BLK-Beschluss: Verschwörungsmythen erkennen, entlarven und widerlegen

BLK-Beschluss: Verschwörungsmythen erkennen, entlarven und widerlegen

5. Juni 2020

"Antisemitischen Stereotype und Verschwörungsmythen als solche erkennen, entlarven und wiederlegen, ist in der aktullen Coronavirus-Pandemie unerlässlich", Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte der Landes Nordrhein-Westfalen, zum Beschluss der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten (BLK) vom 05.06.2020.

bislang nicht bewertet
 

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte der Landes Nordrhein-Westfalen, zum Beschluss der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten (BLK) vom 5.06.2020 zu Verschwörungsmythen:

"Selbsternannte Verschwörungstheoretiker nutzen die aktuelle Unsicherheit der Bevölkerung während der weltweiten Coronavirus-Pandemie, um neben kruden Hirngespinsten altbekannte antisemitische Vorurteile und Verschwörungsmythen neu aufzulegen. Die Antisemitismusbeauftragten der Bundesländer warnen vor der Zunahme antisemitischen Gedankenguts – sowohl im Netz aber auch auf der Straße.

Den altbekannten antisemitischen Verschwörungsmythen im neuen Gewand muss deutlich und mit Fakten widersprochen werden. Daher ist eine Antisemitismus-kritische Bildung mit präventiver Wirkung, die antisemitischen Stereotype als solche erkennt, entlarvt und wiederlegt, unerlässlich."

Stellungnahme der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten (BLK) zu antisemitisch gefärbten Äußerungen (Verschwörungsmythen) im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

Die Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten (BLK) warnt vor Verschwörungsmythen, die aus Anlass der weltweiten Corona-Pandemie derzeit insbesondere in digitalen Medien Verbreitung finden. In diesem Zusammenhang tauchen einmal mehr antisemitische Stereotype auf, die bis hin zum unverhohlenen Schüren von Judenhass reichen. Viele dieser Verschwörungsgeschichten legen nahe, dass die Corona-Pandemie ein vorgeschobener Grund zur Beeinträchtigung von Meinungsfreiheit und anderen Grundrechten sei.

Der bereits begonnene öffentliche Diskurs, der die Zivilgesellschaft in den Blick nimmt, sowie eine intensive und zugleich fachlich differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema sollten dringend fortgesetzt werden. Verschwörungsmythen müssen entschlüsselt und durch Fakten widerlegt werden. Selbsternannten Verschwörungstheoretikern muss entschieden entgegengetreten und widersprochen werden, damit keine Ängste geschürt werden.

Die selbstverständliche Wahrnehmung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit ist in jeder Situation zu gewährleisten. Die Meinungsfreiheit findet aber ihre Grenzen dort, wo strafwürdige antisemitisch motivierte Schuldzuweisungen und Verschwörungsmythen geäußert werden.

Weitere Informationen

zum Thema

Weitere Informationen

zum Thema

Pressestelle

Kontakt

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
 
 
 
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31