NRW wird Vorbild bei der Nutzung geothermischer Energie

18. März 2011

Weltverband der Geothermie eröffnet Büro in Bochum – Minister Remmel: „NRW wird Vorbild bei der Nutzung geothermischer Energie“

Klimaschutzminister Johannes Remmel möchte Nordrhein-Westfalen zum Vorbild für die Nutzung und Erforschung von Geothermie machen. Das Sekretariat des Weltverbandes für Geothermie IGA ist kürzlich für die kommenden fünf Jahre nach Bochum gezogen.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Klimaschutzminister Johannes Remmel möchte Nordrhein-Westfalen zum Vorbild für die Nutzung und Erforschung von Geothermie machen. Das Sekretariat des Weltverbandes für Geothermie IGA (International Geothermal Association) ist kürzlich für die kommenden fünf Jahre nach Bochum gezogen. Heute hat Minister Remmel die 30 internationalen Direktoren der IGA an der Hochschule Bochum begrüßt. „Die Landesre­gierung hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Um sie zu errei­chen, müssen wir die Nutzung der regenerativen Energien deutlich aus­bauen. Geothermie ist eine wichtige Energiequelle der Zukunft. Und mit der Ansiedlung des Sekretariats des geothermischen Weltverbandes konnte ein wichtiger Akteur in Sachen Geothermie nach NRW geholt werden“, sagte Klimaschutzminister Johannes Remmel.

Das Land NRW und die Europäische Union haben die IGA mit 1,35 Mil­lionen Euro für die kommenden fünf Jahre gefördert. „Die Umwelttech­nologien – und da zählt Geothermie zu – sind ein riesiger Wachstums­markt. Nordrhein-Westfalen ist bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien an der internationalen Spitze. Das Land und die Metropole Ruhr bieten gute Voraussetzungen für die geothermische Forschung und Entwicklung. Die Region verfügt über wirtschaftliche und wissenschaftliche Stärken in der Bergbautechnologie, im Anlagenbau, der Bohrtechnik und der Versorgungs- und Gebäudetechnik“, so Remmel .

Dr. Frank Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW betonte: „Bereits jetzt hat das Bundesland NRW eine der höchsten Nut­zungsraten an Umweltwärmeheizungen. Im Jahre 2010 wurden rund 50.000 neue Wärmepumpen in Deutschland installiert. Von den nun bundesweit installierten 400.000 Wärmepumpen sorgen rund 80.000 (20 Prozent) in NRW für umweltfreundliche Wärmeerzeugung.“

Als internationaler Verband wechselt die IGA im fünfjährigen Turnus regelmäßig den Standort ihrer Geschäftsstelle. In 2010 gelang es einem Konsortium – bestehend aus der Hochschule Bochum, dem Geother­mieZentrum Bochum, der Geothermischen Vereinigung GtV-Bundes­verband Geothermie und der EnergieAgentur.NRW – den internationa­len Wettbewerb zur Ansiedlung der IGA-Geschäftsstelle zu gewinnen und den Standort der IGA-Geschäftstelle für den Zeitraum 2011 bis 2015 nach Bochum zu verlagern.

„Das IGA-Sekretariat wird uns dabei unterstützen, Bochum weiter zu einem wichtigen Knotenpunkt des internationalen Geothermienetzwer­kes zu entwickeln“, so Prof. Rolf Bracke, Leiter des Internationalen Ge­othermiezentrums (GZB) in Bochum. „Die internationale Vernetzung des GZB auf wissenschaftlicher Ebene und die weltweite Mitarbeit in Pro­jekten zur geothermischen Wärme- und Stromerzeugung wird in den nächsten Jahren auch von der Arbeit der IGA in Bochum profitieren“, erhofft sich Prof. Bracke.

Horst Rüter, Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie sieht die Entscheidung der IGA für den Standort Bochum als eine Auszeichnung: „Die vorherigen IGA-Sitze Italien, USA, Neuseeland und Island gelten als klassische Geothermie-Länder. Durch die hohe fachliche Qualität unserer Branche ist Deutschland nun Teil dieser Riege geworden. Es besteht ein großes Potenzial, den Exportanteil deutscher Geothermie­Unternehmen ähnlich wie bei allen anderen erneuerbaren Energien we­sentlich auszubauen und die Technologieentwicklung international zu vernetzen.“

„Die Hochschule Bochum ist stolz auf das Vertrauen, das sie jetzt zum organisatorischen Mittelpunkt der Bemühungen der ganzen Welt um die Nutzung der Erdwärme als sehr wichtigen Beitrag zur Energieversor­gung macht“, freut sich Prof. Martin Sternberg, Präsident der Hoch­schule Bochum, bei der das IGA-Sekretariat jetzt angesiedelt ist. "Für die Geothermie hat Deutschland weniger die idealen geologischen Vor­aussetzungen als viel mehr vor allem exzellentes Know-how zu bieten. Dieses Wissen und Können zu vergrößern, es zu vernetzen und inter­national nutzbar zu machen, wird eine Aufgabe, sein, für die sich die Hochschule Bochum mit viel Kraft engagieren will“, versichert Prof. Sternberg.

Hintergrund:

Die International Geothermal Association unterstützt die Forschung, Entwicklung und Nutzung geothermischer Ressourcen weltweit. Der Dachverband hat rund 5.000 Mitglieder und arbeitet eng mit 65 verbun­denen nationalen Geothermie-Verbänden zusammen.

Das IGA Sekretariat wird in NRW von einem Konsortium tatkräftig unter­stützt. Zu diesem Konsortium zählen die Geothermische Vereinigung – Bundesverband Geothermie e.V., die Hochschule Bochum, das Geo­thermieZentrum Bochum sowie die EnergieAgentur.NRW. In diesem Zusammenhang richtete der GtV – BV in Bochum zusätzlich ein Büro für Internationale Koordination ein.

Internet: www.umwelt.nrw.de und www.energieagentur.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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