Finan­zierung des nordrhein-westfälischen Stipendienprogramms steht

16. September 2009

Wichtigste Vorbereitung für Premiere abgeschlossen: Private Finanzierung aller 1400 Stipendien in Nordrhein-Westfalen steht / Bundesrat berät Freitag über nordrhein-westfälischen Antrag zu nationalem Stipendiensystem

Die Vorbereitungen für die Premiere sind abgeschlossen: Die Finan­zierung des nordrhein-westfälischen Stipendienprogramms steht. Auch der von Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart Anfang August ge­währte Nachschlag von 200 zusätzlichen Stipendien hat die notwen­digen privaten Geldgeber gefunden. Damit startet das Stipendien­programm zum Wintersemester mit insgesamt 1400 Stipendien.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

Die Vorbereitungen für die Premiere sind abgeschlossen: Die Finan­zierung des nordrhein-westfälischen Stipendienprogramms steht. Auch der von Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart Anfang August ge­währte Nachschlag von 200 zusätzlichen Stipendien hat die notwen­digen privaten Geldgeber gefunden. Damit startet das Stipendien­programm zum Wintersemester mit insgesamt 1400 Stipendien.

Die Stipendien – 300 Euro monatlich – kommen je zur Hälfte aus privat eingeworbenen Spenden und aus Landesmitteln. 33 der 36 öffentlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen nehmen zum kommenden Winter­semester am Stipendienprogramm teil. Die meisten Stipendien entfallen mit 149 auf die RWTH Aachen, dicht gefolgt von der Universität Duisburg-Essen mit 136 und der Universität Bochum mit 120 Stipen­dien. Unter den Fachhochschulen sind die FH Köln mit 61, die FH Niederrhein mit 44 und die FH Südwestfalen mit 36 Stipendien führend. Alle Hochschulen haben zentrale Ansprechpartner für Bewerber be­nannt. Eine Übersicht bietet die Homepage des Innovationsministeriums www.innovation.nrw.de.

Am kommenden Freitag berät der Bundesrat über einen Antrag Nordrhein-Westfalens zur bundesweiten Umsetzung eines Stipendien­programms nach nordrhein-westfälischem Vorbild. Ziel des Entschlie­ßungsantrags ist es, neben der einkommensabhängigen Studienför­derung durch das Bafög eine zweite begabungsabhängige Säule in der Studienfinanzierung zu etablieren, mit der mittelfristig die besten zehn Prozent aller Studierenden in Deutschland gefördert werden können.

Pinkwart zeigt sich optimistisch, dass die nordrhein-westfälische Premiere in diesem Wintersemester zugleich den Start für eine neue Stipendienkultur in ganz Deutschland markieren kann: „Angesichts des Erfolgs dieses Ansatzes in Nordrhein-Westfalen sollten nun auch die Bundesländer ihre Zweifel aufgeben, die bisher in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz blockiert haben. Der Bundesrat kann jetzt die Vorbereitungen treffen, um möglichst schnell mit der neuen Bundes­regierung ein bundesweites Stipendienmodell einführen zu können“, sagte Pinkwart.

Das nordrhein-westfälische Stipendiensystem

Mit 300 Euro monatlich werden die begabtesten Studierenden unab­hängig vom Einkommen der Eltern gefördert. Die Hälfte eines jeden Stipendiums werben die Hochschulen bei privaten Förderern ein, das Land gibt die andere Hälfte dazu. Ausgewählt werden die Stipendiaten nach Begabung und Leistung durch die Hochschulen, die gemeinsam mit den privaten Geldgebern die Details der Förderung gestalten. Studierende, die an einem Stipendium interessiert sind, bewerben sich direkt an ihrer Hochschule. Die Hochschulen führen derzeit die Aus­wahlverfahren durch. Das Stipendienprogramm soll in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden.

Ziel Nordrhein-Westfalens ist es, das nordrhein-westfälische Modell bundesweit zu etablieren. Mit der Unterstützung des Bundes, die nach dem Vorschlag Nordrhein-Westfalens analog zur Bafög-Finanzierung 65 Prozent der staatlichen Mittel ausmachen soll, könnte die Anzahl der jährlich zu vergebenen Stipendien verdreifacht werden. Innerhalb von vier Jahren könnte so jeder zehnte Studierende in Regelstudienzeit ein Stipendium erhalten.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Telefon 0211/896-4790.

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