Justiz startet landesweite Informationswoche zum Betreuungsrecht

Porträtfoto von Minister Kutschaty
1. April 2016

„Vorsorgen für ein selbstbestimmtes Leben!“ - Justiz startet landesweite Informationswoche zum Betreuungsrecht

Gebrechlichkeit, Demenz und andere Leiden sind keine Themen, mit denen wir uns gerne beschäftigen. Doch nicht nur ältere Menschen geraten in die Lage, wichtige rechtliche Entscheidungen nicht selbst treffen zu können.

 
Das Justizministerium teilt mit:

Gebrechlichkeit, Demenz und andere Leiden sind keine Themen, mit denen wir uns gerne beschäftigen. Doch nicht nur ältere Menschen geraten in die Lage, wichtige rechtliche Entscheidungen nicht selbst treffen zu können. Im Jahr 2015 standen landesweit mehr als 285.000 Menschen unter gesetzlicher Betreuung – Menschen aller Altersstufen, die durch Alter, Krankheit, Unfall oder andere oft unerwartete Ereignisse auf die Hilfe anderer angewiesen waren.

Um Betroffene, Verwandte und Angehörige in dieser oftmals schwierigen Lage zu unterstützen, startet die Justiz in Nordrhein-Westfalen auf Initiative von Justizminister Thomas Kutschaty am kommenden Montag in eine

Landesweite Informationswoche zum Betreuungsrecht
04.04.2016 bis 08.04.2016

an der sich 37 Amts-, Land- und Oberlandesgerichte in ganz Nordrhein-Westfalen beteiligen. Alle Bürger können sich kostenlos bei Experten der Justiz über den Ablauf des gerichtlichen Betreuungsverfahrens, die rechtzeitige Vorsorge durch eine Vorsorgevollmacht und den Abschluss von Patientenverfügungen informieren. An zahlreichen Veranstaltungen, die in den Gerichten an wechselnden Tagen und mit jeweils eigenem Programm stattfinden, nehmen als Ansprechpartner außerdem Betreuungsvereine, Betreuungsbehörden, Notare, Berufsbetreuer und andere Akteure des Betreuungswesens teil.

Justizminister Thomas Kutschaty: „Das öffentliche Werben für den Abschluss von Vorsorgevollmachten durch die Landesregierung hat in den vergangenen fünf Jahren zu einem deutlichen Rückgang an gerichtlichen Betreuungsverfahren in NRW geführt. Während im Jahr 2011 noch 309.000 Verfahren anhängig waren, ist der Bestand an gerichtlichen Betreuungen im Jahr 2015 auf 285.000 gesunken. Mit dem Abschluss einer Vorsorgevollmacht kann jeder ein gerichtliches Betreuungsverfahren überflüssig machen und hat es selbst in der Hand, wer im Fall der Fälle wichtige rechtliche Entscheidungen für ihn trifft.“

Das Justizministerium unterstützt die lokalen Veranstaltungen der Gerichte mit einem Informationsangebot im Justizportal (www.justiz.nrw) und gedruckten Broschüren, Ratgebern und Musterformularen. Justizminister Thomas Kutschaty und Staatssekretär Karl-Heinz Krems werden persönlich in Podiumsveranstaltungen und Vorträgen in Essen, Bielefeld, Düren, Köln und Mönchengladbach über die Möglichkeiten zur rechtlichen Vorsorge für das Alter informieren.

Den Auftakt der landesweiten Veranstaltungsreihe übernehmen am 04. April 2016 die Amtsgerichte Düsseldorf und Lemgo. Im Laufe der Woche folgen weitere 35 Gerichte aus allen Oberlandesgerichtsbezirken.

Eine Liste der teilnehmenden Gerichte und des Informationsprogramms im Überblick liegt dieser Presseerklärung an. Weitergehende Informationen können der jeweiligen Webseite der Gerichte entnommen werden.

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