Unternehmen: Bessere Zukunftschancen durch Familienfreundlichkeit

26. Mai 2010

„Unternehmen und Familien“ - Familienfreundliche Unternehmen haben bessere Zukunftschancen

Vertreter aus Politik, Verbänden und Unternehmen zeigten in einem Fachgespräch des lokalen Bündnisses für Familie und des Oberbergischen Kreises in Gummersbach auf, wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie im unternehmerischen Alltag unterstützt werden kann.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Familienfreundlichkeit ist ein Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Unternehmen mit einer familienbewussten Personalpolitik finden leichter qualifizierte Fachkräfte, profitieren von einer hohen Motivation ihrer Belegschaft und haben damit am Arbeitsmarkt die Nase vorn“, unterstrich Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Familienministerium, heute (26. Mai 2010) auf dem Fachgespräch des lokalen Bündnisses für Familie und des Oberbergischen Kreises in Gummersbach. Vertreter aus Politik, Verbänden und Unternehmen zeigten in der Veranstaltung auf, wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie im unternehmerischen Alltag unterstützt werden kann.

Einig war man sich vor allem in den Rahmenbedingungen: Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort spielten ebenso eine große Rolle, wie die Vermittlung oder Bereitstellung von Betreuungsangeboten oder die Einrichtung eines Services für Eltern, der beispielsweise im Notfall hilft. Dr. Marion Gierden-Jülich warb dafür, beide Elternteile – Mütter und Väter - in den Blick zu nehmen: „Unsere Gesellschaft braucht aktive Väter, die jenseits der beruflichen Karriere einen partnerschaftlichen Anteil an den Familienaufgaben übernehmen. Das ist nicht nur für die Kinder ein Plus, sondern die Voraussetzung dafür, dass die gleichzeitige Berufstätigkeit von Eltern auch gelingt.“

Die Staatssekretärin hob gleichzeitig die besonderen alltäglichen Herausforderungen hervor, denen sich Alleinerziehende gegenübersehen. Ihre Lebenssituation und ihre Wünsche stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung des Verbandes der Alleinerziehenden, die im Rahmen der Veranstaltung eröffnet wurde.

Die Zahl der Alleinerziehenden, vor allem der allein erziehenden Frauen, hat in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Mehr als eine halbe Millionen Mütter und Väter (470.000 Mütter und 70.000 Väter) ziehen in unserem Land ihre Kinder alleine groß. Dr. Marion Gierden-Jülich: „Ein Kind oder mehrere Kinder ohne die Hilfe eines Partners zu erziehen, ist bereits eine beachtliche Leistung. Viele von ihnen, nämlich knapp 60 Prozent verdienen gleichzeitig den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder alleine.“ Die Staatssekretärin unterstrich, dass die Unternehmen ebenso in der Verantwortung seien, Alleinerziehenden - insbesondere Frauen - berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Der Oberbergische Kreis kann bereits auf langjährige erfolgreiche Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückblicken. Dr. Marion Gierden-Jülich lobte die Innovationskraft der Region, die sich nicht nur in der Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren zeige, sondern auch bei diesem angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels immer wichtiger werdenden Themas beweise.

Wie wichtig dem Land das Thema Vereinbarkeit ist, wurde an dem Katalog der Aktivitäten deutlich, die Nordrhein-Westfalen bereits auf den Weg gebracht hat. So wurden mit EU- und Landesmitteln zahlreiche Projekte in Unternehmen und anderen Institutionen gefördert, die praktisch zeigen, wie Vereinbarkeit funktionieren kann. In Veranstaltungen und  Broschüren werden die Ergebnisse verbreitert und zur Nachahmung empfohlen. Dabei unterstützt das Land auch die Initiativen anderer Akteure wie zum Beispiel der Lokalen Bündnisse oder des Verbandes für Alleinerziehende und baut zum regelmäßigen Austausch eine Unternehmensplattform auf.

Auf weitere zukünftige Aufgaben wies die Staatssekretärin hin: „Die Frage der Vereinbarkeit beschränkt sich nicht auf die Erziehung von Kindern. Vielmehr gewinnt gerade im demografischen Wandel die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zunehmend an Bedeutung. Viele bisherige Erfahrungen können genutzt werden, aber es gibt wichtige Unterschiede, die spezifische Konzepte in der Personalpolitik der Unternehmen erfordern.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.