempo besonders hoch. Inzwischen sind 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren einmal geimpft, knapp ein Viertel dieser Gruppe ist vollständig geimpft.

Warum sollte ich mich impfen lassen?

Gerade vor dem Hintergrund hochansteckender Virusmutationen und wieder deutlich ansteigender Inzidenzwerte ist Impfen die wirksamste Möglichkeit, die vierte Welle zu brechen. Mit der Impfung schützt man sich nicht nur selbst vor Infektionen und schweren Infektionsverläufen, sondern übernimmt auch Verantwortung für den Schutz anderer und die erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie.

Darüber hinaus können Geimpfte unkomplizierter reisen und an Aktivitäten in Innenräumen teilnehmen. Ansatzpunkt ist dafür die neue Systematik der seit dem 23. August 2021 gültigen Corona-Schutzverordnung. Diese ist geprägt von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen. Nur noch ab einem Inzidenzwert über 35 greifen landesweit besondere Schutzauflagen. Dies ist derzeit der Fall.

Können Kinder geimpft werden?

Die Impfstoffe von BioNTech und Moderna sind für Personen ab 12 Jahren zugelassen.

Die „Ständige Impfkommission“ (STIKO) empfiehlt seit dem 16. August 2021 eine Impfung gegen das Coronavirus ausdrücklich auch für alle 12- bis 17-Jährigen. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten kommt die STIKO zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen. Für jüngere Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit noch keinen zugelassenen Impfstoff.

Die Impfangebote sollen vorzugsweise in den Impfzentren unterbreitet werden; die Schulen werden von den Impfzentren entsprechend informiert.
 
Bei den Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren soll die Impfung unverändert nach ärztlicher Aufklärung zum Nutzen und Risiko erfolgen. Die Aufklärung und Beratung kann dabei sowohl durch Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte sowie durch Hausärztinnen und -ärzte erfolgen. Bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren ist die Einwilligung des/der Erziehungsberechtigten erforderlich.
 
Mit Blick auf die mobilen Impfangebote für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an allgemeinbildenden Schulen müssen zur Durchführung der Impfung die von einem Sorgeberechtigten unterschriebenen Einwilligungs- und Aufklärungsbögen vorliegen, sofern Schülerinnen oder Schüler das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Auf die Anwesenheit einer sorgeberechtigten Person kann in diesem Rahmen verzichtet werden.

Wie werden die Auffrischungsimpfungen für über 80-Jährige und Menschen in Pflegeinrichtungen organisiert?

Über 80-Jährigen und Menschen in Pflegeeinrichtungen sollen frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie Auffrischungsimpfungen angeboten werden. Die Auffrischungsimpfungen werden in Nordrhein-Westfalen folgendermaßen organisiert:
 
Auffrischungsimpfungen in (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen, Wohngemeinschaften nach § 24 Absatz 1 WTG, Demenz-WGs, Beatmungs-WGs sowie 
(teil-) stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für behinderte Menschen werden durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durchgeführt.

Sofern einzelne Einrichtungen keine Ärztin bzw. keinen Arzt zur Durchführung der Impfungen gewinnen können, können sich diese an das örtliche Impfzentrum wenden. Dieses informiert die lokale Ansprechperson der Kassenärztlichen Vereinigung, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

Die Auffrischungsimpfungen von Personen ab 80 Jahren (Höchstbetagte) sowie Immungeschwächten und Immunsupprimierten, deren Covid-19-Impfserie vor mehr als sechs Monaten abgeschlossen wurde, sollen ebenfalls über den Hausarzt geimpft werden.

Personen, die eine vollständige Impfserie mit Vektor-Impfstoffen von AstraZeneca oder Johnson & Johnson bzw. nach einer Genesung von COVID-19 einen dieser Vektor-Impfstoffe erhalten haben, können sechs Monate nach der Zweitimpfung (AstraZeneca) bzw. Impfung (Johnson & Johnson) eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech oder Moderna) bei einem niedergelassenen Arzt erhalten.

