Westfälisch-Lippischer Preis für Denkmalpflege vergeben

29. November 2009

Westfälisch-Lippischer Preis für Denkmalpflege für Familie aus Herten und die Stadt Marl

Den Westfälisch-Lippischen Preis für Denkmalpflege erhalten in diesem Jahr Sascha Töreki und Karin Hahn-Töreki aus Herten-Westerholt für die vorbildliche Restaurierung ihres Fachwerkhauses aus dem Jahr 1808. Bauminister Lutz Lienenkämper übergab die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung in Marl.

Das Ministerium für Bauen und Verkehr teilt mit:

Den Westfälisch-Lippischen Preis für Denkmalpflege erhalten in diesem Jahr Sascha Töreki und Karin Hahn-Töreki aus Herten-Westerholt für die vorbildliche Restaurierung ihres Fachwerkhauses aus dem Jahr 1808. Bauminister Lutz Lienenkämper übergab die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag (29. November 2009) in Marl. „Wir unterstützen mit diesem Preis das vorbildliche Engagement von Denkmaleigentümern. Die ausgezeichneten Baudenkmäler spiegeln das Aufgabenspektrum, das Engagement, aber auch die Probleme in der Denkmalpflege. Familie Töreki hat mit viel Enthusiasmus, Eigenleistung und einem über Jahre erworbenen Sachverstand ihr kleines Fachwerkhaus restauriert, das heute das Ortsbild von Westerholt prägt“, betonte Minister Lienenkämper.

Eine Anerkennung erhält die Stadt Marl als kommunaler Eigentümer für die behutsame Instandsetzung des Adolf-Grimme-Institutes. Es wurde nach Plänen des Architekten Günter Marschall in den Jahren 1953-1955 als erste deutsche Volkshochschule erbaut. „Die Stadt hat mit der Sanierung des Adolf-Grimme-Institutes bewiesen, dass sich auch ein Gebäude aus den 1950er Jahren gleichzeitig energetisch optimieren und denkmalgerecht sanieren lässt“, sagte Lienenkämper.

Anerkennungen erhielten darüber hinaus:

  • Wolfgang Werner für die Umnutzung des Malakowturmes der ehemaligen Zeche Holland 1/2 in Gelsenkirchen-Ückendorf. „Der Einbau von hochwertigen Wohnungen in die fast schon zur Ruine heruntergekommene Zeche zeigt: Investitionen in den denkmalgeschützten Bestand können auch wirtschaftlich interessant sein“, so der Minister.
  • Carsten und Jörg Ackermann für die Sanierung des ehemals städtischen Thorn-Prikker-Hauses in Hagen-Eppenhausen. In der Siedlung „Am Stirnband“ wurden Anfang des 20. Jahrhunderts auf Initiative von Karl Ernst Osthaus „vorbildliche Häuser“ errichtet.
  • die Evangelische Kirchengemeinde Dortmund-Eving für den Umbau der Evangelischen Segenskirche zu einem Gemeindezentrum bei Erhalt der liturgischen Funktion. Der Umbau steht für eine Bauaufgabe, die sich immer häufiger stellt: Angesichts schrumpfender Mitgliederzahlen und rückläufiger Einnahmen können viele Kirchengemeinden ihre Baudenkmäler nur halten, wenn sie sie multifunktional nutzen und dafür andere Bauten aufgeben.

Hintergrund:

Der Westfälische Preis für Denkmalpflege wird seit 1994 alle zwei Jahre verliehen. Er ist vom Ministerium für Bauen und Verkehr mit 7000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury sind: Emanuela von Branca, Freiherr Georg von Brenken, Karola Geiß-Netthöfel, Dr. Markus Harzenetter, Dr. Edeltraud Klueting, Freiherr Felix zu Knyphausen, Dr. Paul Artur Memmesheimer, Reinhard Miermeister, Dr. Birgitta Ringbeck, Dr. Thomas Otten, Svenja Schrickel, Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Christiane Underberg, Andreas Thiemann, Bodo Zapp, Albert Simons von Bockum-Dolffs.

Die Auszeichnung ist für Eigentümer bestimmt, die ihre Denkmäler in beispielhafter Weise erhalten, nutzen und pflegen. Der Preis soll verdeutlichen, dass die Pflege des kulturellen Erbes vor allem vielen, meist privaten Eigentümern zu verdanken ist.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Bauen und Verkehr, Telefon 0211 3843-1015.

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