„Wegweiser“ schützt vor Salafisten

7. Dezember 2016

„Wegweiser“ schützt Jugendliche jetzt auch in Münster vor Salafisten

Nicht aussteigen, sondern gar nicht erst in die extremistische Salafisten-Szene reinrutschen: Das ist das Ziel des erfolgreichen NRW-Präventionsprogramms „Wegweiser“. In Münster hat jetzt eine neue Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen. Träger ist der Verein sozial-integrativer Projekte (ViP). „Der gewaltbereite Salafismus ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Gerade Kinder und Jugendliche werden zum Ziel pseudoreligiöser Missionare. Dagegen wappnen wir uns.“

 
Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Nicht aussteigen, sondern gar nicht erst in die extremistische Salafisten-Szene reinrutschen: Das ist das Ziel des erfolgreichen NRW-Präventionsprogramms „Wegweiser“. In Münster hat jetzt eine neue Beratungsstelle ihre Arbeit aufgenommen. Träger ist der Verein sozial-integrativer Projekte (ViP). „Der gewaltbereite Salafismus ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Gerade Kinder und Jugendliche werden zum Ziel pseudoreligiöser Missionare. Dagegen wappnen wir uns.“
 
Stadträtin Cornelia Wilkens betonte: „Als Stadtgesellschaft müssen wir frühzeitig möglichen Radikalisierungen begegnen. ViP bringt die notwendige Erfahrung und Kompetenz mit, um eine erfolgreiche Präventionsarbeit in Münster zu ermöglichen.“
 
„Wegweiser“ wird es Anfang 2017 an dreizehn Standorten in NRW geben. Das Programm verfolgt einen umfassenden Ansatz und nimmt die gesamte individuelle Lebenssituation der Betroffenen in den Blick – von der Schule über das soziale Umfeld bis in die jeweilige Familie. Das Angebot wird von besorgten Angehörigen, Freunden und Lehrern angenommen. „Sie dürfen wir mit ihren Fragen und Ängsten nicht allein lassen“, erklärte Minister Jäger. Pro Woche gibt es rund 50 Anfragen an die Sozialarbeiter der jeweiligen Träger. Die Wegweiser-Teams bieten auch Vorträge, beispielsweise an Schulen an. Das Netz der Anlaufstellen werde in NRW künftig – mit bis zu 25 Standorten und mobilen Teams – noch engmaschiger.
 
„Es gibt in der Präventionsarbeit keine Erfolgsgarantie“, betonte der Minister. „Wir können vielen jungen Menschen mit „Wegweiser“ die Augen öffnen. Und sie davor bewahren, sich in der extremistisch-salafistischen Szene in große Gefahr zu begeben“, verdeutlichte Jäger. Es gebe aber auch Fälle, in denen die Betroffenen nicht mehr erreicht werden können. 

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