Zahl der Unfalltoten sinkt in NRW stärker als im Bund

22. Februar 2013

Zahl der Unfalltoten sinkt in NRW stärker als im Bund/ Minister Jäger und Minister Groschek: Unsere Strategie wird auch in Zukunft konsequent fortgeführt

Die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2012 deutlich stärker zurückgegangen als im Bundesdurchschnitt. Der Rückgang beträgt in NRW 17 Prozent, bundesweit liegt er deutlich niedriger. „Unsere Strategie gegen den Killer Nummer 1, die Geschwindigkeit, werden wir auch in Zukunft konsequent fortführen“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales und das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilen mit:

Die Zahl der Verkehrstoten in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2012 deutlich stärker zurückgegangen als im Bundesdurchschnitt. Der Rückgang beträgt in NRW 17 Prozent, bundesweit liegt er deutlich niedriger. „Unsere Strategie gegen den Killer Nummer 1, die Geschwindigkeit, werden wir auch in Zukunft konsequent fortführen“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Allein 76 Menschen weniger starben in NRW durch die Unfallursache „zu schnelles Fahren“. Die Zahl der durch Raser verursachten Verkehrstoten ging damit um 32 Prozent zurück. „Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist in keinem Flächenland so niedrig wie in Nordrhein-Westfalen. Wir können aber noch nicht zufrieden sein, wenn jeden Monat mehr als 40 Men¬schen auf unseren Straßen sterben“, erklärte Verkehrsminister Michael Groschek.

Mit einem Rückgang von 8,6 Prozent ist die Zahl der Schwerverletzten um 1.197 auf 12.678 gesunken. Insgesamt verunglückten 75.374 Menschen, das sind 4,1 Prozent weniger als im Jahr davor. „Hinter den nüchternen Zahlen verbergen sich oft lebenslange Behinderungen und schwerste körperliche Einschränkungen. Das ist Ansporn, uns nicht auf dem Erreichten auszuruhen“, hob Jäger hervor. 574.151 Verkehrsunfälle ereigneten sich im Jahr 2012, ein Minus von 0,8 Prozent.

Seit dem vergangenen Jahr geht die NRW-Polizei mit der Verkehrsstrategie „Brems Dich - rette Leben!“ gemeinsam mit den Kommunen gegen zu schnelles Fahren vor. Damit reagierten sie auf den dramatischen Anstieg der Zahl der Verkehrstoten um 15 Prozent im Jahr 2011. „Wir setzen dabei auf mehr Kontrollen, kündigen aber die meisten der Messstellen vorher an“, sagte der Innenminister. „Wir können zwar nicht exakt zuordnen, welchen Anteil die verstärkten Geschwindigkeitskontrollen an der Entwicklung der Unfallzahlen haben, aber die Diskussion um den Blitz-Marathon hat das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens gestärkt und damit zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen beigetragen.“
 
Aus der Unfallstatistik leitet Minister Jäger einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Polizei ab. In einem ersten Arbeitsschritt werden die Unfallexperten analysieren, warum die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fahrradfahrern um 17 Prozent gestiegen ist. „Wir werden daraus ein sehr gezieltes Konzept aus Aufklärung, Vorbeugung und Kontrolle entwickeln, um die Radlerinnen und Radler besser zu schützen“, so Jäger. „Wir wollen, dass mehr Menschen das umweltfreundliche Fahrrad nutzen. Und deshalb müssen wir es so sicher wie möglich machen.“

Minister Groschek: „Wir legen Wert auf eine kontinuierliche Verkehrssicherheitsarbeit. Mit dem Netzwerk ‚Verkehrssicheres Nordrhein-Westfalen‘ sind wir gemeinsam mit der Landesverkehrswacht und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise gut aufgestellt.“ Verkehrssicherheitsarbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe vieler staatlicher und nicht staatlicher Stellen. „Aufklärungsaktionen über das richtige Verhalten im Straßenverkehr, Mobilitätserziehung in der Schule, eine vernünftige Wahl der Verkehrsmittel und sichere Straßen helfen dabei, Unfälle zu vermeiden“, erklärte der Verkehrsminister. „Diese Netzwerkarbeit unterstützt das Land mit zwei Millionen Euro jährlich.“

Hintergrundinformationen (Grafik)

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300 oder an die Pressestelle des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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