Erhalt der Biologischen Vielfalt ist zentrales Anliegen der Landesregierung

2. Oktober 2013

Zwei weitere Naturschutzprojekte erhalten EU-Förderung aus dem Life+-Programm / Minister Remmel: Erhalt der Biologischen Vielfalt ist zentrales Anliegen der Landesregierung

Die Renaturierung von Mooren in der Egge und der Schutz von Wiesenvögeln und Wildgänsen im Orsoyer Rheinbogen erhalten den Status Life+-Projekt und damit eine Projektförderung der EU. „Dieser Erfolg verdeutlicht, dass das nordrhein-westfälische Naturerbe europaweite Bedeutung hat und geschützt werden muss“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Laut Roter Liste sind in NRW 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet, wir sind dabei die Festplatte unserer Natur zu löschen. Die Life+-Förderung ist eine Auszeichnung vor allem auch für die vielen Akteure im Naturschutz, die sich für den Erhalt von Lebensräumen und der Artenvielfalt tagtäglich einsetzen.“ LIFE+ ist ein EU-Förderprogramm zur Finanzierung von Natur- und Umweltvorhaben. Der Schwerpunkt des Förderinstrumentes ist die Finanzierung des europäischen Schutzgebietsystems Natura 2000, bestehend aus FFH- und Vogelschutzgebieten.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Renaturierung von Mooren in der Egge und der Schutz von Wiesenvögeln und Wildgänsen im Orsoyer Rheinbogen erhalten den Status Life+-Projekt und damit eine Projektförderung der EU. „Dieser Erfolg verdeutlicht, dass das nordrhein-westfälische Naturerbe europaweite Bedeutung hat und geschützt werden muss“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Laut Roter Liste sind in NRW 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet, wir sind dabei die Festplatte unserer Natur zu löschen. Die Life+-Förderung ist eine Auszeichnung vor allem auch für die vielen Akteure im Naturschutz, die sich für den Erhalt von Lebensräumen und der Artenvielfalt tagtäglich einsetzen.“

LIFE+ ist ein EU-Förderprogramm zur Finanzierung von Natur- und Umweltvorhaben. Der Schwerpunkt des Förderinstrumentes ist die Finanzierung des europäischen Schutzgebietsystems Natura 2000, bestehend aus FFH- und Vogelschutzgebieten. In Nordrhein-Westfalen sind 8,6 Prozent der Fläche durch dieses Schutzgebietsystem bedeckt. Allerdings befinden sich die Gebiete und die darin lebenden Pflanzen und Tiere häufig noch in einem schlechten Erhaltungszustand, und benötigen daher noch Optimierungsmaßnahmen.

Erfreulich ist daher, dass auch in der sechsten Antragsrunde des europäischen Förderprogramms wieder Projekte aus Nordrhein-Westfalen erfolgreich waren. Die europäische Union wird, neben den schon laufenden 16 LIFE+-Naturschutzprojekten, zukünftig die Entwicklung und Optimierung der Egge-Moore und des Orsoyer Rheinbogens finanziell unterstützen. Die beiden neuen Projekte werden in der Trägerschaft von Biologischen Stationen durchgeführt.

Immerhin rund die Hälfte der deutschen LIFE+-Naturschutzprojekte werden in Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Mit Mooren und Grünlandflächen stehen Biotope im Fokus der Förderung, die aufgrund zuletzt negativer Bestandsentwicklungen besonderer Schutzbemühungen bedürfen. Daher kofinanziert das nordrhein-westfälische Umweltministerium die Projekte auch mit mehr als zwei Millionen Euro.

Das Projekt Egge-Moore der Biologischen Station Kreis Paderborn-Senne zielt auf die Renaturierung von drei Moorlebensräumen im Eggegebirge ab. Zentrale Ziele sind die Wiederherstellung eines günstigen Wasserhaushaltes, die Wiederherstellung des offenen Charakters der Moorflächen sowie die Vernetzung der drei Teilgebiete. Neben dem hohen naturschutzfachlichen Wert leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Denn Moore speichern 30 Prozent des im Boden enthaltenen Kohlenstoffs, obwohl sie nur drei Prozent der Erdoberfläche bedecken. Insgesamt stehen für das Projekt etwa 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Biologische Station im Kreis Wesel wird in den nächsten Jahren das Projekt Orsoyer Rheinbogen umsetzen. Das Projektgebiet ist Teil des europäischen Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“, welches eine herausragende Bedeutung für arktische Gänse und Wiesenvögel hat. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Nutzungsextensivierung und Wiedervernässung der Rheinaue. Hiervon werden seltene Arten wie zum Beispiel Kiebitz, Uferschnepfe und Kreuzkröte profitieren. Das Projektbudget beträgt rund 3,2 Millionen Euro.

Weiterführende Informationen sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.


Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Wilhelm Deitermann, Telefon 0211 4566-71.

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