Bayern und Nordrhein-Westfalen vereinbaren Zusammenarbeit bei Ausbildung von Schulpsychologen und Migrantenförderung

3. Dezember 2009

„Wir haben viele vergleichbare Reformvorhaben“ / Bayerns Kultusminister Spaenle und die nordrhein-westfälische Schulministerin Sommer vereinbaren Zusammenarbeit bei Ausbildung von Schulpsychologen und Migrantenförderung

Bei der Ausbildung von Schulpsychologen und bei der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund wollen Bayern und Nordrhein-Westfalen künftig eng zusammenarbeiten. Dies vereinbarten die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer und Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei einem Arbeitstreffen in München.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Bei der Ausbildung von Schulpsychologen und bei der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund wollen Bayern und Nordrhein-Westfalen künftig eng zusammenarbeiten. Dies vereinbarten heute die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer und Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei einem Arbeitstreffen in München.

„Wir müssen der psychologischen Betreuung in den Schulen in den nächsten Jahren eine hohe Aufmerksamkeit widmen“, waren sich Ministerin Sommer und Minister Spaenle einig. In diesem Bereich wurde z. B. eine gemeinsame Tagung für Schulpsychologen und Kriseninterventionsteams vereinbart.

„Eine wichtige Herausforderung stellt sowohl in Bayern wie in Nordrhein-Westfalen die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte dar“, erklärten die beiden Bildungspolitiker und ergänzten: „Wir wollen und müssen diese jungen Menschen noch stärker als bisher fördern.“ Gerade in Fragen der individuellen Sprachförderung wie auch in Fragen der Integration werden die beiden Länder künftig eng zusammenarbeiten.

Die beiden größten Länder der Bundesrepublik, in denen zusammen ein Drittel der Schülerinnen und Schüler der Bundesrepublik in die Schule geht, beschäftigen sich derzeit mit vergleichbaren Reformvorhaben: Sie entwickeln einerseits das gegliederte Schulwesen weiter und wollen auf der anderen Seite die Qualität und Teilhabegerechtigkeit steigern. „Qualität und Gerechtigkeit“, sind für Minister Spaenle die zentralen Herausforderungen für das Bildungswesen.

Staatsminister Spaenle stellte bei dem Treffen die von ihm gewünschte „Kultur des Dialogs“ vor, eines Dialogs mit allen, die am Bildungsprozess beteiligt sind. Ein Kernbestandteil des Dialogs seien Dialogforen, in denen derzeit die Weiterentwicklung der Hauptschulen bewerkstelligt wird – und zwar unter Einbeziehung der Erfahrungen und Anliegen der Beteiligten vor Ort. Dr. Spaenle betonte zudem, dass die Sicherung der Übergänge zwischen den Schularten, aber auch zwischen Kindergarten und Grundschulen sowie von der Schule in den Beruf von besonderer Bedeutung sei.

Ministerin Sommer wies auf die Qualitätsoffensive Hauptschule hin und stellte die neue Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen vor. In Nordrhein-Westfalen ist – anders als in Bayern - die gesamte Lehrerbildung vereinheitlicht und auf 10 Semester ausgerichtet worden. Ministerin Sommer erläuterte die Hintergründe dieser Reform: „Mit der neuen Lehrerausbildung bereiten wir zukünftige Lehrkräfte noch besser auf ihre Aufgaben vor. Dies beginnt zum Beispiel schon vor dem Studium, indem wir den jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre persönliche Eignung für den Lehrerberuf in einem Praktikum zu überprüfen.“ Minister Spaenle unterstrich, dass er bis Mitte 2010 ein umfassendes Konzept zur Lehreraus- und -fortbildung vorlegen werde.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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