Britische Streitkräfte unterstützen Natura 2000

2. Dezember 2009

Umweltschutz in der Senne: Britische Streitkräfte unterstützen Natura 2000

Das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die britischen Streitkräfte in Deutschland unterstützen gemeinsam Natura 2000 und leisten damit einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz in der Senne. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute im unterzeichnet.

Gemeinsame Presseerklärung des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der britischen Streitkräfte in Deutschland über den Schutz von Natur und Landschaft auf den Truppenübungsplätzen Senne und Stapel in Nordrhein-Westfalen:

Das Land Nordrhein-Westfalen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die britischen Streitkräfte in Deutschland unterstützen gemeinsam Natura 2000 und leisten damit einen aktiven Beitrag für den Umweltschutz in der Senne. Eine entsprechende Vereinbarung über den Schutz von Natur und Landschaft auf den Truppenübungsplätzen Senne und Stapel, die von den Briten militärisch genutzt werden, wurde heute im Hauptquartier des Unterstützungskommandos der britischen Streitkräfte in Deutschland mit Sitz in Mönchengladbach vom Staatssekretär im Umweltministerium Dr. Alexander Schink, vom Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Dirk Kühnau, und vom Befehlshaber des Unterstützungskommandos der britischen Streitkräfte in Deutschland, Generalmajor Nicholas Caplin, unterzeichnet.

Militärisch genutzte Flächen sind häufig gleichzeitig Europäische Fauna-, Flora-, Habitat (FFH)- und Vogelschutzgebiete, so auch die von den britischen Streitkräften genutzten Truppenübungsplätze Senne und Stapel in Nordrhein-Westfalen. Durch die besonderen Bedingungen der militärischen Nutzung konnte sich hier eine ökologisch wertvolle Naturausstattung erhalten und entwickeln, wie sie in dieser Vielfalt nur noch selten vorhanden ist.

Auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung, die am 4. Mai von den Vertragsparteien für alle von den britischen Streitkräften in Nordrhein-Westfalen genutzten Liegenschaften geschlossen wurde, konnte die Verpflichtung zum Abschluss einer Gebietsspezifischen Vereinbarung für die Truppenübungsplätze Senne und Stapel erfüllt werden. Dabei wurden die höhere Landschaftsbehörde der Bezirksregierung Detmold, die unteren Landschaftsbehörden der Kreise Gütersloh, Paderborn und Lippe, die Biologische Station Kreis Paderborn und die Naturschutzverbände intensiv eingebunden. Die Vereinbarung setzt die Zusammenarbeit zwischen der Naturschutzverwaltung des Landes, von Bundesforst und den britischen Streitkräften fort. Sie dient dazu, die Belange des Naturschutzes mit den Notwendigkeiten der militärischen Nutzung in Einklang zu bringen. Sie ist darüber hinaus eine wesentliche Arbeitsgrundlage für die Managementpläne zu Natura 2000.

Die Truppenübungsplätze Senne und Stapel gelten heute als bedeutende naturschutzwürdige Fläche in Nordrhein-Westfalen. Hier ist noch die alte Heidelandschaft Westfalens mit Mooren, Heiden, naturnahen Fließgewässern und Feuchtwäldern zu finden, wie sie vor hundert Jahren für die Senne typisch war. Während im Umfeld eine immer intensivere landwirtschaftliche und auch bauliche Nutzung erfolgte und zu einer Verarmung an Lebensstätten für Pflanzen und Tiere führte, sorgte die militärische Nutzung der Truppenübungsplätze für eine weitgehende Erhaltung dieser wertvollen Landschaft. Die britischen Streitkräfte empfinden es als ihre Aufgabe, diesen Zustand in Zukunft zu bewahren. Auf die ihnen hierfür ausgesprochene Anerkennung sind sie zu Recht stolz. Mit der Vereinbarung zur Umsetzung von Natura 2000 verpflichten sich die britischen Streitkräfte, dem Schutz der Natur weiterhin eine hohe Priorität einzuräumen.
Mit Unterzeichnung der Gebietsspezifischen Vereinbarung ist für das Land Nordrhein-Westfalen die Debatte um die Nationalparkausweisung des Truppenübungsplatzes Senne bei laufender militärischer Nutzung auch förmlich beendet. Das in der Gebietsspezifischen Vereinbarung formulierte Leitbild lässt bereits heute im Vereinbarungsgebiet eine nationalparkkonforme Entwicklung zu.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566 294 (Markus Fliege).

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