Studie vorgestellt: Erste Studie zum Dunkelfeld Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen

Studie vorgestellt: Erste Studie zum Dunkelfeld Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen

7. September 2020

Im Rahmen eines Fachtages in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf wurde am 7. September zusammen mit der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, dem Bundesverband RIAS e.V. und der Servicestelle SABRA die Studie „Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen. Wahrnehmungen und Erfahrungen jüdischer Menschen“ vorgestellt.

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Im Rahmen der Studie wurden zwischen Juli und Dezember 2019 Interviews mit jüdischen Menschen aus ganz Nordrhein-Westfalen geführt. Alle Befragten und Menschen aus ihrem Umfeld sind demnach im Alltag mit Antisemitismus konfrontiert. Dieser äußert sich durch verletzendes Verhalten, Bedrohungen, antisemitische Angriffe sowie eine deutliche Zunahme des israelbezogenen Antisemitismus.
 
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Der Anteil antisemitischer Vorfälle im sogenannten Dunkelfeld ist riesig. Beschimpfungen, Schmähungen und Übergriffe werden in der Polizeistatistik nicht vollumfänglich erfasst, prägen aber den Alltag vieler Jüdinnen und Juden in unserem Land. Um diese Vorfälle ans Licht zu bringen und die Präventionsarbeit gegen Antisemitismus mit zielgerichteten Angeboten zu stärken, braucht es einen umfassenden Überblick über die antisemitischen Gefährdungen und deren Ursachen. Zentral ist dafür die Einrichtung einer leicht erreichbaren Anlaufstelle für betroffene Menschen. Eine Meldestelle zu antisemitischen Vorfällen in Nordrhein-Westfalen ist deshalb notwendig, die wir gemeinsam mit Partnern aus der Zivilgesellschaft und der Landesregierung umsetzen.“
 
Die Studie „Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen. Wahrnehmungen und Erfahrungen jüdischer Menschen“ wurde im Auftrag der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen durch SABRA – Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit, Beratung bei Rassismus und Antisemitismus gemeinsam mit Bagrut – Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins e.V., der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. und dem Bundesverband RIAS e.V. erstellt. Die Studie kann digital eingesehen werden.
 

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