Wo kann ich mich impfen lassen?

Es gibt derzeit ein flächendeckendes und ausreichendes Angebot an Impfstoffen in Deutschland. In den Impfzentren oder bei der niedergelassenen Ärzteschaft kann derzeit jeder einen Impftermin vereinbaren.

Zudem haben die Kommunen viele gute und kreative Anreize geschaffen und stellen niedrigschwellige Angebote bereit: Impfungen in Jobcentern und Berufsschulen oder Impfen in Fußballstadien, wie in Dortmund, Impfbusse, Late-Night-Impfen oder Impfen zu Party-Musik. Informationen dazu werden in vielerorts auf der Internetseite der Städte oder Kreise unter „Corona-Virus“ oder „Impfen“ bereitgestellt.

Auch neue Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen und stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe sollen ein Impfangebot erhalten. Je nach Bedarf sorgen die Kreise und kreisfreien Städte dafür, dass die Angebote auch durch mobile Impfungen sichergestellt werden.

Die Infrastruktur mit den Impfzentren wird aufgrund des guten Impffortschritts zum 30.09.2021 aufgegeben. Für die Aufgaben der größer angelegten Impfeinsätze und mobiler Impfungen werden die Städten und Kreise künftig „Koordinierende Covid-Impfeinheiten“ (KoCI) vorhalten.

Wie erhalte ich einen Impftermin im Impfzentrum?

Alle Bürgerinnen und Bürger, die einen Impftermin in den Impfzentren erhalten möchten, können Impftermine über die bereits bekannten Terminbuchungsportale der Kassenärztlichen Vereinigungen buchen.

Eine Terminvermittlung für Personen ab 16 Jahren ist online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil – (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland.

Alternativ können Sie auch Ihren Arzt um einen Impftermin bitten. Ende September werden die Impfungen in den Impfzentren auslaufen, dann werden ausschließlich die Arztpraxen die Schutzimpfungen übernehmen.

Nach dem Auslaufen der Impfzentren im September werden die Corona-Schutzimpfungen in Nordrhein-Westfalen ab 1. Oktober 2021 planmäßig von der niedergelassenen Ärzteschaft übernommen.

Was ist mit Betriebsärzten?

Betriebsärzte sind seit dem 7. Juni in die Impforganisation miteinbezogen. Sie werden ebenfalls vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen beliefert. Zuständig für die Verteilung ist demnach der Bund. Auch Betriebsärzte impfen grundsätzlich in eigener Verantwortung. Das Land Nordrhein-Westfalen ermöglicht es jedoch den Betriebsärzten, ihr Impfstoffkontingent an ein Impfzentrum nach Wahl liefern zu lassen. In Absprache zwischen Betriebsarzt und Impfzentrum können im Vorfeld Termine oder Zeitfenster für die Impfung der jeweiligen Betriebsangehörigen vereinbart werden, die dann aus dem Impfstoffkontingent des Betriebsarztes im Impfzentrum geimpft werden. So wird den Betriebsärzten noch bis zum 30. September ermöglicht, trotz fehlender räumlicher und personeller Ressourcen die Impfungen für „ihre“ Betriebe ohne großen Aufwand sicherzustellen.

FAQ

Weiterer Umgang mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca

(Stand: 1. April 2021)

Was ist mit meiner Zweitimpfung?

Derzeit führen wir in den Impfzentren keine Zweitimpfung für Personen mit Impfstoff der Firma AstraZeneca durch. Wir müssen Sie daher um Geduld bitten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat angekündigt, sich bis Ende April - basierend auf wissenschaftlichen Daten - zu äußern, wie mit den Zweitimpfungen für Personen unter 60 Jahren zu verfahren ist. Es besteht auch für die zu Beginn der AstraZeneca-Impfung in Deutschland Erstgeimpften laut Zulassung eine Schutzwirkung der Erstimpfung bis mindestens Anfang Mai.

