Svenja Schulze

Porträtfoto Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung

Svenja Schulze

Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung

Svenja Schulze wurde am 29. September 1968 in Düsseldorf geboren. Sie ist seit dem 15. Juli 2010 Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Erfahren Sie hier mehr über den Menschen Svenja Schulze und ihre Politik.

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Die Jugendlichen stehen dicht gedrängt. Viele sind mit Freund oder Freundin gekommen, weil die Universität Düsseldorf beeindruckend groß ist und weil hier ein neuer, aufregender Lebensabschnitt beginnen könnte: Das Studium. Die Abiturienten besuchen die „Woche der Studienorientierung“. Sie wollen sich informieren und sind gespannt auf die Ministerin. Svenja Schulze begrüßt erst einmal alle. „Hier an der Uni haben wir ein tolles Beispiel dafür, wie eine richtig gute Beratung aussieht. Nutzen Sie sie.“ Als sie den Schülern anbietet, ruhig Fragen zu stellen, tuscheln einige verlegen. „Vor so vielen Menschen ist das schwierig“, sagt die Ministerin. „Ich bin noch eine Weile hier, sprechen Sie mich einfach an.“

Zwei Freundinnen beschließen, es zu riskieren, weil sie die Ministerin gut finden. „Kann man den Numerus Clausus für Medizin nicht abschaffen?“ Auch ein paar andere Schüler wollen Medizin studieren. Nur die Noten sind nicht gut genug. Svenja Schulze sagt ihnen, dass die Zahl der Plätze zwar erhöht würde. „Aber an einem NC kommen wir leider nicht vorbei. Ein Medizinstudienplatz kostet doppelt so viel wie ein normaler Studienplatz.“ Da müsse man doch sorgfältig auswählen, oder? Die Jugendlichen nicken zögernd. Sie haben nicht ernsthaft damit gerechnet, dass die Ministerin auf der Stelle den NC außer Kraft setzen würde. Und dass die Plätze so teuer sind, haben sie nicht gewusst.

Svenja Schulze nimmt sich viel Zeit, wenn sie in Gesprächen mit Studierenden oder Rektoren zu erklären hat, warum etwas nicht finanzierbar ist oder länger dauert. Das hängt auch mit der Ge­schichte ihres Amtes zusammen, mit der sozialdemokratischen Bildungsoffensive der 60er und 70er Jahre. Allein Johannes Rau baute als Bildungsminister 15 Universitäten und Fachhochschulen auf. Svenja Schulze gehört einer der Generationen an, die davon profitiert haben. „Da empfindet man eine Verpflichtung, etwas an andere weiterzugeben.“ Beste Bildung ohne Studiengebühren für alle – auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann.

Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung ist verantwortlich für 37 staatliche Hochschulen in NRW. Mit ihrer direkten Art erzeugt Svenja Schulze rasch eine Atmosphäre, in der Probleme klar benannt und im besten Fall gelöst werden können. Man merkt ihr an, dass sie früh angefangen hat, Verantwortung zu übernehmen.

1968 in Düsseldorf geboren, wird Svenja Schulze mit einem jüngeren Bruder in einem bürgerlichen Elternhaus groß. Der Vater ist Kraftwerker, die Mutter Sekretärin. „Wir waren immer eine diskussionsfreudige Familie.“ Weil die Mutter in einem Betriebsrat arbeitet, wird zu Hause auch über Gerechtigkeit und Interessenvertretung debattiert. Als Svenja Schulze in Neuss Abitur macht, ist sie Landesschülersprecherin. Als sie beginnt, in Bochum Germanistik und Sozialwissenschaften zu studieren, wird sie zur AStA-Vorsitzenden gewählt.

Als sie ihr Studium beendet, ist sie längst Juso-Landesvorsitzendeund wird in den SPD-Landes­vorstand gewählt. Mit 19 Jahren zieht Svenja Schulze als jüngste Abgeordnete in den Düsseldorfer Landtag ein. Eine spannende Zeit, aber: „Ich hatte nie vor, Berufspolitikerin zu werden. Ich wollte mir ein berufliches Standbein außerhalb der Politik aufbauen.“

Nach der Wahl im Jahr 2000 verlässt sie den Landtag. Für eine Hamburger Unternehmensberatung unterstützt sie Kommunen und Landschaftsverbände bei deren Reor­ganisation. Dann wechselt sie zu einer internationalen Unternehmensberatung und arbeitet auch im europäischen Ausland. Sie lernt Betriebe und Verwaltungen von innen kennen, lernt viel über Stärken und Schwächen der Wirtschaft und  kehrt im Jahr 2004 in den Landtag zurück. Die Erfahrungen in der Wirtschaft kommen ihr als Ministerin zugute. Zwar bedeutet ein Studium für Svenja Schulze weit mehr als die Vorbereitung auf einen Beruf. „Aber die Anforderungen der Wirtschaft an Hochschulabsolventen zu kennen, halte ich für wichtig.“

Einen Schwerpunkt legt die Ministerin auf den Bereich Forschung, denn hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit der Initiative „Fortschritt NRW“ will die Ministerin Innovationen fördern, die mehr bedeuten als reine technologische Neuentwicklungen. „Es reicht heute nicht mehr, nur Ökonomie und Ökologie miteinander zu verbinden. Denn Innovationen sind zunehmend soziale Prozesse, Dienstleistungen und Lösungen, die die Folgen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt gleichermaßen im Blick haben. Fortschritt im 21. Jahrhundert bezieht die soziale Frage zusätzlich mit ein“, erläutert die Ministerin.

