Fotofallenbilder belegen einen Wolf im Kreis Siegen-Wittgenstein Senckenberg-Institut in Gelnhausen mit DNA-Analyse beauftragt

30. Januar 2015

Umweltministerium bestätigt weiteren Wolfs-Nachweis in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es einen zweiten Nachweis eines Wolfes innerhalb eines Monats. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22. Januar 2015 eine Wildkamera in einem Waldgebiet einen Wolf festgehalten hat.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen gibt es einen zweiten Nachweis eines Wolfes innerhalb eines Monats. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass im Kreis Siegen-Wittgenstein am 22. Januar 2015 eine Wildkamera in einem Waldgebiet einen Wolf festgehalten hat. Geprüft wurden die Bilder durch das „Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland“ (LUPUS) in Spreewitz. Zur weiteren Abklärung der Ergebnisse wurden Speichelproben zur Untersuchung an das Labor für Wildtiergenetik des Senckenberg-Institutes in Gelnhausen überstellt, das als nationales Referenzzentrum für genetische Analysen bei Wolf und Luchs auf derartige Nachweise spezialisiert ist. Dort wird nun eine DNA-Analyse vorgenommen. Sollten ausreichend verwertbare DNA-Spuren vorhanden sein, könnten sich aus den Ergebnissen etwa feststellen lassen, ob es sich im Kreis Siegen-Wittgenstein um dasselbe Tier handelt, dass bereits Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke identifiziert wurde.
 
Erst vor einer Woche hatte das NRW-Umweltministerium bestätigt, dass es sich bei den DNA-Spuren, die Ende Dezember im Kreis Minden-Lübbecke genommen wurden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen Wolf handelt. Es konnte zwar noch nicht endgültig geklärt werden, ob es sich bei diesem Wolf um eine dauerhafte Rückkehr in der Grenzregion zu Niedersachsen oder um ein durchziehendes Tier handelt. Dies werden weitere Wolfs-Beobachtungen klären müssen.
 
Letzter Wolf in NRW wurde 1835 erlegt
Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben. Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt. Zuletzt überquerte Ende 2009 ein einzelner Wolf aus dem angrenzenden Reinhardswald in Nordhessen einmalig die Grenze von NRW (Kreis Höxter). Hierbei handelte es sich jedoch um ein durchziehendes Tier.
 
Pressemitteilung vom 23. Januar 2015 zum bestätigten Wolf im Kreis Minden-Lübbe: www.umwelt.nrw.de/pressebereich/detail/news/id211/
 
Weitere Informationen zum Wolf: www.wolf.nrw.de
 
Web-Video des Landesbetriebs Wald und Holz NRW zur Rückkehr der Wölfe: www.youtube.com/umweltnrw oder https://www.youtube.com/watch?v=wsnFPjvkRZo
 
Faltblatt zur Rückkehr der Wölfe: www.wald-und-holz.nrw.de/fileadmin/media/Dokumente/Publikationen/Faltblaetter/Faltblatt_Was_tun_wenn_der_Wolf_kommt-_Wald_und_Holz_NRW.pdf
 
Weitergehende Informationen des Landesumweltamtes (LANUV): www.naturschutz-fachinformationssysteme-nrw.de/ffh-arten/de/arten/gruppe/saeugetiere/kurzbeschreibung/6576

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