Werde ich informiert, wenn meine Zweitimpfung nicht stattfindet?

Die Information erfolgt durch das Impfzentrum, in dem Sie Ihre Erstimpfung erhalten haben.

Kann ich auf die Zweitimpfung verzichten?

Um zuverlässig den vollständigen Schutz zu erreichen, ist eine Zweitimpfung notwendig. Auch eine Erstimpfung schützt bereits gut vor schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Impfschutz bereits bei über 70% der Personen drei Wochen nach der ersten Impfung vorhanden ist.

Wie dies medizinisch in Bezug auf mögliche Nutzen und Risiken einer AstraZeneca-Impfung zu bewerten ist, wird die STIKO in den nächsten Wochen anhand wissenschaftlicher Daten erläutern.

Ich möchte lieber warten, bis ich mich mit einem anderen Impfstoff impfen lassen kann. Kann ich meinen Termin zur Zweitimpfung absagen?

Sie können Ihren Zweittermin jederzeit absagen. Wir empfehlen Ihnen jedoch noch auf die anstehenden Empfehlungen der STIKO zu warten. Ein Ersatztermin mit einem anderen Impfstoff ist derzeit nicht möglich, da die Empfehlungen abgewartet werden müssen, um das genaue Impfschema festlegen zu können.

Kann ich meinen Termin zur Zweitimpfung auf eigenes Risiko wahrnehmen? Bei wem muss ich mich dazu melden?

Dies ist im Impfzentrum zurzeit nicht möglich. Wir müssen Sie daher um Geduld bitten. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April - basierend auf wissenschaftlichen Daten - zu äußern, wie mit den Zweitimpfungen für Personen unter 60 Jahren zu verfahren ist. Der bisher erreichte Impfschutz der geimpften Personen bleibt auch bei einem längeren Zeitraum bis zur zweiten Impfung erhalten.

Jens Spahn hat alle Über-60-Jährigen aufgefordert, ein Impfangebot mit AstraZeneca- Impfstoff (AZ) wahrzunehmen: Wo kann ich mich melden? Wie ist das Verfahren?

Das MAGS bietet in einer einmaligen Aktion die zur Verfügung stehenden rd. 450.000 Impfdosen kurzfristig Personen über 60 Jahren niedrigschwellig für eine Impfung an.

Die Terminbuchung erfolgt ab dem 3. April online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil (Rufnummer (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland).

Was ist, wenn Über-60-Jährige sich nicht mit AZ impfen lassen wollen? Erhalten diese ein anderes Impfangebot oder müssen sie sich wieder hinten anstellen?

Die Priorisierung ist nur für den Impfstoff von AstraZeneca aufgehoben. Mit den anderen Impfstoffen werden nach wie vor Personen aus der Priorität 2 der Coronaimpfverordnung geimpft. Dies sind insbesondere Personen mit spezifischen Vorerkrankungen und Personen über 70 Jahren. In der dritten Priorität sind dann auch Personen über 60 Jahren an der Reihe.
Der erste Jahrgang der Über-70-Jährigen (Jahrgang 1941) wird wie geplant ab dem 6. April 2021 einen Termin im Impfzentrum machen können. Sukzessive werden dann weitere Jahrgänge eingeladen.

Kann ich mich als Person in einem Alter unter 60 Jahren trotzdem mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen?

Der Einsatz der AstraZeneca-Vaccine unterhalb der Altersgrenze von 60 Jahren bleibt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoakzeptanz nach sorgfältiger Aufklärung grundsätzlich möglich. In den Impfzentren werden vorerst jedoch keine Impfungen mit AstraZeneca für Personen unter 60 Jahren angeboten.

Stattdessen wird der Impfstoff zunächst der großen Gruppe der Über-60-Jährigen (5 Mio. Personen in NRW) zur Verfügung gestellt, da die STIKO hier die Verwendung des Impfstoffs uneingeschränkt empfiehlt.

