Weltweit einzigartiger Radschnellweg

13. Juni 2016

Weltweit einzigartiger Radschnellweg: Ministerpräsidentin Kraft und Minister Groschek setzen Spatenstich für nächsten Abschnitt des RS1

Es geht voran beim bundesweit ersten Radschnellweg, der einmal die Städte Hamm, Dortmund, Bochum, Essen, Mülheim und Duisburg auf einer Länge von 101 Kilometern miteinander verbinden wird.

 
Die Staatskanzlei und das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilen mit:

Es geht voran beim bundesweit ersten Radschnellweg, der einmal die Städte Hamm, Dortmund, Bochum, Essen, Mülheim und Duisburg auf einer Länge von 101 Kilometern miteinander verbinden wird. Nachdem im vergangenen Jahr die Strecke vom Hauptbahnhof Mülheim an der Ruhr bis zur Stadtgrenze Essen eröffnet worden ist, hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heute gemeinsam mit Verkehrsminister Michael Groschek den Spatenstich für den nächsten Abschnitt gesetzt. Dieses 600 Meter lange Teilstück reicht vom Mülheimer Hauptbahnhof bis zur Ruhrbrücke und führt so das weltweit beachtete Projekt fort.
 
„Ich freue mich sehr, heute hier zu sein, denn eine tolle Idee wird Wegstück für Wegstück verwirklicht. Diese Idee reifte vor sechs Jahren im Kulturhauptstadtjahr: Für einen Tag war die A40, also der Ruhrschnellweg, fest in den Händen der Radfahrer und Fußgänger. Da wurde ganz deutlich: Es ist gut, wenn wir mehr Raum schaffen für diese Formen der Mobilität. Dieser Impuls von damals hat gewirkt, der Plan eines großen Radschnellwegs im Ruhrgebiet hat Gestalt angenommen und wird Realität“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
 
Für die querungsfreie Verbindung durch die Mülheimer Innenstadt wurde die stillgelegte Trasse der Rheinischen Bahn genutzt. Nach der Fertigstellung verbindet der Rad- und Fußweg die Hochschule Ruhr West, die sich gerade im Aufbau befindet, mit der neuen Ruhrpromenade, dem zentralen Rathausmarktplatz und dem Hauptbahnhof.
 
„Die Radmagistrale diagonal durch das Ruhrgebiet ist ein Gewinn für Berufspendler und Freizeitverkehr“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek. „Neben dem Ausbau der Autobahnen und dem Gleisausbau für den RRX ist der RS 1 Aufbruchssignal für neue Mobilität in der staugeplagten Region.“ An der Strecke durch Mülheim sollen Aussichtspunkte, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche mit Bänken entstehen. Vorgesehen ist, dass das Mülheimer Stück Mitte 2017 abgeschlossen ist.
 
Der Abschnitt hat zwei Zugänge: Die Rampe an der Max-Kölges-Straße direkt am Hauptbahnhof, die vom Regionalverband Ruhr (RVR) bereits fertig gestellt wurde, stellt einen barrierearmen Zugang dar. Außerdem entsteht ein Aufzug an der Ruhrpromenade kurz vor der Ruhrbrücke. Weitere Zugänge gibt es durch eine Treppenanlage neben dem Aufzug an der Ruhrpromenade und an der Löhrstraße.
 
Finanziert wird der neue Abschnitt, der 5,3 Millionen Euro kosten wird, mit 3,7 Millionen Euro Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes sowie mit 1,6 Millionen Euro vom Regionalverband Ruhr (RVR).

Hintergrund

Mit seinem rund 14.600 Kilometer langen Radverkehrsnetz, das alle Städte und Gemeinden im Land verbindet, ist NRW unter den deutschen Bundesländern das Fahrradland Nummer Eins. In den vergangenen vier Jahrzehnten wurden für den Bau von Radwegen rund 1,8 Milliarden Euro vom Land bereitgestellt. Mit dem RS1 entsteht nun zwischen Duisburg und Hamm auf 101 Kilometern der bundesweit erste und wohl weltweit längste Radschnellweg. Er verbindet zehn Zentren, davon vier sogenannte Oberzentren, mit vier Universitäten sowie mehreren weiteren Hochschulstandorten. Im unmittelbaren Einzugsbereich zwei Kilometer um die künftige Trasse des Radschnellwegs Ruhr leben 1,6 Millionen Einwohner, davon 430.000 Erwerbstätige und 150.000 Studierende. 

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