Wartburg-Grundschule kann ihr pädagogisches Konzept fortführen

7. Januar 2009

Wartburg-Grundschule kann ihr pädagogisches Konzept fortführen

„Angesichts der herausragenden Erfolge der Schule und des über viele Jahre in Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern entwickelten und bewährten Konzepts soll der Schule ermöglicht werden, ihre bisherige Praxis weiter fortzuführen“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Bereits bevor bekannt war, dass die Wartburg-Grundschule den Deutschen Schulpreis erhält, hat das Schulministerium der Schule zugesagt, ihr besonderes Förderkonzept fortführen zu können. Dazu gehört auch, dass die Schüler bis zum Ende der dritten Klasse keine Ziffernnoten erhalten. Diese Regelung erfolgt auf der Grundlage des Schulgesetzes (i.S.d. §25, Abs. 1). „Angesichts der herausragenden Erfolge der Schule und des über viele Jahre in Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern entwickelten und bewährten Konzepts soll der Schule ermöglicht werden, ihre bisherige Praxis weiter fortzuführen“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer.

Dieser Schulversuch ist mit konkreten Bedingungen verknüpft. Hierzu gehört, dass diese Praxis wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden soll. Ein Notenverzicht bis zum Ende der dritten Klasse ist nur dann möglich, wenn die Schule ein entsprechend gutes Förderkonzept und eine entsprechend differenzierte Rückmeldung zur Leistungsentwicklung aufweisen kann. Dies ist bei der Wartburg-Grundschule der Fall.

Der Notenverzicht steht zudem nicht im Gegensatz zum Schulgesetz. Dort wird sogar die Möglichkeit aufgezeigt, „dass schriftliche Aussagen an die Stelle von Noten treten oder diese ergänzen“ (§48, Abs. 1). Barbara Sommer: „Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Aufschluss geben. Dies durch Ziffernnoten zu tun, ist ein bewährtes und anerkanntes Modell, an dem wir festhalten. Es ist aber ausdrückliches Ziel der Landesregierung, den Schulen mehr pädagogische Freiheit und mehr organisatorische Eigenverantwortung zu geben. Dafür steht der Grundsatz der Eigenverantwortlichen Schule. Deshalb unterstützen wir die Schulen, die mit ihren Erfahrungen und ihren pädagogischen Konzepten eine besonders erfolgreiche Förderung ihrer Schüler im Unterricht ermöglichen. Das Modell der Wartburg-Grundschule ist aber aufgrund der Besonderheiten vor Ort und der jeweils individuellen Schulkultur nicht auf jede andere Schule einfach übertragbar.“

Der auf Grundlage der Statistik zum Unterrichtsausfall erhobene Vorwurf falscher Zahlen zu den Einstellungen zusätzlicher Lehrer ist ein alter Hut. Bereits im vergangenen Jahr hatte Frau Schäfer mit dieser Milchmädchen-Rechnung versucht, die Erfolgsbilanz der Landesregierung schlecht zu reden. Ihr unterläuft allerdings ein gravierender rechnerischer Fehler: Die Bedarfdeckungsquote aus dem Bericht und die Stellenbesetzungsquote sind systematisch nicht miteinander vergleichbar.

Bei der im Bericht zum Unterrichtsausfall genannten Zahl handelt es sich um eine ungewichtete Quote der beteiligten Schulen. Diese Anzahl entspricht aber nicht dem tatsächlichen landesweiten Anteil der jeweiligen Schulform. So gibt es zum Beispiel in unserem Land rund 3.300 Grundschulen aber nur 210 Gesamtschulen. In der Statistik werden sie aber gleichrangig behandelt. Deswegen kann man die Zahlen nicht miteinander vergleichen. Zudem bezieht sich der Bericht nicht auf Weiterbildungskollegs, Berufskollegs und Förderschulen. Diese Schulformen werden einfach unterschlagen. Barbara Sommer: „Frau Schäfer vergleicht Äpfel mit Birnen. Ihre Berechnung ist einfach falsch.“

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.