Antisemitismusbeauftragte wünscht ein segensreiches Rosch Haschana

Anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana wünscht die Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, allen jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ein segensreiches und gesundenes Jahr 5.782.

07. September 2021
phb Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, lächelnd, Schreibtisch (2021)

Die Beauftragte übermittelte Ihre Wünsche in einem persönlichen Schreiben. Darin umriss sie die Zunahme antisemitischer Stereotype und Verschwörungsmythen in den letzten Monaten der Corona-Pandemie. Sie erinnerte an die Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden sowie jüdische Einrichtungen und sprach den Gemeinden ihre Solidarität aus.

„Als Antisemitismusbeauftragte ist es mein dauerhafter Wunsch und mein erklärtes Ziel, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Solidarität an Ihrer Seite stehen, diesen altbekannten antisemitischen Mythen widersprechen und Gewalt in Wort und Tat entschieden entgegentreten. Denn Jüdisches Leben ist seit 1.700 Jahren unverzichtbarer und bereichernder Bestandteil unserer Gesellschaft. Das konnten wir in diesem Jahr bereits bei vielen Veranstaltungen und Begegnungen zeigen. Zuletzt bei den tollen und gelungenen Makkabi Deutschland Games in Düsseldorf. Ich setze mich mit aller Kraft dafür ein, dass dies auch so bleibt“ so die Antisemitismusbeauftragte in Ihrem Schreiben.

Was ist Rosch Haschana?

Rosch Haschana ist der hebräische Name des jüdischen Neujahrsfestes. Übersetzt bedeutet es „Kopf des Jahres“ und markiert den Beginn der letzten zehn Bußtage des jüdischen Jahres, die am Jom Kippur (Versöhnungstag) mit dem höchsten jüdischen Festtag münden.
Über zwei Tage wird Rosch Haschana gefeiert. In diesem Jahr vom Vorabend des 6. September bis zum Abend des 8. September. Das Datum ergibt sich aus dem Mondrhythmus. Rosch Haschana kann jährlich zwischen dem 5. September und 5. Oktober liegen. Zudem beginnt nach jüdischer Jahreszählung nun das Jahr 5.782.

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