Wissenschaftliche Studie gibt Familienzentren sehr gute Noten

12. Mai 2009

Wissenschaftliche Studie gibt Familienzentren sehr gute Noten - Minister Laschet: „Erfolgsgeschichte wird weiter ausgebaut“

„Das Konzept der Landesregierung, Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterzuentwickeln, findet breite Anerkennung und hat bereits nach kurzer Zeit positive Effekte ausgelöst“, sagte Familienminister Armin Laschet beim Fachkongress „Familienzentren in Nordrhein-Westfalen - eine Zwischenbilanz im Dialog mit den Nachbarn“ in Aachen.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Das Konzept der Landesregierung, Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterzuentwickeln, findet breite Anerkennung und hat be­reits nach kurzer Zeit positive Effekte ausgelöst“, sagte Familienminister Armin Laschet heute (12. Mai 2009) anlässlich des Fachkongresses „Familienzentren in Nordrhein-Westfalen - eine Zwischenbilanz im Dialog mit den Nachbarn“ in Aachen. Auf der Veranstaltung wurden erst­malig die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Familienzentren vorgestellt. Wichtig sei vor allem, so Laschet weiter, „dass alle Familien von dem vielfältigen Angebot der Familienzentren profitieren. Vor allem aber diejenigen, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind: Alleinerziehende, bildungsfernere Familien und Familien mit Zu­wanderungsgeschichte. Auf diese Ergebnisse können wir stolz sein!“

Für die Studie wurden unter anderem Jugendämter, die Kooperationspartner Familienbildung und Familienberatung sowie Eltern befragt. Alle Befragten stellen den Familienzentren gute Zeugnisse aus. Eltern wünschen sich von den Familienzentren vor allem die Förderung der Bildungschancen ihrer Kinder, konkrete Hilfestellungen bei der Erziehung und gut ausgebaute Betreuungsangebote, um Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können. Die wissenschaftliche Begleitung wurde von der Pädagogischen Qualitäts-Informations-Systeme gGmbH (PädQUIS) unter der Leitung von Professor Dr. Wolfgang Tietze durchgeführt.

Auf der Basis von über 2.000 Elternbefragungen in Nordrhein-Westfalen kommt PädQUIS zu dem Ergebnis, dass die Zufriedenheit der Eltern mit dem Umfang des Angebotes der Familienzentren steigt: Während bei Familienzentren mit neun Angeboten lediglich 20 Prozent der Eltern sehr zufrieden sind, steigt der Anteil der sehr zufriedenen Eltern bei Familienzentren mit 20 und mehr Angeboten auf 67 Prozent. Insgesamt sind Eltern mit Kindern in Familienzentren zufriedener mit dem Angebot (86 Prozent) als Eltern in einer üblichen Kindertageseinrichtung (81 Pro­zent). Bei beiden Einrichtungstypen sind vor allem gemeinsame Aktivi­täten für Eltern und Kinder, ein warmes Mittagessen für die Kinder, Treffpunkte für Eltern in der Einrichtung und Informationsveranstaltun­gen zu Fragen der Kindererziehung von Interesse.

„Diese Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung zeigen, dass der flächendeckende Ausbau der Familienzentren in Nordrhein-Westfalen der richtige Weg ist“, kommentiert Laschet die Untersuchungsergeb­nisse. „Familienzentren in Nordrhein-Westfalen stehen für Betreuung, Bildung und Beratung auf einem qualitativ hohen Niveau. Dafür sorgt ein Kriterienkatalog des Landes. Nur wer diesen erfüllt, kann das Gütesiegel „Familienzentrum Nordrhein-Westfalen“ erhalten. Damit stellen wir gegenüber den Familien klar, dass sie in dieser Einrichtung bestens betreut und beraten werden“, führte der Minister fort.

Fast zeitgleich mit den Familienzentren in Nordrhein-Westfalen wurden in Luxemburg die so genannten Maisons relais initiiert. „Mit der Einfüh­rung der Maisons relais für die Kinderbetreuung reagiert Luxemburg auf ein wichtiges Ziel der Familienpolitik: die Abstimmung zwischen Famili­enleben und beruflichen oder sozialen Pflichten“, beschreibt Marie-Josée Jacobs, Ministerin für Familie und Integration sowie für Chancen­gleichheit des Großherzogstums Luxemburg, auf der Fachveranstaltung das Ziel dieser Einrichtungen. Ebenso wie die Familienzentren wollen sie ein Netzwerk zwischen Eltern, Schule, Vereinen und weiteren Ange­boten herstellen und eine flexible Kinderbetreuung schaffen.

Minister Laschet fügte hinzu: „Der Fachkongress hat gezeigt, dass El­tern-Kind-Zentren wirksame Modelle zur Förderung der Familie als Gan­zes sind. Sie sind ein innovativer Weg zu einer engmaschigen örtlichen Infrastruktur, die alle Familien erreichen kann und in den Kommunen ein familienfreundliches Umfeld schafft. Früher war es der Autobahnan­schluss, der eine Kommune besonders attraktiv machte, heute ist es ein gut ausgebautes Netz an Betreuung, Bildung und Beratung für Fami­lien.“

In Nordrhein-Westfalen wurden bereits rund 1.500 Familienzentren verwirklicht. Bis zum Jahr 2012 sollen sich insgesamt 3.000 Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickeln. Die Einrichtungen erhalten eine Förderung des Landes in Höhe von jährlich 12.000 Euro.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung der Familienzentren und zum Fachkongress sind zu finden auf der Internetseite unter www.mgffi.nrw.de sowie www.familienzentren.nrw.de.

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