Zielsetzungen der Regionalen Kulturpolitik

19. Januar 2010

Zielsetzungen der Regionalen Kulturpolitik

Die Regionale Kulturpolitik des Landes will die Kulturregionen Nordrhein-Westfalens dabei unterstützen, sich im zusammenwachsenden Europa zu profilieren und ihre Attraktivität und Identität nach innen und außen stärken.

Die Regionale Kulturpolitik des Landes will die Kulturregionen Nordrhein-Westfalens dabei unterstützen, sich im zusammenwachsenden Europa zu profilieren und ihre Attraktivität und Identität nach innen und außen stärken.

Die Kommunikation und Kooperation zwischen Kulturschaffenden und den Kulturverantwortlichen in Regionen und Land soll initiiert oder intensiviert werden. Das Land will helfen, indem es vorhandene Kräfte und Ressourcen bündelt und vernetzt. Damit sollen kulturelle Aktivitäten und Angebote gesichert und verbessert werden.

Doch regionale Kulturpolitik will mehr als „nur“ Kooperationen herstellen. Kultur soll im Kontext mit anderen Aufgabenfeldern wie Stadtentwicklung, Tourismus, Wirtschaft, Sport, Denkmalschutz stehen, um die kulturellen Möglichkeiten stärker als bisher auch in diese Bereiche hineinzutragen, nicht zuletzt um neue Partner zu gewinnen.

Kulturregionen wie das Bergische Land, die Region Aachen, der Hellweg, das Münsterland, der Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe, die "Rheinschiene", das Ruhrgebiet, das Sauerland und das Gebiet Südwestfalen-Siegerland sind historisch gewachsen und unterschiedlich landschaftlich ausgeprägt. Diese Regionen sollen aber nicht strikt voneinander abgegrenzt werden. Wer sich projektbezogen einer bestimmten Region zugehörig fühlt, soll dort mitwirken können. Die Regionen können unter inhaltlich-fachlichen Gesichtspunkten für einzelne Projekte von den klassischen Grenzen abweichen.

Typische Förderungen der Regionalen Kulturpolitik

  1. Projekte und Maßnahmen, die kulturelle Strukturen verbessern und kulturelle Grundversorgung durch Kooperation, Koordination, Vernetzung oder Arbeitsteilung in der Region sichern. Diese Versorgung umfasst das gesamte Spektrum von Theater, Orchester und Museum, über Bibliothek, Musikschule, Volkshochschule und freie Szene bis hin zu einzelnen Künstlern. Das Land stützt und festigt kulturelle Strukturen durch flankierende Maßnahmen, nicht durch Übernahme ausfallender kommunaler Mittel.
  2. Projekte und Maßnahmen, die den regionalen Informationsaustausch verbessern und die Kommunikationssysteme vernetzen. Beispiele sind gemeinsame Werbung für Kultur, Hilfe beim Zugang zu Datennetzen oder Aufbau gemeinsamer Datenpools.
  3. Projekte und Maßnahmen, die den Zugang zu Kulturereignissen und zu Kultureinrichtungen verbessern und ein auf die jeweilige Region bezogenes Kulturmarketing entwickeln – zum Beispiel durch abgestimmte Eintrittsberechtigungen und Öffnungszeiten.
  4. Koordinierte und kooperative Kulturangebote, zum Beispiel Absprachen über Programme und Prioritäten oder aufeinander abgestimmte Veranstaltungen, in die die gesamte Region oder ein wesentlicher Teil einbezogen sind.
  5. Kulturelle Qualifizierungsmaßnahmen, zum Beispiel Hilfen bei der Initiierung und Durchführung von Kulturformen, Gesprächskreisen oder Entwicklung von Vorhaben mit Modellcharakter.
  6. Projekte, die neue Wege und Formen der Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft in der Region aufzeigen.
  7. Maßnahmen zur Erhaltung von Kulturgut in den Regionen, zum Beispiel Umnutzung denkmalgeschützter Bauten für kulturelle Zwecke, aber auch Herrichtung von historischen Parks oder Industriedenkmälern für kulturelle Nutzung.
  8. Projekte, die Kultur mit anderen Bereichen wie Stadtentwicklung, Denkmalschutz, Wirtschaft, Tourismus, Sport, Jugendpflege, der städtischen und regionalen Entwicklungspolitik verbinden und damit die Lebensqualität erhöhen.
  9. Die Entwicklung und Realisierung von "Highlights", die der Region Profil geben. Dabei sollen zum Beispiel Qualitäten und Fähigkeiten zu einem Großereignis gebündelt werden, mit dem sich die Region identifizieren kann.
  10. Neuerrichtung von Kultureinrichtungen und der Aufbau von Kooperationsstrukturen mit Anschubfinanzierung, bei der zum Beispiel Personalkosten übernommen werden, wenn sie nur für eine kurze Anlaufzeit erforderlich sind.

