Zwölf Millionen Euro für saubere Mobilität
Zwei Busse stehen am Rheinufer mit dem Rheinturm und der Rheinkniebrücke im Hintergrund

Zwölf Millionen Euro für saubere Mobilität: Verkehrsministerium fördert Erwerb neuer Gas- und Elektrobusse

6. September 2021

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat vier Förderbescheide über insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro an die Regionalverkehr Köln GmbH, die Stadtwerke Münster und an die Hagener Straßenbahn AG überreicht.

 
Das Ministerium für Verkehr teilt mit:

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat vier Förderbescheide über insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro an die Regionalverkehr Köln GmbH, die Stadtwerke Münster und an die Hagener Straßenbahn AG überreicht. Die Regionalverkehr Köln GmbH schafft sieben Busse mit umweltfreundlichem Bio-Methan-Antrieb für ihre bereits bestehende Flotte an, die Stadtwerke Münster erweitern die E-Bus-Ladeinfrastruktur im Depot um 18 Ladepunkte plus zwei neue ÖPNV-Ladepunkte für E-Busse am Umsteigebahnhof Hiltrup und die Hagener Straßenbahn AG erweitert ihre Elektrobusflotte um 14 weitere Fahrzeuge sowie der zugehörigen Ladeinfrastruktur. So werden wichtige Beiträge zu mehr Klimaschutz und höhere Lebensqualität in nordrhein-westfälischen Städten geleistet.
 
Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Moderne Verkehrspolitik ist der beste Klimaschutz. Dazu brauchen wir einen ÖPNV, der seine Flotte konsequent auf emissionsarme Antriebe umstellt. Linienbusse mit Elektro- oder Bio-Methan-Motor sind eine Investition in die Zukunft und stärken die Luftreinhaltung in der Stadt. Darum fördert das Land gern die Anschaffung neuer E-Busse, die klimaschonende Nachrüstung älterer Fahrzeuge und den Ausbau der E-Bus-Ladeinfrastruktur. So machen wir Mobilität in Nordrhein-Westfalen besser, sicherer und sauberer“.
 
Zehn Millionen Euro für E-Busse und -Ladeinfrastruktur in Hagen
 
Die Hagener Straßenbahn AG erhält für die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bewilligte Maßnahme 10.004.800 Euro Landesförderung für die Beschaffung von 14 Elektrobussen sowie der zugehörigen Ladeinfrastruktur. Zur Prüfung und Inspektion der Elektrofahrzeuge wird außerhalb der Abstellhalle eine Havarie- und Prüffläche eingerichtet.
Christoph Köther, Vorstand der Hagener Straßenbahn AG: „Wir freuen uns sehr über die bewilligte Landesförderung, ohne die für uns der kostenintensive Einstieg in die Elektromobilität nicht möglich wäre. Mit der Zuwendung kann jetzt der Startschuss für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur und für die Bestellung von 14 vollelektrischen Omnibussen fallen. Damit nimmt der Klimaschutz in Hagen weiter an Fahrt auf.“
 
Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen: „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die nachhaltige Mobilität in Hagen weiter voranzubringen. Die Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli hat uns allen die immense Bedeutung eines effektiven Klimaschutzes vor Augen geführt. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir in Hagen durch die Landesförderung Elektrobusse anschaffen und die Radinfrastruktur ausbauen können.“
 
Ronald R.F. Lünser, Vorstandssprecher der VRR AöR: „Mit der Förderung der Elektrobusse und der notwendigen Ladeinfrastruktur leisten das Land Nordrhein-Westfalen und der VRR einmal mehr einen wichtigen Beitrag, um energieeffiziente Antriebssysteme als ressourcenschonende Alternative zum Diesel alltags- und linientauglich zu machen und diese langfristig im Verbundraum zu etablieren. Dies ist mit Blick auf die klimapolitischen Ziele sinnvoll und wichtig.“
 
