Rede von Dr. Oded Horowitz

21. März 2017

Rede des Vorstandvorsitzenden der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein Dr. Oded Horowitz zur Unterzeichnung des fünften Änderungsvertrags zwischen dem Land NRW und den jüdischen Landesverbänden

Redemanuskript von Dr. Oded Horowitz, Vorstandvorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein

Im Rahmen der Unterzeichnung des Fünften Änderungsvertrags zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Landesverbänden hat Dr. Oded Horowitz, Vorstandvorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, eine Rede gehalten.

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Es gilt das gesprochene Wort:

"Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Kraft,
sehr geehrter Herr Minister Lersch-Mense,
sehr geehrte Mitglieder der Landesregierung,
liebe Kolleginnen und Kollegen aus unseren Verbänden,
 
an erster Stelle möchte ich mich bedanken. Bedanken bei allen, die den heutigen Termin, zu dem wir hier zusammengekommen sind, möglich gemacht haben. Es erfüllt uns Vertreterinnen und Vertretern von rund 28.000 jüdischen Menschen in 22 Gemeinden mit großer Freude, dass es uns gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der nordrhein-westfälischen Landesregierung gelungen ist, einen Staatsvertrag abzuschließen, der in zweierlei Hinsicht bemerkenswert ist:
 
Zum einen waren es die kürzesten und einmütigsten Verhandlungen, die wir seit dem Abschluss des ersten Vertrages im Jahr 1992 miteinander geführt haben.
 
Zum anderen stellen die heute unterzeichneten Änderungen einen wichtigen Beitrag dazu dar, die bereits bestehenden vielfältigen Leistungen der jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen in Kultus- und Bildungsangelegenheiten, für junge wie ältere Menschen und Familien trotz wachsender Herausforderungen auch künftig aufrechterhalten – und sogar ausbauen zu können.

Aber nicht nur das: Wir werten es als Ergebnis der besonders guten langjährigen Beziehungen zwischen unserer jüdischen Gemeinschaft  und den jeweiligen Landespolitikerinnen und Politikern, dass die unsererseits geäußerten Notwendigkeiten, insbesondere bei Sicherheitsfragen und Investitionen in bestehende Infrastrukturen, offene Ohren gefunden haben. Noch größere Freude würde uns – ich denke ich spreche hierbei für alle Anwesenden – allerdings machen, wenn wir wesentlich weniger Geld in die leider notwendige Sicherheitsmaßnahmen investieren müssten und die Mittel stattdessen für die lohnenswerte Arbeit für unsere und mit unseren Gemeindemitgliedern verwenden könnten.
 
Das starke Signal der Landesregierung,  die Entwicklung jüdischen Lebens in unserem Bundesland als Bereicherung zu verstehen und vor diesem Hintergrund in deren positive, zukunftssichernde Zukunft zu investieren, ist für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich. Seien Sie gewiss, dass die zahlreichen haupt- und ehrenamtlich wirkenden Mitglieder der Jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sowohl heute als auch morgen und übermorgen dieses Vertrauen nicht enttäuschen werden.
 
Das jüdische Konzept der Wissensweitergabe heißt Le Dor va Dor – von Generation zu Generation. Für die Generationen von gestern haben wir eine lebenswerte jüdische Gegenwart geschaffen. Für die heutigen Generationen arbeiten wir tagtäglich an einem lebendigen Judentum. Für die kommenden Generationen investieren wir in ein vielfältiges, innovatives und bereicherndes jüdisches Leben in Nordrhein-Westfalen mit all seinen religiösen, kulturellen sowie sozialen Facettten. Eine Investition in unsere Heimat, in unser Zuhause. Der heutige Tag ist sicherlich ein Meilenstein hierfür.
 
Vielen Dank."
 

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