Statement der Antisemitismusbeauftragten Nordrhein-Westfalen zum versuchten Anschlag auf die Synagoge in Hagen

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, äußert sich zu Hagen.

16. September 2021
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Der vereitelte Anschlag auf die Synagoge in Hagen am höchsten Feiertag der Jüdinnen und Juden, Jom Kippur, ist besonders verwerflich.“ Mit Beginn des Jom Kippur am Abend des 15. Septembers seien üblicherweise besonders viele Jüdinnen und Juden in der Synagoge. Schon eine Bedrohungslage führe dazu, dass sie ihrer Religionsausübung nicht nachkommen können, ordnete die Antisemitismusbeauftragte die Geschehnisse ein. Erinnerungen an die rechtsextremen Morde in Halle 2019 oder der militärische Offensive gegen Israel durch seine Nachbarstaaten 1973 seien noch immer präsent. „Dass Jüdinnen und Juden ihren höchsten Festtag nicht feiern können, weil sie durch Antisemitismus an Leib und Leben bedroht sind, bestürzt mich immer wieder. Vielen Dank an die Polizei und Behörden für das schnelle Erkennen der Bedrohung und entsprechendes Handeln. Der jüdischen Gemeinde Hagen gilt meine ganze Unterstützung.“