Zukunftskommission Landwirtschaft 2020 präsentiert ihre Ergebnisse

19. August 2009

Zukunftskommission Landwirtschaft 2020 präsentiert ihre Ergebnisse

„Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Umwälzungen erlebt, bedingt durch veränderte politische Rahmenbe­dingungen, technischen Fortschritt, Globalisierung und Strukturwandel. Diese Prozesse werden weiter gehen“, erläuterte Landwirtschaftsminis­ter Eckhard Uhlenberg bei der Vorstellung der Ergebnisse der nord­rhein-westfälischen „Zukunftskommission Landwirtschaft 2020“ in Wa­rendorf-Freckenhorst.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

„Die Landwirtschaft hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Umwälzungen erlebt, bedingt durch veränderte politische Rahmenbe­dingungen, technischen Fortschritt, Globalisierung und Strukturwandel. Diese Prozesse werden weiter gehen“, erläuterte Landwirtschaftsminis­ter Eckhard Uhlenberg bei der Vorstellung der Ergebnisse der nord­rhein-westfälischen „Zukunftskommission Landwirtschaft 2020“ in Wa­rendorf-Freckenhorst. „Für die Landwirtschaft bedeutet das neue Per­spektiven, aber auch Risiken und Konflikte“, so der Minister weiter. „Die Empfehlungen der Zukunftskommission sollen Politik und Wirtschaft da­bei unterstützen, die richtigen Weichenstellungen zu treffen.“

Im Laufe ihrer gut einjährigen Arbeit hat sich die Zukunftskommission mit einer breiten Palette von Themen auseinandergesetzt. Die Frage­stellungen betrafen die Entwicklung der Märkte vor Ort und weltweit, den Wandel der Betriebsstrukturen, wachsende Produktions- und Preis­risiken, die Stellung der Landwirtschaft in der Wertschöpfungskette so­wie gesellschaftliche Erwartungen hinsichtlich Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz.

Grundsätzlich schätzt die Zukunftskommission die Perspektiven für die Landwirtschaft positiv ein, da der Bedarf an Nahrungsmitteln weltweit wächst und Nordrhein-Westfalen gute Standortbedingungen bietet. Al­lerdings müsse die Landwirtschaft eine stärkere Stellung in der Wert­schöpfungskette erlangen, um besser von den Marktentwicklungen pro­fitieren zu können. Hierzu empfiehlt die Kommission unter anderem eine stärkere Vernetzung innerhalb der Landwirtschaft sowie mit der ge­samten Lebensmittel- und Ernährungsindustrie.

Von der Politik fordert die Zukunftskommission, die Rahmenbedingun­gen für die Landwirtschaft so zu gestalten, dass die Wettbewerbsfähig­keit der landwirtschaftlichen Betriebe gefördert und gewährleistet wird. Dies betrifft sowohl die rechtlichen Regelungen in Deutschland als auch die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen-Union. Die gesetzlichen Regelungen müssten einfacher und unbürokratischer werden. Zugleich erfordern auch in Zukunft die im weltweiten Vergleich höheren europäi­schen Standards zur Produktion von Lebensmitteln weiterhin einen finanziellen Ausgleich.

Die Zukunftskommission geht davon aus, dass der Strukturwandel an­hält und sich der Trend zu größeren, wettbewerbsfähigeren Betrieben insbesondere in der Tierhaltung fortsetzt. Dies müsse bei der Weiter­entwicklung des Rechtsrahmens berücksichtigt werden. Landwirtschaft­liche Flächen seien eine wertvolle Ressource für die Zukunft und sollten in der Landes- und Regionalplanung besser geschützt werden vor Um­wandlungen zum Beispiel in Siedlungs- oder Gewerbeflächen.

In Fragen zum Umwelt-, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz setzt die Zukunftskommission auf das in Nordrhein-Westfalen bewährte Koope­rationsprinzip. Gemeinsam mit der Landwirtschaft sollen weitere Fort­schritte zum Beispiel beim Gewässerzustand und dem Erhalt der Arten­vielfalt erreicht werden. Die Tierhaltung soll durch die Weiterentwicklung der Produktionsmethoden verhaltensgerechter werden. Beim Verbrau­cherschutz gehöre die Zukunft dem Landwirt als Lebensmittelunterneh­mer, der die Qualität seiner Produkte durch Eigenkontrollsysteme ga­rantiert, die die amtlichen Kontrollen ergänzen.

Die Empfehlungen der Zukunftskommission sind im Internet abrufbar unter www.umwelt.nrw.de.

Mitglieder der Zukunftskommission Landwirtschaft 2020:

•       Prof. Dr. Ernst Berg, Professor für Produktions- und Umweltökono­mie am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Uni­versität Bonn
•       Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsver­bands
•       Gerti Engels, Präsidentin des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbands
•       Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
•       Maike Gahr, Vorsitzende des Rings der Landjugend Westfalen-Lippe (Februar 2006 bis Februar 2009)
•       Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche, Professur für Agrarökonomie im Fachbereich Agrarwirtschaft Soest und Vizepräsident der Fach­hochschule Südwestfalen
•       Heinz Herker, Präsident des Landesverbands Gartenbau Westfa­len-Lippe
•       Franz-Josef Möllers, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands
•       Sylvia Schleker, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Landjugend Nordrhein (Februar 2006 bis März 2009)
•       Heinz-Josef Thuneke, Vorsitzender des Bioland-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen
•       Margret Vosseler, Präsidentin des Rheinischen LandFrauenver­bands
•       Dr. Martin Woike, Vizepräsident des Landesamtes für Natur, Um­welt und Verbraucherschutz NRW

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon: 0211/4566 719 (Wilhelm Deitermann).
 

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