Über 3.000 Jugendschutzverstöße im Internet

28. August 2009

Über 3.000 Jugendschutzverstöße im Internet / Minister Armin Laschet: „Jahresbericht 2008 von Jugendschutz.net bestärkt unsere Bemühungen um einen effektiven Jugendschutz“

„Die Zahlen der Initiative jugenschutz.net belegen, dass es nicht aus­reicht, dass Web 2.0-Betreiber nur gegen gemeldete Verstöße vorge­hen. Sie müssen von sich aus agieren und frühzeitig dafür Sorge tragen, dass Risiken für Kinder und Jugendliche reduziert werden“, sagte heute Jugendminister Armin Laschet.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Die Zahlen der Initiative jugenschutz.net belegen, dass es nicht aus­reicht, dass Web 2.0-Betreiber nur gegen gemeldete Verstöße vorge­hen. Sie müssen von sich aus agieren und frühzeitig dafür Sorge tragen, dass Risiken für Kinder und Jugendliche reduziert werden“, sagte heute (28. August 2009) Jugendminister Armin Laschet zu den Ergebnissen des Jahresberichts 2008 von jugendschutz.net. „Die Zahlen belegen aber auch“, so Laschet weiter, „wie bedeutend die Arbeit von jugend­schutz.net für den Jugendschutz in Deutschland ist und vor allem wie wichtig die aktive Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger in diesem Bereich ist.“

Mehr als 3000 neue jugendschutzrechtliche Vorstöße registrierte das Internetportal jugendschutz.net im Jahr 2008. Dabei handelte es sich vor allem um pornografische Seiten (58 Prozent), rechtsextreme Propa­ganda (15 Prozent) und Angebote, die Essstörungen verherrlichen (6 Prozent). 1.369 Fälle stammten aus Deutschland. Starke Zuwächse waren dabei im Web 2.0 festzustellen. Auf Videoplattformen beanstan­dete jugendschutz.net 1.460 Gewalt- und Neonazi-Filme (zum Ver­gleich: im Vorjahr waren es 660), in Sozialen Netzwerken waren es vor allem pornografische Beiträge, rechtsextreme Hasspropaganda und sexuelle Belästigungen.

Auf unzulässige Angebote stößt jugendschutz.net über Hinweise aus der Bevölkerung und gezielte eigene Recherchen. 2008 bearbeitete das Team 10.800 Beschwerden und Anfragen, kontrollierte 6.390 Websites, beobachtete regelmäßig die 69 wichtigsten Chats und Communities und wertete mehr als 12.800 Fundstellen in Suchmaschinen und auf Video­plattformen aus. „Gerade mit der Etablierung des Web 2.0 ist es noch wichtiger geworden, dass Kinder und Jugendliche auf ihre Sicherheit achten und insbesondere auch Datenschutzrisiken kennen. In Chats und Communities geben Sie häufig zu viel Persönliches preis, ohne mögliche Folgen abzuschätzen“, so Laschet.

In diesem Zusammenhang verweist der Minister auf die zahlreichen guten Angebote zum sicheren Umgang mit dem Internet. „Bei Fragen, auch zu rechtlichen Aspekten, haben wir in Nordrhein-Westfalen die Auskunftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz (AJS). Besorgte Eltern, verunsicherte Pädagoginnen und Pädagogen, Kinder und Jugendliche können sich hier Rat, insbesondere zum Themenbereich Kinder- und Jugendmedienschutz einholen.“ Zu erreichen ist die Auskunftsstelle telefonisch unter 0221-92139233; nähere Informationen sind auch online unter www.ajs.nrw.de erhältlich.

Bürgerinnen und Bürger können zudem mithelfen, den Jugendschutz im Internet zu verbessern, indem sie problematische Angebote bei jugend­schutz.net melden: E-Mail:  hotline@jugendschutz.net.

jugendschutz.net wurde 1997 als Zentralstelle der Länder für den Jugendschutz von den Jugendministerien aller Bundesländer gegründet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von jugendschutz.net drängen auf die Einhaltung des Jugendschutzes im Internet und sorgen dafür, dass Anbieter problematische Inhalte rasch ändern, löschen oder für Kinder und Jugendliche sperren.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211/8618-4338.

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