Landespreis „Innere Sicherheit“ verliehen

27. November 2009

Vorbildliche Partnerschaften in Städten und Gemeinden / Innenminister Wolf verleiht Landespreis „Innere Sicherheit“ nach Bielefeld, Bochum, Gütersloh und Recklinghausen

Konflikte an Schulen, Amok- und Bedrohungslagen, verunglückte junge Fahrerinnen und Fahrer sowie Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr: Das sind Probleme und Themen, um die sich die vier Ordnungspartnerschaften in Bielefeld, Bochum, Gütersloh und Recklinghausen beispielhaft kümmern. Dafür verlieh ihnen Innenminister Ingo Wolf den Landespreis „Innere Sicherheit“.

Das Innenministerium teilt mit:

Konflikte an Schulen, Amok- und Bedrohungslagen, verunglückte junge Fahrerinnen und Fahrer sowie Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr: Das sind Probleme und Themen, um die sich die vier Ordnungspartnerschaften in Bielefeld, Bochum, Gütersloh und Recklinghausen beispielhaft kümmern. Dafür verlieh ihnen Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (27. November 2009) in Krefeld den Landespreis „Innere Sicherheit“. „Gemeinsam sorgen die vielen Verantwortlichen in diesen vorbildlichen Partnerschaften für mehr Sicherheit in ihren Städten und Gemeinden“, sagte Wolf. Der Preis wird jährlich an besonders kreative und effektive Projekte verliehen, die zur Verbesserung der inneren Sicherheit und Ordnung beitragen.

Hier folgen Kurzbeschreibungen der diesjährigen Gewinner:

Bielefelder Netzwerk Verkehrssicherheit – BI-NETT

Durch die inzwischen zweijährige Arbeit des Bielefelder Netzwerks Verkehrssicherheit (BI-NETT) bewegen sich Radfahrer in Bielefeld umsichtiger im Straßenverkehr und verunglücken seltener. Dies belegen Studien der Universität Bielefeld, die BI-NETT wissenschaftlich begleitet. Fünf Prozent weniger Unfälle insgesamt und ein Rückgang der Unfälle mit Personenschäden sprechen ebenfalls für den Erfolg der Ordnungspartnerschaft.

In Bielefeld haben sich im Oktober 2007 insgesamt 26 Kooperationspartner aus Stadtverwaltung, Polizei, Verkehrsunternehmen, Verbänden, Sport, Pädagogik und Einzelhandel im BI-NETT zusammengeschlossen. Die Sicherheit von Radfahrern und Senioren sowie die richtige Sicherung von Kindern im Auto sind Schwerpunkte des Projektes. Wolf: „Solche umfangreichen Netzwerke leisten einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der schwachen Verkehrsteilnehmer.“

„Älter werden – sicher unterwegs in Bus und Bahn“ - Vorbeugende Reaktion auf den demografischen Wandel in Bochum

Die Bochumer Kampagne „Älter werden – sicher unterwegs in Bus und Bahn“ hat seit 2007 dazu beigetragen, dass dort weniger Senioren im Straßenverkehr verunglückt sind. Außerdem sind Handtaschendiebstähle im Jahr 2009 wieder zurückgegangen. Die Arbeit des Netzwerkes hat sich bereits positiv auf das zuvor zurückgegangene Sicherheitsempfinden der alten Menschen ausgewirkt, wie eine Umfrage belegt.

Mit dem gestiegenen Anteil der Senioren an der Gesamtgesellschaft hatten auch die durch ältere Menschen verschuldeten Unfälle mit Verletzten zugenommen. Hinzu kommt eine im Alter steigende Furcht, Opfer von Dieben oder Räubern zu werden. Das Bochumer Netzwerk geht deshalb gezielt auf Senioren zu und klärt über spezielle Gefahren für alte Menschen in der Öffentlichkeit auf. „Eine auf die besonderen Bedürfnisse der Senioren abgestimmte Vorbeugung baute Ängste ab. Sie hilft dabei, dass Menschen bis ins hohe Alter am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, “ lobte der Innenminister.

„Schutzengel“-Projekt im Kreis Gütersloh - „Be my angel“

Insgesamt 9.200 16- bis 24-jährige Männer und Frauen verbessern im Kreis Gütersloh als „Schutzengel“ das Verhalten Gleichaltriger im Straßenverkehr. Diese Schutzengel warnen vor Gefahren des zu schnellen Fahrens, Alkohol- und Drogenkonsum und werben für das Anlegen des Sicherheitsgurtes. Im Jahr 2008 sind nicht zuletzt deswegen 16 Prozent weniger junge Fahrerinnen und Fahrer im Kreis Gütersloh verunglückt. Diese Trendwende nach nur einem Jahr Zusammenarbeit der Ordnungspartner hält auch 2009 an.

Trotz Aufklärung sowie konsequenter Ahndung von Verkehrsverstößen waren im Kreis zuvor überproportional viele junge Fahrerinnen und Fahrer verunglückt. Im Projekt „Schutzengel“ hatten sich daraufhin unter anderem Polizei, die Städte und Gemeinden des Kreises, Fahr- und Berufsschulen sowie Verkehrsorganisationen zusammengeschlossen. Das Projekt wird von der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitet. Wolf: „An den Folgen schwerer Unfälle leiden die Betroffenen oft ein ganzes Leben lang. Es ist daher wichtig, alles dafür zu tun, dass sich junge Menschen ihr Leben nicht durch Leichtsinn verbauen“.

„Hinsehen und Handeln“ – Bedrohungsmanagement an Schulen in Recklinghausen

Nach dem Motto „Hinsehen und Handeln“ sorgte die Ordnungspartnerschaft in Recklinghausen für ein besseres Schulklima und weniger Einsätze der Polizei an den weiterführenden Schulen. Das aus Polizei, Lehrern und Schulamt bestehende Netzwerk hat sich 2008 gegründet, um Bedrohungslagen und Amokfälle zu verhindern. Die Kooperationspartner haben inzwischen an den meisten weiterführenden Schulen Workshops durchgeführt. Darin trainieren Lehrer und Polizei gemeinsam, wie man alltägliche aber auch außergewöhnliche Konflikte handhaben kann. Es wird auch vermittelt, wie sich Lehrer und Schüler in Amok- und Bedrohungslagen richtig verhalten.

Wolf: „Um Amokfälle zu verhindern, müssen wir Konflikte sehr früh erkennen. Da Probleme junger Menschen am ehesten in der Schule zu Tage treten, ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Lehrern und Polizei der beste Schutz gegen Amok und Bedrohung“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.im.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Innenministeriums, Telefon 0211 871 2300 oder -2301.

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