Zwei weitere Mischfutterhersteller haben Mais aus Serbien erhalten

8. März 2013

Zwei weitere Mischfutterhersteller haben Mais aus Serbien erhalten

Zwei nordrhein-westfälische Mischfutterhersteller wurden von ihren niederländischen Händlern darüber informiert, mit Mais aus Serbien beliefert worden zu sein. Die beiden Mischfutterhersteller haben sich an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) gewandt und sich selber angezeigt. Von allen Futtermitteln wurden amtliche Proben genommen, diese werden nun auf Aflatoxine untersucht. Damit sind insgesamt drei Lieferungen von serbischem Mais direkt zu Futtermittelherstellern in NRW nachgewiesen. Ausgangspunkt ist in diesen Fällen eine Seeschiff-Lieferung, die am 20. Februar 2013 am Hafen Rotterdam gelöscht wurde. Von diesem Schiff kam auch der belastete Mais, der nach Rees geliefert wurde.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Zwei nordrhein-westfälische Mischfutterhersteller wurden von ihren niederländischen Händlern darüber informiert, mit Mais aus Serbien beliefert worden zu sein. Die beiden Mischfutterhersteller haben sich an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) gewandt und sich selber angezeigt. Von allen Futtermitteln wurden amtliche Proben genommen, diese werden nun auf Aflatoxine untersucht.

Damit sind insgesamt drei Lieferungen von serbischem Mais direkt zu Futtermittelherstellern in NRW nachgewiesen. Ausgangspunkt ist in diesen Fällen eine Seeschiff-Lieferung, die am 20. Februar 2013 am Hafen Rotterdam gelöscht wurde. Von diesem Schiff kam auch der belastete Mais der nach Rees geliefert wurde.

Es ist noch unklar, welche Mengen serbischen Mais das Seeschiff geladen hatte. Es ist ebenso unklar, wohin der Mais im Einzelnen geliefert wurde. Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat das Bundesverbraucherschutzministerium (BMELV) über die neuen Erkenntnisse informiert. Das BMELV versucht nun über das Niederländische Landwirtschaftsministerium weitere Informationen über den Verbleib des serbischen Mais und die Lieferwege zu erhalten.

Betroffen ist ein Mischfutterhersteller aus Vreden, dieser hat 30 Tonnen erhalten und rund 13 Tonnen verarbeitet. Der Rest wurde sichergestellt. Aus den 13 Tonnen Mais wurden etwa 82 Tonnen Mischfuttermittel her¬gestellt. Hergestellt und ausgeliefert wurden Futter für Legehennen, Mastschweine, Ziergeflügel, Schafe und Lämmer. Ermittelt wurde auch ein Milchviehbetrieb der Futter erhalten hatte. Dieser hat bisher aber nur eine sehr geringe Menge verfüttert, so dass keine Belastung der Milch mit Aflatoxinen zu erwarten ist, Milchproben wurden genommen. Der Händler hat bereits veranlasst, die Futtermittel auszutauschen und sicherzustellen, dass diese Futtermittel nicht mehr verwertet werden.

Ebenfalls betroffen ist ein Mischfutterhersteller aus Ostbevern, dieser hat 84 Tonnen des betroffenen Mais bezogen und bis zum 26. Februar 2013 verarbeitet. Insgesamt wurden daraus rund 2800 Tonnen Misch¬futtermittel für Legehennen, Masthühner und Aufzuchtfutter für Küken hergestellt. Die genauen Vertriebswege werden derzeit ermittelt. Der Händler hat bereits veranlasst, die Futtermittel auszutauschen und sicherzustellen, dass diese Futtermittel nicht mehr verwertet werden.

Sperrungen von landwirtschaftlichen Betrieben wurden nicht veranlasst. Da laut Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) bei der möglicherweise stattgefundenen Verfütterung von Mischfuttermitteln mit belastetem serbischen Mais keine erhöhten Werte in Fleisch, Innereien und Eier zu erwarten sind wurden keine landwirtschaftlichen Betriebe gesperrt. Bei dem Milchviehbetrieb ist wegen der geringen Menge die verfüttert wurde ebenfalls keine Gefahr für die Rohmilch vorhanden und keine Sperrung notwendig.

Hintergrund:

Aflatoxine sind Pilzgifte und gelten als hoch kanzerogene Stoffe. Der Höchstgehalt für Milch beträgt 50ng/kg oder 0,05µg/kg. Aflatoxine sind hitzestabil, werden also bei der Pasteurisation nicht inaktiviert. Deshalb ist die Minimierung in Lebensmitteln das wichtigste Ziel. Aflatoxine gehen leicht in die Milch über.

Der Landeskontrollverband führt seit Jahren jedes Jahr im Rahmen der Milchgüteprüfung über 500 (2011: 660) Untersuchungen pro Jahr auf Aflatoxine durch. Dabei lagen in den letzten Jahren alle Werte immer unter 10ng/kg Milch, was den Anforderungen an Babynahrung (25ng/kg Milch) entspricht. Bei überhöhten Werten von Aflatoxinen in Lebensmitteln, hier insbesondere in der Milch, sind die Lebensmittel sofort vom Markt zu nehmen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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