Bin ich bereits nach der Erstimpfung geschützt? Wie gut?

Auch eine Erstimpfung schützt bereits gut vor schweren Verläufen einer COVID-19-Erkrankung. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Impfschutz bereits bei über 70% der Personen drei Wochen nach der ersten Impfung vorhanden ist.

Kann ich mich nach einer Erstimpfung mit AstraZeneca auch mit einem anderen Impfstoff impfen lassen?

Diese Frage kann aktuell nicht beantwortet werden. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April, basierend auf wissenschaftlichen Daten, dazu zu äußern. Eine begonnene Impfserie muss gegenwärtig mit demselben Produkt abgeschlossen werden.

Muss ich jetzt Angst haben? Muss ich irgendwas tun? Worauf müssen diejenigen achten, die mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca geimpft worden sind?

Insgesamt sind die Nebenwirkungen, die im Regelfall innerhalb von 3 bis 16 Tagen nach der Impfung aufgetreten sind, sehr selten.

Bei folgenden Symptomen, die drei Tage nach der Impfung auftauchen, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen: Starke, anhaltende Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, anhaltende Bauchschmerzen oder punktförmige Hautblutungen.

Ärzte und Ärztinnen werden auf solche Anzeichen und Symptome achten, wenn sich Patientinnen und Patienten vorstellen, die kürzlich mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca geimpft wurden.

Es ist aber gleichzeitig wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich um sehr seltene Nebenwirkungen handelt. Sie wurden in Deutschland 17 Mal bei insgesamt 1,9 Millionen geimpften Personen festgestellt (Stand 26.03.). Es ist also wichtig, auf mögliche Anzeichen dieser Nebenwirkungen zu achten – gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens sehr gering.

Wie lange nach meiner Erstimpfung muss ich mir Sorgen um Nebenwirkungen machen?

Insgesamt sind die thromboembolischen Ereignisse sehr selten. Bisher sind diese schweren Nebenwirkungen innerhalb von 3 bis 16 Tagen nach der Impfung aufgetreten.

Ich habe meine Erstimpfung gut überstanden, kann ich mich ohne Bedenken mit AZ zweitimpfen lassen?

Diese Frage kann aktuell nicht beantwortet werden. Die STIKO hat angekündigt, sich bis Ende April, basierend auf wissenschaftlichen Daten, dazu zu äußern.

Warum werden jetzt nur noch Personen über 60 Jahre mit dem COVID-19 Impfstoff von AstraZeneca geimpft?

Die Aufgabe der STIKO ist es, alle wissenschaftlichen Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen kontinuierlich zu bewerten und daraus Empfehlungen abzuleiten. Dies gilt natürlich auch, wenn neue Erkenntnisse zur Sicherheit eines Impfstoffes gewonnen werden, die vorher nicht vorlagen, da die Anzahl geimpfter Personen in den Zulassungsstudien nicht ausreichte, um diese zu erkennen.
Nach mehreren Beratungen hat die STIKO auch unter Hinzuziehung externer Expertinnen und Experten mehrheitlich entschieden, auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen, den Impfstoff von AstraZeneca nur noch für Personen ab einem Alter von 60 Jahren zu empfehlen.

Ich bin unter 60 Jahre alt und will mich individuell beraten und mit AZ impfen lassen, wohin wende ich mich?

Wenn Sie sich individuell beraten lassen möchten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt. Wann dort jedoch eine Impfung mit AstraZeneca erfolgen kann, steht derzeit noch nicht fest.

Was sind – neben Alter – die Risikofaktoren für eine Thrombose nach Impfung mit AZ?

Derzeit sind die Risikofaktoren nicht bekannt. Zudem gibt es bisher keine Hinweise für den Zusammenhang der thromboembolischen Ereignisse nach der Impfung mit klassischen Risikofaktoren von Thrombosen (wie z.B. die Einnahme von Kontrazeptiva).

