Zerstörung der Ausstellung über jüdische Sportstars Bochum

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen kritisiert die Zerstörung wichtiger Teile der Ausstellung über jüdische Sportstars in Bochum. „Das ist nicht Vandalismus, das ist widerliche Zerstörungswut aus antisemitischer Überzeugung“ sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Folgerichtig sei nun die Ermittlung durch den Staatsschutz.

13. November 2020
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen kritisiert die Zerstörung wichtiger Teile der Ausstellung über jüdische Sportstars in Bochum. „Das ist nicht Vandalismus, das ist widerliche  Zerstörungswut aus antisemitischer Überzeugung“ sagte Leutheusser-Schnarrenberger. Folgerichtig sei nun die Ermittlung durch den Staatsschutz.
 
Die vom 9. auf den 10. In Bochum November beschädigte Wanderausstellung mit dem Titel „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ tourt seit ihrer Einrichtung 2015 durch Deutschland. Im Mittelpunkt stehen 17 deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter waren. Unterstützt aus Mitteln der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen ist das Zeigen der Ausstellung 2021 im Rahmen der MAKKABI Deutschland Games in Düsseldorf vorgesehen.
 
Auch in Bochum plant die Antisemitismusbeauftragte bereits ein weiteres Projekt: „Sport verbindet über alle Grenzen hinweg. Zusammen mit der Evangelischen Stadtakademie Bochum möchte ich im nächsten Jahr eine neue Stele über den letzten jüdischen Fußballmeister Hakoah Bochum erstellen. Jetzt erst recht! Den Feinden der Juden überlassen wir nicht die öffentlichen Räume“ sagte Leutheusser-Schnarrenberger.

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