Zwei Millionen Euro für E-Bus-Ladeinfrastruktur in Münster
 
Die Stadtwerke Münster erhalten für die vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) bewilligten Maßnahmen insgesamt 2.005.600 Euro Landesförderung. 1.370.600 Euro werden für die Erweiterung der E-Bus-Ladeinfrastruktur im Depot um 18 Ladepunkte in einer Halle und die Erweiterung um einen Werkstattarbeitsplatz für Gelenkbusse zur Verfügung gestellt. 635.000 Euro stehen für die Erweiterung der E-Bus-Ladeinfrastruktur um zwei ÖPNV-Ladepunkte für E-Busse am Umsteigebahnhof Hiltrup bereit.
 
Frank Gäfgen, Geschäftsführer für Mobilität der Stadtwerke Münster: „Dank der Unterstützung durch das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium können wir schon bald die vierte und fünfte Buslinie in Münster elektrifizieren. An der Endhaltestelle laden die Busse künftig selbstverständlich Ökostrom. So sind E-Busse nicht nur eine runde Sache für den Klimaschutz – alle in der Stadt profitieren von den lärm- und abgasfreien Fahrten. Aber für den elektrifizierten Nahverkehr reichen E-Fahrzeuge allein nicht aus. Erst die passgenaue Ladeinfrastruktur im Busdepot und qualifizierte Mitarbeiter machen Elektromobilität im ÖPNV alltagstauglich. Die Förderung durch das Verkehrsministerium gibt uns als Nahverkehrsanbieter die entscheidende Rückendeckung für die umfassende Antriebswende.“
 
Joachim Künzel, Geschäftsführer NWL: „Der NWL verfolgt konsequent das Ziel der Verkehrswende, um damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Instrument der Förderung ist dabei ein wichtiger Hebel, um die Entwicklung des Nahverkehrs im westfälischen Raum ganzheitlich zu steuern und weiterzuentwickeln. Dabei sehen wir die Ladeinfrastruktur für die Elektrobusse der Stadtwerke Münster als wichtigen Baustein.“
 
84.000 Euro für Bio-Methan-Gas-Busse der Regionalverkehr Köln GmbH
 
Die Regionalverkehr Köln GmbH erhält insgesamt 84.000 Euro Landesförderung für sieben weitere Busse, die über Bio-Methan-Gas angetrieben werden. 23 dieser Fahrzeuge sind dort bereits im Einsatz. Im vergangenen Jahr wurden Mittel für 15 Busse mit emissionsarmem Bio-Methan-Antrieb bereitgestellt, im März dieses Jahres für 23 weitere Busse.
 
Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer Regionalverkehr Köln GmbH: „Seit dem Jahr 2017 modernisieren wir unsere Busflotte im Kreis Euskirchen von dieselbetriebenen Fahrzeugen hin zu umweltfreundlichen Bio-Erdgasbussen. Die Reichweiten und Betankungszeiten dieser Busse sind mit Dieselbussen gleichzusetzen, was im Regionalverkehr von entscheidender Bedeutung ist. Dank der Förderungen werden wir sieben weitere gasbetriebene Busse anschaffen und kommen somit unserem Ziel, die gesamte Flotte im Kreis Euskirchen auf emissionsarme Fahrzeuge umzustellen, immer näher.“
 
Hintergrund
Seit 2019 unterstützt das Land die Verkehrsunternehmen bei der Umstellung auf alternative und klimafreundliche Antriebsformen zusätzlich zur Elektro- und Wasserstoffbusförderung mit einer Förderung von Gasbussen. Der Kauf derartiger Busse wird mit 40 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Dieselbus, höchstens jedoch 12.000 Euro pro Fahrzeug, gefördert.
 
Seit Anfang 2017 fördert das Land Nordrhein-Westfalen batterie-elektrisch und mit Brennstoffzellen betriebene Linienbusse des ÖPNV. Hierbei werden 60 Prozent der Dieselbuspreis übersteigenden Kosten und 90 Prozent der Infrastrukturkosten gefördert.
 
 

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