Ich bin über 60 Jahre alt und hatte schon Thrombosen: bedeutet AZ ein Risiko für mich? Kann ich einen anderen Impfstoff wählen?

Derzeit sind die Risikofaktoren nicht bekannt. Wir empfehlen Ihnen deshalb sich von Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt beraten zu lassen.

Wieso sollten Menschen über 60 Jahren keine Sinusvenenthrombosen durch AZ bekommen? Die wurden doch schließlich bislang gar nicht mit dem Impfstoff geimpft.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

Warum wurde der Impfstoff gestoppt bzw. eingeschränkt? Wir haben Millionen Menschen geimpft, aber nur sehr wenige Impfungen endeten tödlich.

Die Analysen der STIKO zeigen, dass nach einer Impfung mit AZ das Risiko für schwere Nebenwirkungen (thromboembolische Ereignisse) signifikant erhöht ist. Auch wenn dies sehr seltene Erkrankungen sind und diese auch nur sehr selten nach einer Impfung auftreten, muss bei der Impfung von gesunden Personen mit Vorsicht gehandelt werden. Nutzen und Risiken müssen gegeneinander abgewogen werden.

Warum werden die Empfehlungen andauernd geändert?

Aufgrund der Neuartigkeit des Virus SARS-CoV-2 werden wissenschaftliche Erkenntnisse erst nach und nach generiert. Zum Glück wächst das Wissen täglich. Die Empfehlungen der STIKO werden den jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Daher ändern sie sich im Verlauf der Impfkampagne.
 

Kann ich dem Impfstoff vertrauen?

Die letzten Wochen haben gezeigt, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die STIKO die Daten sehr genau und immer aktuell beobachten und bewerten, so dass selbst sehr seltene Nebenwirkungen auffällig werden.

Warum gibt es dieselben Probleme mit AZ nicht in Großbritannien?

Dies ist letztlich nicht abschließend geklärt. Es kann sein, dass die Anwendung von AZ in Großbritannien vor allem bei älteren Personen dazu geführt hat, dass es zu keiner Häufung der schweren Nebenwirkungen gekommen ist.

Warum wird dieser Impfstoff nicht komplett gestoppt für alle Personen?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

Hat sich eigentlich mal jemand die Mühe gemacht, den Impfstoff (die Chargen) der AZ-Impfungen mit kritischen Nebenwirkungen zu beproben?

Ja, das PEI und die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) untersuchen auch den Zusammenhang mit spezifischen Chargen. Ein solcher konnte bisher nicht festgestellt werden.

Was ist die Logik hinter der Altersgrenze? Ein 60-Jähriger hat keine Nebenwirkungen, aber ein 59-Jähriger könnte erkranken? Wo ist da die Logik?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion. Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist. Die STIKO hat sich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten für diese Altersgrenze entschieden.

Die Glaubwürdigkeit von AstraZeneca ist beschädigt, warum wird der Impfstoff nicht vom Markt genommen?

Der Impfstoff ist nach wie vor ein wirksamer und daher wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten als Ursache für diese schweren Ereignisse eine besondere Immunreaktion.

Diese treten naturgemäß bei jüngeren Menschen häufiger auf als bei älteren, da bei jüngeren Menschen das Immunsystem deutlich aktiver ist und die Impfreaktion in der Regel stärker ist.

Daher kann der Impfstoff bei älteren Personen sicher angewendet werden. Auch leichte Impfreaktionen wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen treten bei älteren Personen weniger auf.

Telefon

Hotline

Corona-Hotline:

0211 / 9119-1001

Mo–Fr, 8.00–18.00 Uhr / Sa, 10–18.30 Uhr

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass am Bürgertelefon keine medizinische Beratung zum Corona-Virus stattfinden kann. Bitte kontaktieren Sie insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie vorher telefonisch ankündigen.

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