Entschlossen: Kampf für die Rechte der Frauen in Entwicklungsländern

2. Juni 2010

Verleihung des Itzel-Preises an Schwester Dr. Lea Ackermann in Aachen – Minister Armin Laschet würdigt mutigen und entschlossenen Kampf für die Rechte der Frauen in Entwicklungsländern

Minister Armin Laschet hat die Laudatio für Schwester Dr. Lea Ackermann anlässlich der Verleihung des Itzel-Preises der Julius-Itzel-Stiftung in Aachen gehalten. "Sie haben engagiert, mutig, entschlossen und vor allem mit großer Ausdauer der dunklen Kehrseite der Globalisierung den Kampf angesagt."

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Minister Armin Laschet hat heute (2. Juni 2010) die Laudatio für Schwester Dr. Lea Ackermann anlässlich der Verleihung des Itzel-Preises der Julius-Itzel-Stiftung in Aachen gehalten. "Sie haben engagiert, mutig, entschlossen und vor allem mit großer Ausdauer der dunklen Kehrseite der Globalisierung den Kampf angesagt", sagte Minister Laschet. "Völlig zurecht werden Sie auch 'Schwester Courage' genannt." Der Minister erinnerte in seiner Rede daran, dass Schwester Dr. Lea Ackermann unter anderem auch mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde.

"Ihr christlich inspirierter Einsatz für die Schwachen, für die Aus­gegrenzten ist auch in einer säkularer werdenden Gesellschaft alles andere als 'von gestern'", so der Minister weiter.

Die Preisträgerin Dr. Lea Ackermann trat 1960 in das Noviziat der Missionsschwestern des Kardinal Lavigerie ein. Der Orden wurde unter dem Namen „Weiße Schwestern“ bekannt und ist konsequent auf soziale Tätigkeit sowie Bildungsarbeit ausgerichtet ist, wodurch sich Schwester Lea ihren Lebenstraum erfüllen konnte: Studieren, um Lehrerin zu werden und als Missionarin nach Afrika zu gehen. Nach einem Studium der Theologie und Pädagogik, promovierte sie 1977 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit einer Arbeit über „Erziehung und Bildung in Ruanda".

Schwester Lea war Lehrerin in den schwarzafrikanischen Ländern Ruanda und Kenia. 1985 gründete sie in Mombasa das Frauenprojekt „SOLWODI“ (SOLidarity with WOmen in DIstress). Als eine der ersten Nichtregierungsorganisationen bot SOLWODI Frauen in Kenia Hilfe, um Prostitution und Gewalt zu entkommen – beispielsweise durch finan­zielle Unterstützung, durch Bereitstellung von Unterkünften und durch berufliche Bildung. Inzwischen ist SOLWODI nicht nur in Afrika zu einem häufig lebensrettenden Hilfswerk für Frauen in der Prostitution gewor­den. Das Projekt hilft den betroffenen Frauen mit Beratung, Bildungs­angeboten sowie finanzieller Unterstützung, auf eigene Füße zu kom­men. Es bestehen auch Kontaktstellen in Deutschland: in Boppard, Koblenz, Mainz, Ludwigshafen, Duisburg, München, Bad Kissingen, Passau, Augsburg, Braunschweig, Osnabrück und in Berlin.

Mit dem Itzel-Preis entspricht das Stiftungs-Kuratorium den Vorstel­lungen des Stifters Julius Itzel, der mit diesem Preis profilierte Einzel­leistungen oder ein gesellschaftsprägendes Lebenswerk von Menschen, deren Haltung und Wirken die Werte christlicher Humanität, Moral und Ethik widerspiegeln, würdigen wollte.
"Wer Ihnen begegnet, spürt und kann erfahren, dass Sie es ernst meinen mit der Nächstenliebe, dass Sie nicht nur von ihr reden, wie manch andere, sondern sie vorleben. Die Erkenntnis, dass praktische Nächstenliebe das eigene Leben reicher und schöner macht, verbindet Sie auch mit dem Gründer und Namensgeber der Julius-Itzel-Stiftung", so Laschet.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618-4338.

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