Regionale Kulturpolitik

Regionale Kulturpolitik in NRW

Kultur und Wirtschaft

Kultur und Wirtschaft in NRW

Förderprogramm Regionale Kulturpolitik

Förderziel:
Das Land fördert die Kultur in den zehn Kulturregionen mit den Zielen,

  • die historisch gewachsenen, kulturellen Schwerpunkte (Profile) der einzelnen Regionen zu schärfen
  • die Entstehung nachhaltiger, auch spartenübergreifender Kooperationen von Kultureinrichtungen, Kulturinitiativen und Kulturschaffenden zu erleichtern
  • die Bildung neuer, vernetzter Strukturen anzuregen, die sowohl die inhaltliche Qualität als auch die wirtschaftliche Basis des Kulturangebots dauerhaft sichern und steigern
  • die Kultur im Kontext mit anderen Aufgabenfeldern zu betrachten und zu vernetzen.

Was wird gefördert?
Die Regionale Kulturpolitik fördert vorrangig Projekte, die der Umsetzung der von den Regionen erarbeiteten Profile und Konzepte dienen. Besonderer Wert wird dabei gelegt auf Projekte, die

  • beispielgebend das Kulturleben der Region in seiner Vielfalt erhalten und weiterentwickeln
  • den regionalen Informationsaustausch über Kunst und Kultur fördern
  • den Zugang zu Kultureinrichtungen und -ereignissen verbessern und neue Publikumsschichten erschließen
  • Kulturschaffende qualifizieren und weiterbilden
  • Kulturangebote einer Region koordinieren und entsprechende Strukturen schaffen, um neue Formen und Wege der Zusammenarbeit mit anderen Aufgabenfeldern, insbesondere mit Wirtschaft und Tourismus, aufzuzeigen
  • die bestimmte Zielgruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche, ansprechen oder den interkulturellen Dialog fördern

Wer wird gefördert?

  • Gemeinden und Gemeindeverbände
  • juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts, z.B. eingetragene Vereine
  • die RuhrTriennale
  • natürliche Personen

Wie wird gefördert?
Es handelt sich um Projektförderung im jeweiligen Haushaltsjahr. Es werden auch Regionen übergreifende Projekte gefördert. Grundsätzlich werden Projekte aller Kunstsparten und Zielgruppen berücksichtigt. Ausnahme: Im Ruhrgebiet werden ausschließlich die Projekte der Freien Szene gefördert.

Antragsformulare sind bei den Bezirksregierungen oder über deren Internet-Seiten erhältlich.

Beachten Sie bitte auch die obigen Zielsetzungen der Regionalen Kulturpolitik.

Wer informiert?

Ansprechpartner
für die Region Ruhrgebiet:
Reinhard Krämer, reinhard.kraemer@mfkjks.nrw.de
Christine Holsträter, christine.holstraeter@mfkjks.nrw.de

für die Regionen Region Aachen, Bergisches Land, Hellweg, Niederrhein, Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Rheinschiene, Sauerland, Südwestfalen:
Angela Braun-Kampschulte, angela.braun-kampschulte@mfkjks.nrw.de
Dr. Jens Pyper, jens.pyper@mfkjks.nrw.de
Wolfgang Gottschlich, wolfgang.gottschlich@mfkjks.nrw.de

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