Aktuelle Jagd-Bilanz für Nordrhein-Westfalen

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel
27. November 2015

Umweltministerium legt aktuelle Jagd-Bilanz für Nordrhein-Westfalen vor

Über 982.000 Tiere wurden im Jagdjahr 2014/2015 in Nordrhein-Westfalen erlegt – Ringeltauben am häufigsten erlegte Art

Viele Interessierte haben in Nordrhein-Westfalen zudem in diesem Jahr die Jäger- und Falknerprüfung absolviert. 1.279 Teilnehmer haben die Jägerprüfung und 19 die Falknerprüfung bestanden

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen sind im letzten Jagdjahr 2014/2015 über 982.000 Tiere von Jägerinnen und Jägern erlegt worden. Dies geht aus der aktuellen Bilanz des NRW-Umweltministeriums hervor, die das Ministerium auf Grundlage von Meldungen der Unteren Jagdbehörden veröffentlicht hat. Damit sind rund 26.000 wild lebende Tiere mehr als im Jagdjahr davor geschossen worden. Die am häufigsten erlegte Tierart in NRW war trotz eines weiteren Rückgangs um drei Prozent, die Ringeltaube mit 355.000 Abschüssen. Niedriger war diese Zahl zuletzt im Jagdjahr 1989/90.
 
Bereits zum siebten Mal in Folge wurde ein Rückgang der Abschusszahlen beim Feldhasen mit rund 47.000 Abschüssen und etwa 14.600 Tieren als Fallwild gemeldet. Vor allem die hohe Zahl an Fallwild deutet auf eine Zunahme kranker Feldhasen hin. Vermutlich ist dies eine Folge der vermehrten Erkrankungen an Tularämie, die schon im vergangenen Jahr Einfluss auf die Strecke hatte.
 
Einen deutlichen Anstieg der Abschusszahlen ergibt die Strecke beim Fuchs. Mit einem Plus von 29 Prozent liegt diese Zahl wieder auf dem Level des Streckendurchschnitts der letzten zehn Jahre. Lässt man das Fallwild außen vor, verbleiben als tatsächlich erlegte Tiere mehr Füchse (48.444) als Hasen (46.984).
 
Ebenfalls höhere Strecken wurden vor allem bei Stockenten und Schwarzwild registriert. Bei der Stockente bedeutet die Streckenzunahme um 25 Prozent zumindest eine Atempause in dem langjährigen Abwärtstrend. Dennoch handelt es sich - abgesehen von 2011/12 - um die niedrigste Zahl seit 1979/80. Die Strecke beim Schwarzwild hat sich nach den Auswirkungen des anhaltenden Winters 2012/13 wiederholt und liegt mit 29.947 Stück um etwa ein Drittel über der Vorjahresstrecke.
 
Neben den Abschüssen von Tieren durch Jägerinnen und Jäger umfasst die Jagdstrecke noch Zahlen zu tot aufgefundenen Arten (Fallwild), die etwa durch Verkehrsunfälle ums Leben kamen.

Die acht häufigsten von Jägerinnen und Jägern erlegten Tierarten in NRW (ohne Fallwild) waren im Jagdjahr 2014/2015 folgende:

  • Ringeltauben 355.004 (Fallwild: 4.831)
  • Aaskrähen 113.815 (Fallwild: 638)
  • Wildkaninchen 92.856 (Fallwild: 18.737)
  • Stockenten 79.432 (Fallwild: 864)
  • Rehwild 63.262 (Fallwild: 24.849)
  • Füchse 48.444 (Fallwild: 3.603)
  • Feldhasen 46.984 (Fallwild: 14.578)
  • Fasane 40.107 (Fallwild: 5.144)

 
Viele Interessierte haben in Nordrhein-Westfalen zudem in diesem Jahr die Jäger- und Falknerprüfung absolviert. 1.279 Teilnehmer haben die Jägerprüfung und 19 die Falknerprüfung bestanden. Für die Beizjagd muss der Falkner neben der Jägerprüfung die Falknerprüfung bei der Vogelschutzwarte des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) ablegen.
 
Die gesamte Strecke und eine erste Erläuterung mit weiteren Informationen ist zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

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