Corona-Pandemie verschärft antisemitische Verschwörungsmythen

Laut der heute vorgestellten europaweiten Studie „State of Hate - Far Right Extremism in Europe“ verbreiten sich antisemitische Verschwörungsmythen während der Corona-Pandemie in ganz Europa. Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht in den Studienergebnisse auch ihre Eindrücke der letzten Monate bestätigt.

16. Februar 2021
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Laut der heute vorgestellten europaweiten Studie „State of Hate - Far Right Extremism in Europe“ verbreiten sich antisemitische Verschwörungsmythen während der Corona-Pandemie in ganz Europa.
Die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sieht in den Studienergebnisse auch ihre Eindrücke der letzten Monate bestätigt. „In schwierigen und komplexen Situationen wie zum Beispiel der Pandemie nehmen Unsicherheiten und Ängste zu. Der Hang zu einfachen Erklärungen befördert dabei einseitige Schuldzuweisungen. Einfach Feindbilder und alte Verschwörungsmotive treffen auf fruchtbaren Boden.“ Damit gelange, so Leutheusser-Schnarrenberger, der Antisemitismus als Kernbestandteil dieser Verschwörungsmythen in die Mitte der Gesellschaft.
 
Für die Untersuchung «State of Hate - Far Right Extremism in Europe» wurden im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung, der britischen Nichtregierungsorganisation HOPE not Hate Charitable Trust und der schwedischen Expo-Stiftung 12 000 Bürger in acht europäischen Ländern zu politischen und gesellschaftlichen Themen befragt. Außerdem legt die Studie Länderberichte zu 32 Staaten vor. Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

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