In Westdeutschland bildet Nordrhein-Westfalen die meisten Erzieherinnen und Erzieher aus

19. Juli 2012

In Westdeutschland bildet Nordrhein-Westfalen die meisten Erzieherinnen und Erzieher aus

Familienministerin Ute Schäfer hat vor dem Hintergrund des von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Ländermonitors zum Bedarf von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen darauf hingewiesen, dass Nordrhein-Westfalen die größte Ausbildungskapazität für Erzieherinnen und Erzieher unter den westdeutschen Bundesländern aufweist.

Düsseldorf, 19. Juli 2012. Familienministerin Ute Schäfer hat vor dem Hintergrund des von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Ländermonitors zum Bedarf von pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen darauf hingewiesen, dass Nordrhein-Westfalen die größte Ausbildungskapazität für Erzieherinnen und Erzieher unter den westdeutschen Bundesländern aufweist.

"Die meisten Erzieherinnen und Erzieher werden in Nordrhein-Westfalen ausgebildet, weil wir in den vergangenen Jahren im Hinblick auf den zu erwartenden Fachkräftemehrbedarf die Ausbildungskapazitäten massiv ausgebaut haben. Die Dortmunder Arbeitsstelle für Kinder und Jugendhilfestatistik, auf deren Daten sich die Bertelsmann Stiftung stützt, hat in ihrem neuesten Analyseband Nordrhein-Westfalen aktuell  bescheinigt, dass das 'Gros der Erzieherinnen und Erzieher in Westdeutschland in Nordrhein-Westfalen ausgebildet wird' ", erklärte Schäfer.

Insgesamt sind rund 86.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen beschäftigt, darunter rund 60.000 Erzieherinnen und Erzieher. Im vergangenen Schuljahr (2011/2012) befanden sich rund 19.000 angehende Erzieherinnen und Erzieher in NRW im Berufsausbildungssystem.

"Das ist im Verhältnis zu den Beschäftigtenzahlen eine ausgesprochen hohe Ausbildungsleistung. Nordrhein-Westfalen hat also durch die bereits hohen Ausbildungskapazitäten gute Voraussetzungen, den Fachkräftemehrbedarf in den nächsten Jahren auch erfüllen zu können.

"Deshalb muss ich sagen, dass ich trotz aller Wertschätzung für die Bertelsmann Stiftung ihre Beurteilung des Fachkräftemarktes für den Erzieherberuf in  Nordrhein-Westfalen nicht teilen kann", erklärte Schäfer.

Über die Ausweitung von Ausbildungskapazitäten hinaus, sehe das Land außerdem eine weitere Möglichkeit zur Deckung des Fachkräftemehrbedarfs in der Aufstockung von Teilzeitarbeitsverhältnissen. "Auch wenn Nordrhein-Westfalen mit 56 Prozent im Bundesländervergleich die höchste Vollzeitbeschäftigungsquote in den Kindertageseinrichtungen vorweisen kann – auf die wir im übrigen auch stolz sind -  bedeutet das dennoch: Beinahe die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kitas sind teilzeitbeschäftigt. Hier liegt ebenfalls ein beträchtliches Potenzial zur Deckung des Fachkräftemehrbedarfs", sagte Schäfer.

Die Dortmunder Arbeitsstelle für Kinder und Jugendhilfestatistik habe für Nordrhein-Westfalen bei einer Betreuungsquote von 35 Prozent der unter Dreijährigen einen zusätzlichen Bedarf von 3.400 Fachkräften errechnet. Die von der Bertelsmann Stiftung genannte Zahl von 6.750 Fachkräften beziehe sich auf eine Betreuungsquote von 37 Prozent landesweit.

"Hier liegen verschiedene Berechnungsszenarien und Prognosen zugrunde. Klar ist jedoch ohne Zweifel, dass der Ausbau der U3-Betreuung einen Mehrbedarf an Fachkräften mit sich bringt, der regional sehr unterschiedlich sein wird. Bei allen Bemühungen des Landes darf dabei allerdings auch nicht vergessen werden: Das Land ist nicht der Arbeitgeber von Erzieherinnen und Erziehern. Es kann Ausbildungskapazitäten erhöhen, Rahmenbedingungen verbessern und Ausbildungsanreize setzen – es kann aber nicht die Arbeitsverhältnisse und -verträge vor Ort bestimmen. Das ist Aufgabe der Arbeitgeber. Hier stehen die Träger in der Verantwortung, Anreize zu schaffen", betonte die Ministerin.

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