Umweltministerium legt Ergebnisse der amtlichen Legionellen-Beprobung in Kreuztal vor

18. Dezember 2013

Umweltministerium legt Ergebnisse der amtlichen Legionellen-Beprobung in Kreuztal vor

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat bei amtlichen Nachbeprobungen im Kreis Siegen-Wittgenstein keine nennenswert erhöhten Legionellen-Werte in Kläranlagen und einzelnen Gewässern vor Ort mehr festgestellt. Dies belegen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen, die dem Umweltministerium in den letzten Tagen überstellt worden sind. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt Entwarnung geben“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel. „Wir wollen aber dennoch die Ursachenforschung vorantreiben und im Januar eine erneute amtliche Beprobung durchführen, um zu sehen, ob die Belastung mit Legionellen nachhaltig gelöst ist.“

Keine auffälligen Werte mehr festgestellt
Gewässer werden im Januar erneut untersucht

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat bei amtlichen Nachbeprobungen im Kreis Siegen-Wittgenstein keine nennenswert erhöhten Legionellen-Werte in Kläranlagen und einzelnen Gewässern vor Ort mehr festgestellt. Dies belegen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen, die dem Umweltministerium in den letzten Tagen überstellt worden sind. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt Entwarnung geben“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel. „Wir  wollen aber dennoch die Ursachenforschung vorantreiben und im Januar eine erneute amtliche Beprobung durchführen, um zu sehen, ob die Belastung mit Legionellen nachhaltig gelöst ist.“

Die Probeentnahmen erfolgten am 26. November und 3. Dezember. Im Rahmen der amtlichen Beprobungen wurden die verschiedenen Becken der Kläranlage Kreuztal, des Zulaufs zur kommunalen Kläranlage, die Abwässer einer Brauerei und das Gewässer Ferndorfbach an unterschiedlichen Entnahmepunkten untersucht. Die hohen Legionellenbefunde in der Kläranlage Kreuztal, die bei Proben aus September und Oktober festgestellt wurden, konnten nun nicht mehr bestätigt werden. Im Zulauf und im Brauereiabwasser wurden ebenfalls keine Legionellen gefunden. Lediglich an einer Messstelle im Ferndorfbach wurde eine geringe Belastung von 5000 Kolonie bildende Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter gefunden. Diese Belastung stellt nach Aussagen von Experten keinerlei akute Gesundheitsgefährdung dar. Insgesamt lagen 21 Analyseergebnisse mit negativem oder sehr geringem Befund vor.

Das Umweltministerium hatte im September wegen des Legionellen-Ausbruchs in der Stadt Warstein ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Gefahrenabwehr und Ursachenforschung angeordnet. Es beinhaltete unter anderem eine landesweite Sonderüberprüfung bautechnisch gleicher oder ähnlicher Kläranlagen wie in Warstein. Die ersten Ergebnisse wurden am 11. Dezember in einem Zwischenbericht veröffentlicht. Das Landesumweltamt (LANUV) hatte hierzu 29 Kläranlagen in NRW in den Monaten September und Oktober amtlich beprobt. Bei einer Kläranlage wurden deutlich höhere Werte festgestellt. Hierbei handelte es sich um die kommunale Kläranlage in Kreuztal, in deren Belebungsbecken zwischen 140.000 und 2,6 Millionen Kolonie bildende Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter festgestellt wurde. Es handelt sich dabei aber um eine andere Legionellenart als die, die im Sommer in Warstein zu Erkrankungen geführt hat. Damals wurden weitergehende Untersuchungen in die Wege geleitet, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Aus Vorsorge- und Monitoringgründen hat das Umweltministerium jetzt folgende Maßnahmen veranlasst:

  1. Das Landesumweltamt (LANUV NRW) wurde beauftragt, im Januar weitere Gewässerproben im Ferndorfbach zu entnehmen und auf Legionellen zu untersuchen.
  2. Für die beiden kommunalen Kläranlagen in Kreuztal und die Brauereikläranlage wurde der Bezirksregierung und dem Kreis aufgegeben, Eigenüberwachungen von den Kläranlagenbetreibern zu fordern.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Frank Seidlitz, Telefon 0211 4566-294.

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