Wiederansiedlung: Maifische im Rhein

16. Juni 2010

Wiederansiedlung: Ministerin Lautenschläger und Minister Uhlenberg setzen Maifische in den Rhein ein

Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger und der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg haben in Köln mehrere hundert junge Maifische in den Rhein entlassen. „Wir möchten, dass der Maifisch wieder im Rhein heimisch wird“, sagte Uhlenberg.

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt und Natur­schutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucher­schutz teilen mit:

Hessens Umweltministerin Silke Lautenschläger und der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg haben am Mittwoch in Köln mehrere hundert junge Maifische in den Rhein entlassen. „Wir möchten, dass der Maifisch wieder im Rhein heimisch wird“, sagte Uhlenberg. Das Projekt zur Wiederansiedlung läuft seit drei Jahren, vier Millionen junge Maifische sind in dieser Zeit eingesetzt worden. „Wir hoffen, dass wir in der Zukunft ohne begleitende Besatzmaßnahmen auskommen“, sagte die hessische Umweltministerin Lautenschläger. „Für das Jahr 2013 erwarten wir die ersten aus dem Meer zurück­kehrenden Maifische im Rhein.“

Das Wiederansiedlungsprojekt, bei dem Nordrhein-Westfalen die Federführung hat, wird von der Europäischen Union finanziell gefördert. „Vor wenigen Tagen haben wir von der EU die gute Nachricht erhalten: Unter dem Titel Life-plus soll die Förderung bis Ende 2015 weiter­laufen“, verkündete Uhlenberg. „Unsere gute, aussichtsreiche Arbeit wird belohnt. Die Wiederansiedlung des Maifisches ist eine europäische Aufgabe. Und wir haben eine gute Chance, denn die Lebensbedin­gungen für Fische im Rhein haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert."

Hunderttausende der bis zu drei Kilogramm schweren heringsartigen Fische zogen bis vor 100 Jahren jedes Jahr im Mai den Rhein hinauf und waren eine wichtige Einkommensquelle für die Fischer. Durch die Verschmutzung des Wassers und Baumaßnahmen verschwanden sie aus dem Rhein, heute gibt es nur noch wenige Restbestände in Europa. „Der Maifisch stellt eine ökologisch wertvolle Bereicherung des Arten­spektrums des Rheins dar“, erklärte Ministerin Lautenschläger.

Neben Nordrhein-Westfalen und Hessen sind auch die Niederlande und Frankreich an dem Life-Projekt beteiligt. „Die jungen Maifische für die Besatzmaßnahme stammen aus den Flüssen Garonne und Dordogne, die durch Hessens französischer Partnerregion Aquitaine fließen. Dort lebt der größte, in Europa verbliebene Maifischbestand. Unser Projekt ist somit ein besonders gutes Beispiel für eine wirklich gelebte Partner­schaft“, sagte die Ministerin.

Lautenschläger hob hervor, dass die Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein von zahlreichen ehrenamtlich tätigen Helfern, engagierten Fischern, Vereinen sowie den mitwirkenden Fachleuten und Koope­rationspartnern getragen werde und dankte diesen für ihr Engagement.

Hintergrund:

Der heringsartige Maifisch wird 50 bis 70 Zentimeter lang und bis zu drei Kilogramm schwer. Er verbringt den größten Teil seines Lebens im Meer. Wie der Lachs kommt der Maifisch einmal in seinem Leben vom Meer zurück in die Flüsse. Im Alter von drei bis fünf Jahren wandert er im Frühjahr in großen Schwärmen viele hundert Kilometer die Flüsse hinauf, um sich während der warmen Mainächte auf Kiesbänken fort­zupflanzen und anschließend zu sterben. Nach nur vier Tagen schlüp­fen bereits die kleinen Maifische aus den Eiern. Von der Strömung lassen sie sich über die Sommermonate hinweg die Flüsse abwärts bis in das offene Meer hinaus treiben.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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