Teutoburger Wald

Das Bild zeigt das Kaiser Wilhelm Denkmal an der Porta Westfalica.

Teutoburger Wald

Bielefeld? Das gibt es doch gar nicht. Sagen die einen. Und schwören Stein und Bein, dass es sich dabei um eine Verschwörung handelt, die uns lediglich glauben machen soll, es gäbe die Stadt im Norden des Teutoburger Walds. Andere verweisen lapidar auf die Geschichtsbücher: Bielefeld gibt es seit mindestens 800 Jahren.

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2014 war das Jubiläumsjahr. Und damit sich auch der Rest des Landes davon überzeugen konnte, dass es die Stadt wirklich gibt, wurde auch gleich der Nordrhein-Westfalen-Tag dort begangen. Den Teutoburger Wald gibt es auch – und wie! Bereits im Jahr 9 nach Christi Geburt zeigten die Germanen den Römern hier, wo der Hammer hängt und stoppten sie, rauf bis zur Elbe vorzurücken: Berichten römischer Autoren zufolge verloren die Römer dabei ein Achtel ihres Heeres. Die Varusschlacht (oder auch Hermannsschlacht, je nachdem, ob eben aus römischer oder germanischer Sicht erzählt) war somit ein Wendepunkt in der römischen Geschichtsschreibung.

Das  Hermannsdenkmal, erbaut zwischen 1838 und 1875 auf dem Teutberg bei Detmold, soll an diese Schlacht erinnern. Nach damaligen Kenntnisstand fand sie genau dort statt – heute sind sich Experten da nicht mehr so sicher, aber das macht ja nichts: Das Denkmal wird jährlich von mehreren hunderttausend Menschen aufgesucht und ist eines der bekanntesten deutschen Sehenswürdigkeiten.

Am Denkmal startet auch der Hermannslauf: Jedes Jahr am letzten Sonntag in April laufen, walken oder wandern über 7.000 Menschen vom Hermannsdenkmal 31,1 Kilometer zur Sparrenburg , dem Wahrzeichen der Stadt Bielefeld (genau, der Stadt, die es ja angeblich nicht gibt).

Der Teutoburger Wald ist aber nicht einzig auf seine Bedeutung als historischer Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen zu reduzieren. Heute gilt er als Heilgarten Deutschlands. Es gibt zahlreiche Kurorte und Heilbäder hier, aber auch wer ohne medizinische Behandlungen einfach mal raus will aus seinem Alltag, um die Seele baumeln zu lassen, ist hier gut aufgehoben.

Bleiben noch die Menschen der Region zu erwähnen. Sie sind Ostwestfalen UND Lipper, daran gibt es nichts zu rütteln – auch wenn sei seit 1947 vereint sind. Auch das ist typisch für Nordrhein-Westfalen. Viel wurde über die Mentalität der Menschen dieser Region geschrieben, so zum Beispiel vom Magazin „Brand Eins Neuland“, einem Ableger des Wirtschaftsblatts „Brand Eins“: „Tatsächlich sind die sechs Landkreise und eine kreisfreie Stadt bis heute politisch, konfessionell und mental in diverse Segmente zerteilt.“ „Wortkarg“, „mürrisch“, „stur“ sind weitere Begriffe, die sich oft finden bei der Beschreibung der Einheimischen. Nicht wenige sagen das sogar über sich selbst. Studierende der Universität Bielefeld haben über das Thema sogar einen Film produziert. Ihr Fazit ist jedoch ein anderes: „Der Ostwestfale hat eine kühle Fassade - und dahinter ein großes, warmes Herz“. Besser hätten wir es nicht beschreiben können.

Leise also, aber äußerst effizient kommen sie denn auch in Sachen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung daher: Drei Viertel aller Küchenhersteller haben hier ihren Sitz und verkaufen normale wie absolute Luxusküchen in die ganze Welt. Gütersloh ist Heimat des Medienkonzerns Bertelsmann, der – immer noch als Familienbetrieb aufgeführt – international zu den Top 10 zählt. Mit den Universitäten in Paderborn und Bielefeld, zahlreichen Fachhochschulen und dem Herz- und Diabeteszentrum in Bad Oeynhausen verfügt die Region über ein dichtes Netz von Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Außerdem gibt es hier das Technologie-Netzwerk „it’s OWL“ – mit 174 Unternehmen, Hochschulen und weitere Partnern deutschlandweit das größte Industrie 4.0-Cluster mit dem Ziel, das Leben der Menschen smarter werden zu lassen . Nicht zu vergessen ist die Hochschule für Musik in Detmold – hier zu studieren ist eine Lebenseinstellung, heißt es

Auch sportlich hat Ostwestfalen etwas zu bieten: Exzellente Handballteams gibt es hier, in Blomberg mit den Damen ein noch erfolgreicheres als mit den Herren in Lemgo – und der Drittligist Arminia Bielefeld gilt immerhin (zusammen mit dem 1. FC Nürnberg) als Fußball-Bundesligarekordaufsteiger. Darüber hinaus findet man hier auch den derzeit einizigen Erstligisten SC Paderborn 07.

Übrigens: Beim Bielefelder Stadtfest, dem Leineweber Markt, verwandelt sich jedes Jahr im Mai die gesamte Innenstadt für drei Tage zu einer einzigen Open-Air-Bühne. Und beim  Libori-Fest im Sommer in Paderborn wird sogar 9 Tage lang gefeiert. Soviel zu dem angeblichen Thema, dass die Ostwestfalen zum Lachen in den Keller gehen.

Und was gefällt Ihnen besonders am Teutoburger Wald?
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