Bestandsaufnahme: Wasserversorgung in Nordrhein-Westfalen

22. April 2010

Wasser-Benchmarking 2009: Ergebnisse konsequent im Interesse der Verbraucher umsetzen / Schnelle Kostendämpfung statt langwieriger Kartellverfahren

Das „Benchmarking-Projekt 2009“, mit dem die Landesregierung zum zweiten Mal eine Bestandsaufnahme zur Wasserversorgung in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich Kostenanalyse und Preisen der Wasserversorgungsunternehmen für das Lebensmittel Wasser vorlegt, ist erfolgreich abgeschlossen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Erfolgreich abgeschlossen werden konnte jetzt das „Benchmarking-Projekt 2009“, mit dem die Landesregierung zum zweiten Mal eine Bestandsaufnahme zur Wasserversorgung in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich Kostenanalyse und Preisen der Wasserversorgungsunternehmen  für das Lebensmittel Wasser vorlegt. Beteiligt haben sich daran 98 Wasserversorgungsunternehmen, die 81 Prozent der in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2009 abgenommenen Wassermenge repräsentieren. Eine derartig hohe Teilnehmerquote ist in keinem anderen Bundesland erreicht worden.

Bei dem vorhergegangenen Benchmarking 2008 waren es erst 58 Unternehmen mit einer Versorgungsquote von 75 Prozent. Der Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium, Dr. Jens Baganz, präsentierte heute (22. April 2010) die wesentlichen Ergebnisse der Studie.

Beim Benchmarking werden alle Kostenfaktoren gegenüber gestellt und im Verhältnis zum Endabnehmerpreis von einer unabhängigen Unternehmensberatung verglichen und bewertet. „Aus diesem Vergleich der Kennziffern leitet die Unternehmensberatung konkrete Hinweise für die einzelnen Wasserversorger ab, ob und wie Kostenfaktoren minimiert, Prozesse optimiert und damit letztlich die Preise gedämpft werden können“, so Dr. Baganz. Diese Empfehlung sollen durch die Unternehmen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

„Geschieht dies nicht, müssen wir zu den Mitteln des Kartellrechts greifen. Das wäre allerdings die zweitbeste Lösung“, so noch einmal Staatssekretär Dr. Jens Baganz. Denn Kartellverfahren sind aufwendig, langwierig und richten sich immer nur gegen einzelne Versorger, so dass vergleichsweise wenige Bürger davon profitieren.

Dagegen liegen die Vorteile des Benchmarking-Verfahrens auf der Hand. Setzen die Wasserversorger die Empfehlungen schnell und konsequent um, werden in wenigen Monaten positive Effekte für die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen flächendeckend erreicht.

Die Erfahrungen mit dem ersten Benchmarking-Projekt belegen die Vorzüge des Verfahrens: Nach den Feststellungen der Unternehmensberater konnten jetzt sowohl bei der Leistungserbringung wie auch bei der Kostenreduzierung Erfolge verzeichnet werden.

Insgesamt, so die Studie der Unternehmensberatungsgesellschaft, befinden sich die Versorgungssysteme in einem guten Zustand, das belegen sowohl geringe Schadensraten an den Leitungsnetzen wie auch außerordentlich geringe Wasserverluste. Das neue Umfragemodul zeigt hohe Kundenzufriedenheit auf.

Auch im bundesweiten Preisvergleich schneiden die nordrhein-westfälischen Wasserversorger nach den Feststellungen der Unternehmensberater nicht schlecht ab, sie liegen im Mittelfeld. Die Gewinnmargen haben sich im Vergleich zu 2007 halbiert und liegen deutlich unter denen bayerischer und baden-württembergischer Unternehmen. Der Grund: Die nordrhein-westfälischen Versorgungsunternehmen haben steigende Kosten durch geringere Gewinne aufgefangen und damit die Verbraucher entlastet.

Innerhalb der nordrhein-westfälischen Landesregierung sind wiederum neben dem Wirtschaftsministerium das Umweltministerium und das Innenministerium Projektträger für das Benchmarking-Projekt 2009.

Es wurde – wie schon der Vorläufer – unterstützt vom Verband kommunaler Unternehmen e.V., dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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