Startschuss für Bau der neuen Lippedeiche

10. August 2016

Startschuss für Bau der neuen Lippedeiche

Startschuss für ein 95 Mio.-Investitionsprojekt an der Lippe

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nahm am Mittwoch, 10. August 2016, beim ersten Spatenstich für das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Lippeverbandes teil. Nach jahrelangen Vorbereitungen wird der Bau der Hochwasserschutzdeiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl mit gleichzeitiger Umgestaltung der Lippeaue nun Wirklichkeit.

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Der Bau der Hochwasserschutzdeiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl mit der gleichzeitigen Umgestaltung der Lippeaue wird nach jahrelangen Vorbereitungen jetzt Wirklichkeit: Zum ersten Spatenstich für das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Lippeverbandes kam am Mittwoch, 10. August 2016, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft an die Lippe. Zusammen mit dem Verbandsratsvorsitzenden und Halterner Bürgermeister Bodo Klimpel, mit Bereichsleiter Stefan Hager von der RAG AG und Dr. Uli Paetzel als Vorstandsvorsitzendem des Lippeverbandes gab die Ministerpäsidentin den Startschuss für das 95-Millionen-Euro-Projekt.

Der neuen Lippededeich wird ein Bau der Superlative: Zwar bleiben die künftigen Deiche mit maximal 14 Metern Höhe exakt auf der Höhe der alten Deiche, sie werden aber wesentlich breiter, dadurch weniger steil und fügen sich besser in die Landschaft ein. Auch der Umfang der Arbeiten und die Bodenmengen, die für den Deichneubau auf fünf Kilometern Flussstrecke beiderseits der Lippe benötigt werden, sind beachtlich: In siebeneinhalb Jahren Bauzeit sollen rund 3,2 Millionen Kubikmeter Sand, Kies und Oberboden bewegt, 5,6 Kilometer Deiche neu gebaut und 800 Meter vorhandene Deiche zu „Drei-Zonen –Deichen“ umgebaut werden. Außerdem werden zwei Entwässerungspumpwerke neu gebaut.

Dadurch wird nicht nur der Hochwasserschutz in der Region langfristig sichergestellt. Da die neuen Deiche im Hinterland der alten Deiche gebaut werden, hat das Bauprojekt auch einen hohen ökologischen Wert: Zwischen dem Fluss und den neuen Deichen entsteht eine breite Aue von rund 60 Hektar Fläche, die mit dem Fluss, der deutlich flacher und breiter wird, eine enge Verbindung eingeht. Damit reiht sich das „HaLiMa“-Projekt in die Kette von Renaturierungsvorhaben ein, mit denen der Lippeverband im Auftrag des Landes die Lippe nach und nach weg vom Industriefluss hin zu einem ökologisch wertvollen Lebensraum entwickelt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte: „Rund um die Lippe wird man sehen und erleben können, wie sich ein Gebiet, das früher durch eine sehr starke Industrialisierung geprägt war, nun auf ganz andere Stärken besinnt. Dieses Vorzeige-Projekt wird dabei in besonderer Weise die Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Region mit Maßnahmen der Renaturierung verbinden. Die Lippe wird in Zukunft – noch viel mehr als in der Vergangenheit – für Naturerlebnis und Erholung und damit für die hohe Lebensqualität in Nordrhein-Westfalen stehen.“

Finanziert wird das Projekt vom Bergbau und dem nordrhein-westfälsichem Umweltministerium: Beide stemmen die hohe Investitionssumme von 95 Millionen Euro gemeinsam im Verhältnis ein Drittel (NRW) zu zwei Dritteln (RAG). Das entspricht im Wesentlichen dem Verhältnis der Aufwendungen für die ökologische Verbesserung einerseits, die im öffentlichen Interesse liegt, und andererseits der langfristigen Sicherung des Hochwasserschutzes als Bergbaufolgelast.

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