Svenja Schulze wohnt mit ihrem Mann seit vielen Jahren in Münster – eine Art Stadt gewordene Universität. Wenn sie, am liebsten mit dem Rad, zum Wochenmarkt auf den Domplatz fährt, sieht sie überall Studierende. Und freut sich.

Lebenslauf Landesregierung, Nordrhein-Westfalen, Kabinett,

Svenja Schulze

Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung

geboren am 29. September 1968 in Düsseldorf

Ausbildung

  • 1988: Abitur am Norfer Gymnasium in Neuss
  • Bis 1996: Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Abschluss Magister

Politischer und beruflicher Werdegang

  • 1988 bis 1989. Landesschülersprecherin NRW
  • 1990 bis 1991: AStA Vorsitzende der Ruhr-Universität Bochum
  • 1993 bis 1997: Juso-Landesvorsitzende
  • 1996 bis 2003 und seit 2006: Mitglied im SPD Landesvorstand NRW
  • Seit 2010. Mitglied im Präsidium des SPD Landesvorstand NRW
  • 1997 bis 2000: Mitglied des Landtags NRW
  • 2000 bis 2004: Unternehmensberaterin in verschiedenen Beratungen, zuletzt als Expert im Public Sector
  • Seit 2004: Mitglied des Landtags NRW
  • 2005 bis 2010: Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion NRW für Umwelt, Verbraucherschutz und Landwirtschaft
  • Seit dem 15. Juli 2010: Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Interview: "Die Landesregierung wird die Hürden im Bildungssystem abbauen – auch die finanziellen."

Wie würden Sie NRW in einem knappen Satz beschreiben?
Ein Land so vielfältig wie seine Menschen – mit dem Herzen auf dem richtigen Fleck.

Welchen Ort im Land mögen Sie am liebsten?
Den Aaasee in Münster. Hier kann ich mich bei einem Spaziergang sowohl erholen als auch neue Gedanken entwickeln. Nicht von Ungefähr ist der Aaseepark 2009 als „schönster Park Europas“ ausgezeichnet worden.

Was sollte man in NRW auf keinen Fall verpassen?
Ich empfehle unbedingt einen Besuch in Münster und dem Münsterland. Hier findet sich für jede und jeden etwas, auch für längere Aufenthalte: Stadtleben, Museen, Kirchen, Burgen, Schlösser, grüne Oasen, historische Altstädte und malerische Dörfer – um nur einiges zu nennen. Wer nur kurz Zeit hat, sollte unbedingt samstags einen Gang über den Wochenmarkt auf dem Domplatz in Münster mit einplanen.

Welche regionale Spezialität können Sie empfehlen?
Meine Lieblingsspezialität ist Münsterländer Pumpernickelpudding, ein köstliches Dessert aus Pudding, Schwarzbrot, Pumpernickel, Zuckerrübensirup und Vanillesoße.

Transparenzerklärung

Erklärung gemäß § 16 Satz 1 des Gesetzes zur Verbesserung der Korruptionsbekämpfung und zur Errichtung und Führung eines Vergaberegisters in NordrheinWestfalen (Korruptionsbekämpfungsgesetz - KorruptionsbG)

Stand: 30. Juni 2016

Nr. Organisation Funktion
Ausgeübter Beruf
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.1 Land NRW  Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung
Beraterverträge
(§ 16 Satz 1 Nr. 1 KorruptionsbG)
1.2 ./. ./.
Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes
(§ 16 Satz 1 Nr. 2 KorruptionsbG)
2.1 NRW Bank Mitglied des Verwaltungsrates
2.2 NRW Bank Mitglied des Prüfungsausschusses
2.3 NRW Bank Mitglied des Förderausschusses
Mitgliedschaft in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen in öffentlichrechtlicher oder privatrechtlicher Form der in § 1 Abs. 1 und Abs. 2 des Landesorganisationsgesetzes genannten Behörden und Einrichtungen
(§ 16 Satz 1 Nr. 3 KorruptionsbG)
3.1 Nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums
Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen
(§ 16 Satz 1 Nr. 4 KorruptionsbG)
4.1 ./. ./.
Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Gremien
(§ 16 Satz 1 Nr. 5 KorruptionsbG)
5.1 Heinrich Hertz-Stiftung Vorsitzende des Kuratoriums
5.2 Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V. Mitglied des Hauptausschusses
5.3 Max-Planck-Gesellschaft e. V. Mitglied im Senat
5.4 Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bezirksvorstand

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