Förderung von Genderforschung

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
13. Dezember 2015

Wissenschaftsministerium fördert 13 Professuren in der Genderforschung mit jährlich einer Million Euro

Genderforschung auch in Medizin, Natur- und Ingenieurswissenschaften

Jährlich eine Million Euro stellt das Wissenschaftsministerium durch das Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen für Genderforschung zur Verfügung. Angesprochen sind vor allem jene Bereiche, die bislang noch keine oder wenige Genderprofessuren aufweisen.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Jährlich eine Million Euro stellt das Wissenschaftsministerium durch das Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen für Genderforschung zur Verfügung. Angesprochen sind vor allem jene Bereiche, die bislang noch keine oder wenige Genderprofessuren aufweisen.

Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen konnten sich im Mai 2015 um eine Förderung bewerben. Ab Januar 2016 werden nun 13 Professuren zum Beispiel aus den Bereichen Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Theologie über drei Jahre mit 75.000 bzw. 100.000 Euro in ihren Forschungsarbeiten unterstützt.

„Ich bin davon überzeugt, dass eine breite Verankerung der Genderforschung in allen Wissenschaftsbereichen den Weg zu einer geschlechtergerechteren Hochschullandschaft ebnet. Die systematische Berücksichtigung der Gender-Perspektive steigert die Qualität der Forschungs-ergebnisse. Dies ist im Interesse der nordrhein-westfälischen Hochschulen”, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Ziel ist es, neue Felder für die Genderforschung zu erschließen und damit das Themenspektrum des bundesweit anerkannten Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW moderner, breiter und offener aufzustellen. Die Vielzahl der eingegangenen Anträge verdeutlicht das Interesse und Engagement der Hochschulen an einer breiten Verankerung der Genderforschung in allen Wissenschaftsbereichen.

Das Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen basiert auf drei Säulen und unterstützt die Hochschulen auf ihrem Weg zu mehr Geschlechtergerechtigkeit. Insgesamt werden jährlich rund 5,5 Millionen Euro für die Säulen Gleichstellungsförderung, Nachwuchsförderung und Genderforschung zur Verfügung gestellt.
 

Hochschule Professuren
Düsseldorf Gendersensible Gewaltpräventionsforschung
Siegen Die Bibel und ihre Didaktik – Gender Studies / Masculinity Studies
Duisburg-Essen Experimentelle Psychobiologie unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten
Duisburg-Essen Experimentelle Psychobiologie unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten
Duisburg-Essen Molekulargenetik von Adipositas und Essstörungen unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten
Münster Experimentelle Physik und Geschlechterforschung in der Physik
Köln Medizinische Psychologie: Neuropsychologie und Gender Studies
Bielefeld Sozialpsychologie und experimentalpsychologische Genderforschung
Münster Christliche Sozialwissenschaft und sozialethische Genderforschung
FH Dortmund Sozialmedizin und Public Health mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität
FH Düsseldorf Wirtschaftswissenschaften, insbesondere Personalmanagement und Gender Studies
FH Bochum Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Marketing unter besonderer Berücksichtigung von Genderfragen
Folkwang Brückenprofessur mit Genderdenomination unter Einschluss von Diversity-Aspekten

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