Ruhrgebiet

Die UNESCO-Welterbestätte Zollverein in Essen ist auf diesem Foto abgebildet.

Ruhrgebiet

Es soll ja Menschen geben, die denken, ganz NRW bestehe aus dem Ruhrgebiet. Alle haben irgendwie mit dem Bergbau zu tun, und diejenigen, auf die das nicht zutrifft, spielen Fußball. Richtig? Jain. Klar ist: NRW wäre ohne das Ruhrgebiet nicht das, was es ist.

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Das hat auch etwas damit zu tun, dass hier einfach viele Menschen wohnen. In der Metropole Ruhr lebt ein Drittel der Bevölkerung von NRW auf 13 Prozent der Landesfläche. Schon längst jedoch macht die Mehrheit der 5,3 Millionen Menschen im Ruhrgebiet berufsmäßig eher etwas Kreatives als in Sachen Kohle. Die Zeiten, zu denen draußen keine Wäsche aufgehängt werden konnte, wollte man sie nicht rußgeschwärzt wieder abhängen, sind definitiv vorbei. Längst ist der Himmel über der Ruhr wieder blau. Aber die industrielle Vergangenheit ist natürlich nach wie vor überall zu spüren – und das ist auch gut so. Ohne den Bergbau gäbe es keine Industriedenkmale und vermutlich auch nicht die typische Ruhrgebietsschnauze.


„Geradeaus“ – das ist im Ruhrgebiet keine Richtungsangabe, sondern eine Eigenschaft, die Menschen, die „von hier wech sind“, weit über die Grenzen von NRW bekannt gemacht hat. Sie sagen, was sie denken und reden dabei nicht drum herum. Im „Pott“ spricht man also vor allem zwei Sprachen: Klartext und Tacheles. Wichtigste Charaktereigenschaft der Menschen hier ist jedoch die Zuverlässigkeit. Wie Herbert Grönemeyer, Bochums ganzer Stolz, es in einem Stern-Interview einmal formulierte: „Du musst hundertprozentig zuverlässig sein. Das ist das erste Bergmann-Gesetz. Du brauchst nicht gut Fußball spielen zu können, du brauchst kein Intellektueller zu sein. Aber wenn du nicht zuverlässig bist, dann kannst du da auswandern.“ Stimmt.

Der Strukturwandel hat zahlreiche Universitäten und Hochschulen hervorgebracht. Zu den bekanntesten gehört die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen, die Technische Universität Dortmund, die Universität Witten/Herdecke, als erste Privatuniversität Deutschlands, sowie die Fernuniversität Hagen. Diese und weitere Technologie- und Forschungseinrichtungen machen das Ruhrgebiet heute zu einem der dichtesten High-Tech-Standorte Europas.


Nicht zu vergessen ist natürlich die Folkwang Universität der Künste in Essen, wie auch überhaupt das kulturelle Angebot der Region. Die Begriffe „Tradition“ und „Moderne“ lassen sich dabei prima anwenden. Da gibt es auf der einen Seite die Cranger Kirmes in Herne, eines der ältesten Volksfeste der Welt und auf der anderen Seite die Ruhrtriennale, ein auch international gesehen nicht mehr wegzudenkendes Ereignis, dass regelmäßig neue Maßstäbe setzt. Zig weitere Theaterbühnen bieten vom klassischen Sprechtheater bis zum Musical alles an.

Und wer Fußball zum Kulturgut mitrechnet, ist mit dem VfL Bochum, Borussia Dortmund, Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 auch nicht gerade schlecht bedient.



Und was gefällt Ihnen besonders am Ruhrgebiet?
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